Krieg? Wofür und Wogegen?

Es ist November, ein Monat, in dem der „Volkstrauertag“ stattfindet. Eine Zeit, in der sich Menschen mit Krieg, Frieden und der Wertung von Soldaten beschäftigen.

Es stellen sich nur allzu oft die Fragen: Sind Kriege „unmenschlich“, gar barbarisch? Sollte man aus der Geschichte nicht lernen und für einen Pazifismus eintreten? Gibt es falsche und gerechte Kriege?

Werfen wir einen Blick auf die Ursache: Warum werden Kriege geführt? Hier dient die Fachliteratur ,,Krieg und Frieden" und ,,Die Biologie menschlichen Verhaltens" des Verhaltensforschers Eibl-Eibesfeldt als Grundlage der Bewertung.

Kriege sind Konsequenzen aggressiver Handlungen. Aggressionen bezeichnen eine Vielzahl von Verhaltensweisen, die eine Eigenschaft gemeinsam haben: Ein Konflikt zwischen Individuen oder Gruppen, die miteinander unvereinbare Ziele verfolgen. Diese werden nicht durch die einseitige oder beidseitige Anpassung der Ziele beigelegt, sondern dadurch, dass einer oder alle Beteiligten die Widersacher zur Änderung ihrer Ziele unter Gewaltanwendung oder -androhung zu zwingen suchen.

Über die Entstehung von Aggression wurde vieles geschrieben, wir beziehen uns hier auf die Ausführungen von Konrad Lorenz und Irenäus Eibl-Eibesfeldt, also der ethologischen Aggressionstheorie, die besagt, dass aggressives Verhalten im Dienste verschiedener Funktionen entwickelt wurde und dementsprechend eine angeborene Anpassung darstellt, es wird zur Erreichung unterschiedlicher Ziele eingesetzt.
Ein Grund für aggressives Verhalten kann die Bereitschaft sein, sich selbst oder seine Kinder bei einem Angriff zu verteidigen. Auch sein Besitz und sein Rückzugsort – sein Territorium (Heim und Hof) –  wird gegen unerwünschte Eindringlinge verteidigt. Kinder lernen durch die explorative Aggression soziale Normen kennen und fordern die soziale Umwelt nach einer Reaktion heraus: was dürfen sie, was dürfen sie nicht, und wie geht es dem Spielgefährten dabei.
Gäbe es kein aggressives Verhalten, wäre gelernte Hilflosigkeit die Folge, niemand würde sich mehr gegen Unterdrückung und Ungerechtigkeit wehren.
Wir können festhalten, dass Aggression nicht ,,Das sogenannte Böse" (Konrad Lorenz) ist, wir müssen diese Verhaltensweise nur richtig sozialisieren.

Kriege entstehen aus mehreren Gründen.

Stellen wir uns ein junges, gerade erblühendes Volk vor. Ähnlich einem Kleinkind muss es sich entwickeln, lernt hinzu und muss durch Fehler lernen, manchmal auch schmerzvoll.
Es entwickelt im Laufe der Zeit durch ortsgebundene Probleme, wie Klima und Nahrung, aber auch einige innerartliche Differenzen – seine eigene Tradition, seine Kultur und seine Geschichte.
Es strukturiert sein Volksleben und muss dabei so einige Probleme lösen.
Herrschaftsstrukturen werden entwickelt und wieder neu überdacht, kriminelle Machthaber müssen wieder entmachtet werden, Recht und Gesetz werden durch Versuch und Irrtum umgesetzt.
Nach und nach entwickelt sich ein ausgereiftes System, Frauenrechte werden etabliert, das System wird somit neu überdacht und Teile des Volkes neu bewertet, viel Blut und Lebenszeit ist für die Kämpfer der neuen Rechte geflossen. Hungersnöte plagen das Volk, es müssen also neue Nahrungsquellen erschlossen werden, dazu kommen Seuchen. Nachdem diese Probleme gelöst wurden, folgen die Auswirkungen:
Das Volk ist geschrumpft. Um das ganze Volksleben, welches ja arbeitsteilig ist, nachhaltig zu stabilisieren, müssen bevölkerungspolitische Überlegungen umgesetzt werden, das Volk braucht mehr Kinder, und dies muss gefördert werden.
Nach und nach wächst das Volk zu einer starken souveränen Nation heran, es hat sich seinen Wohlstand durch harte Arbeit verdient.
Und von einem Tag auf dem anderen kommen fremde Völker, nicht in friedlicher Absicht, sie wollen auch etwas von diesem Reichtum abhaben, aber ohne selbst zu schaffen, sie nehmen es sich einfach.
Sie rauben, morden, halten sich nicht an die erarbeitete Gesetzgebung, besetzen Haus und Hof der Landsleute. Sie vergewaltigen und plündern, und es kommen immer mehr von ihnen, nicht einzelne Personen, sondern das fremde Land trachtet nach neuen Besitztümern. Sie verbieten den heimischen Landsmännern ihre Traditionen, zwingen ihnen neue Götter auf, führen neue Gesetzgebung ein, entrechten sie und verhängen Todesstrafen auf alte Traditionen, machen das neue Land zu dem Ihrigen.
Was machen nun die heimischen Landsmänner?
Lassen sie sich das hart Erarbeitete zerstören oder kämpfen sie um das, was ihnen wichtig ist, was sie aufbauten, das, was gut und friedlich funktionierte und ihnen Wohlstand brachte?
Schützen sie ihre Familien vor Vergewaltigung, schützen sie sich und ihre Nachbarn vor Raub und Vertreibung und Todesstrafe?
Wenn ja, denn wie?
Durch aggressives Verhalten! Durch den Kampf für den Schutz des Eigenen und gegen ein imperialistisches System.

