Ja zur Familie Teil 2 (+ Video)

"Ein Kind gehört nicht in den Kindergarten vor dem dritten Lebensjahr!"

Dies ist ein Zitat des verstorbenen Erziehungswissenschaftlers Wolfgang Bergmann, der sich gegen die öffentliche Meinung zum Thema Krippenpolitik stellte.
Seit Jahren tobt ein politischer Streit über die frühe Fremdbetreuung unserer Kinder, Experten schlagen Alarm, jedoch wirbt die Politik ganz gezielt für Kinderkrippen.
Kinderkrippen meint eine Betreuung Unter-Dreijähriger und ist in den Kindertageseinrichtungen (Kita) integriert.
Diese Fremdbetreuung Unter-Dreijähriger schädigt Kinder nachweislich in ihrer Entwicklung und führt massiv zu Bindungstraumata, aus welchen Verhaltensstörungen erwachsen.
Was wir heute jedoch in unseren Kindern sähen, werden wir später in der Gemeinschaft ernten.
Der Verhaltensforscher Eibl-Eibesfeldt meint, dass die Anonymität der zwischenmenschlichen Beziehungen und die Bindungslosigkeit des Menschen soziale Kernprobleme der heutigen Gesellschaft darstellen.
Diese sozialen Kernprobleme sind also selbst geschaffen worden, nun müssen wir die Ursachen beheben und keine Symptomlinderung anstreben.
Dieser Artikel möchte die Ursachen, die Argumente pro und contra, sowie die Folgen der Krippenpolitik beleuchten.

Man könnte meinen, es sei zu befürworten, wenn das Familienministerium bekannt gibt, dass es in einem bestimmten Zeitraum für mehr Betreuungsplätze sorgen möchte, dass es nun vermehrt Ganztagsschulen geben soll und die Kindertageseinrichtung 24 Stunden geöffnet hat. Dann können Stimmen vernommen werden, dass nun endlich was für das eigene Volk gemacht wird.
Für das eigene Volk?
Wohl kaum, für die Wirtschaft viel mehr. Denn umso schneller das Kind fremd betreut wird, umso schneller kann die Mutter wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden.
Zusätzlich werden wieder Erzieher benötigt, die sich beruflich um die Kinder kümmern. Ein Nebeneffekt ist, dass das Kind dann mit den herrschenden Erziehungszielen indoktriniert werden kann, denn Erziehungswissenschaftler wissen, die ersten drei Lebensjahre sind von entscheidener Bedeutung für die Entwicklung des Kindes.

Beschäftigen wir uns nun mit den Argumenten für die frühe Fremdbetreuung und bewerten wir diese:

1. Argument Pro:
Eines der am häufigsten zu hörenden Begründungen von Eltern und Erziehern ist es, dass das Kind in den Einrichtungen soziale Kontakte kennenlernt und auch die sozialen Normen in der Gruppe schneller lernt, als es beispielsweise zu Hause als Einzelkind der Fall wäre.
 
Gegenargument:
Schauen wir uns hierzu die Entwicklungstheorien an, die eben auch in pädagogischen Ausbildungen gelehrt werden, dann fragt man sich, woher solche Behauptungen der Pädagogen stammen.
Wir wissen, dass Kinder erst mit drei Jahren ein ausgeprägtes Ich-Gefühl entwickeln, sie somit erst mit drei Jahren den anderen als anderen wahrnehmen und das eigene Verhalten reflektieren können, zuvor spielen Kinder nebeneinander statt miteinander. Auch lernen Kinder erst mit drei Jahren soziale Normen kennen.
Wieso also die Kleinen vor dem dritten Lebensjahr in die Tageseinrichtung geben?
Es werden schlussfolgernd Fähigkeiten zur Begründung genutzt, auf die die Entwicklungsphase des Kindes gar nicht zutrifft, es ist schier zu jung dafür.
Der berühmte Pädagoge und Familientherapeut Wolfgang Bergmann findet klare Worte:
Video: Krippenbetreuung: Niemals vor dem dritten Lebensjahr

Des weiteren warnt der weltweit anerkannte Entwicklungspsychologe Gordon Neufeld ganz explizit in seinen Publikationen vor einer Gleichaltrigenorientierung und begründet dies anschaulich anhand der Umpolung eines Magneten.
Hier im Video ab Minute 3:25 zu sehen, erklärt von Dipl. Biol. Dagmar Neubronner:
Video: Unsere Kinder brauchen uns

2. Argument Pro:
Die,,frühkindliche Bildung" wird gern von Politik und Medien genutzt, um Eltern gezielt die Kitas schmackhaft zu machen. Dies ist eines der Hauptbegründungen für die Fremdbetreuung.

Gegenargument:
Schauen wir uns die Entwicklungstheorien an, kann dieses Argument auch widerlegt werden.
Der Psychoanalytiker E. Erikson beschreibt in seinem Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung im ersten Lebensjahr die zu bewältigende Krise, die das Kind meistern muss:
,,Ur-Vertrauen vs. Ur-Misstrauen".
Das Urvertrauen wird erschüttert, wenn das Kind sich nicht auf seine Bindungsperson verlassen kann, es entwickelt Bedrohungsgefühle und Ängste. Bekommt das Kind das Gefühl von Verlassensein, stellt sich nach Erikson immer mehr das Ur-Misstrauen ein.
Dies ist eine fundamentale Lebenseinstellung, habe ich Vertrauen in mich, in andere und die Welt oder bin ich misstrauisch? Wird diese Krise zugunsten des Ur-Misstrauens durchlaufen, kann es die folgenden Charakterzüge nach sich ziehen: Gier, Leere-Gefühle, Depression und starke Abhängigkeitswünsche.
Des weiteren müssen wir uns mit den Entwicklungsphasen eines Kindes beschäftigen.
Wir können nicht von einem Kind Fähigkeiten erwarten, für welches es schlicht zu jung ist.
Erst kommt die eine Entwicklungsaufgabe, dann die nächste, erst die eine Entwicklungsphase, dann ab einem bestimmten Alter die Nächste.
In den ersten Jahren ist die wichtigste Entwicklungsaufgabe die Bindungsarbeit.
Die Bindungsforschung liefert uns hier sehr tiefgründige und zuverlässige Erkenntnisse. Für Interessierte folgt der Wikipediaverweis:
https://de.wikipedia.org/wiki/Bindungstheorie#Grundlagen_der_Bindungstheorie

In den ersten Jahren ist das Hauptaugenmerk auf die,,frühkindliche Bindung" zu legen, Bindung und nicht Bildung