Eines der wesentlichsten Ursachen ist der Kampf um die Ressourcen unserer Welt. Das Territorialitätsprinzip ist eine angeborene Verhaltensweisen bei uns Menschen und hilft, territoriale Kämpfe zu verhindern (vgl. Eibl-Eibesfeldt). Wenn jeder das Landsrecht des anderen Landes achtet, wird ständiger Streit gerade durch dieses Prinzip verhindert, setzt sich eine Nation darüber hinweg, wird darum gestritten.

Hier erleben wir gerade in der jüngeren Geschichte, dass Angriffskriege unter scheinheiligsten Gründen begonnen werden, das eigene Volk wird über die wahren Beweggründe belogen, und es werden sogar Angriffe ,,Unter falscher Flagge" eingesetzt, um eine entsprechende Stimmung im Volk herbeizuführen.

Behauptungen, um ein Land anzugreifen, was die wertvollen Ressourcen besitzt, wären: es sei Imperialistisch, terroristisch oder es stünde ein Atomangriff bevor, scheinheilige Gründe, aber es funktioniert durch mediale Manipulation und Desinformation.

Ist der Krieg denn nun unmenschlich?
Der Krieg hat sich kulturell durch eine Menge angeborener Verhaltensweisen im Menschen entwickelt.
Im Tierreich gibt es keinen innerartlichen Krieg, so wie wir diesen von uns Menschen kennen.
Hier gibt es Ritualkämpfe, wo selten ein Tier ums Leben kommt, und die Tötungshemmung, die wir durch die Anonymisierung, durch den Einsatz von Waffen, ausgeschaltet haben.

Der Krieg, verstanden als der bewaffnete Konflikt zwischen Gruppen, ist ein Ergebnis der kulturellen Evolution und gehört somit zur Kultur des Menschen, er nützt zwar einige angeborene Dispositionen, ist aber selbst keine angeborene Verhaltensweise.

Gibt es nun falsche und gerechte Kriege?
Die Frage sollten wir von einem anderen Blickwinkel betrachten: Konflikte sind nicht zu vermeiden, sie sind lebensgesetzlich. Wie wir mit diesen Konflikten umgehen, das ist entscheidend. ,,Krieg, als destruktive Gruppenaggression definiert, ist das Ergebnis der kulturellen Entwicklung, er kann daher auch kulturell überwunden werden. Er nützt einige angeborene Anlagen des Menschen wie seine aggressive Emotionalität, und die Bereitschaft zur Gruppenverteidigung, seine territoriale Neigung(…)", schrieb Eibl-Eibesfeldt in seinem Werk ,,Die Biologie des menschlichen Verhaltens"
Möchte man Frieden, dann muss man die Ursachen, die bislang zum Krieg führten, auf andere, unblutige Weise wahrnehmen.

Der Pazifismus ist allerdings Wunschglauben – wir vertreten den Standpunkt der Wehrfähigkeit. Wir wollen kein Aggressor sein, sind aber in der Lage, unsere Interessen zu verteidigen. Es geht um die Existenz, die Existenz seiner eigenen Interessen, die Interessen seines Volkes und dafür kämpfen wir!
Ist ein Land zu klein für seine stetig wachsende Bevölkerung, muss sich das Volk neuen Raum suchen, werden die Ressourcen im eigenen Land zu knapp, ist eine Möglichkeit, dieses Übel zu lösen, die Ressourcen anderer Länder zu plündern.
Wir können nicht in dem Wunschglauben leben, dass alle Völker dieser Welt ihre Probleme, die lebensgesetzlich auf sie zukommen, mit sich selbst lösen, wie z.B. durch Geburtenkontrolle und ähnliche politische Maßnahmen, die diese Probleme beheben. Daher wird eine pazifistische Haltung abgelehnt.

Betrachten wir die vielen Zeitzeugenberichte u.a. von Herbert Schweiger, wird einem bewusst, dass sie sich nicht manipulieren ließen und keinen Angriffskrieg führten, um Länder zu besetzen und Ressourcen zu plündern.
Sie stemmten sich mit aller Kraft und Entschlossenheit gegen den imperialistischen, internationalen Kommunismus, gegen das bolschewistische System, welches alle Traditionen untergräbt. In anderen Ländern konnten sie beobachten, wie die Bolschewisten mit den Heiligtümern (z.B. Kirchen) anderer Länder umgingen, vor diesem Schicksal wollten sie die eigene Heimat bewahrt wissen. Herbert Schweiger sagte sinngemäß, dass der Zweite Weltkrieg ein Krieg zwischen verschiedenen Wertesystemen gewesen sei. Man wollte das Eigene beschützen und musste sich gegen das andere stemmen. Dieses war ein Entscheidungskampf, sie seien die einzige Alternative zu dem internationalen Kommunismus gewesen. (vgl. weiterführender Vortrag Schweigers)

Folglich werden die Beschützer des Eigenen, die ihr Leben für die Verteidigung ihrer Familien und ihrer Heimat, die für die Freiheit und den Wohlstand ihres Landes kämpfen, als Helden betrachtet.
Sie kämpften und starben für die nachfolgenden Generationen. Sie starben für uns!

In diesem Sinne gedachten am ,, Volkstrauertag" Aktivisten und Freunde der Partei, des Stützpunktes Mittelmark (Havel) in Potsdam-Mittelmark in mehreren Ortschaften der Soldaten beider Weltkriege.
Es wurde Laub geharkt, Kränze und Kerzen aufgestellt, Zeitzeugenberichte verlesen und Schweigeminuten abgehalten.

Denn : "Tot sind nur Jene, die vergessen werden"

Weiterführendes Video:
Vortrag Herbert Schweiger in Youtube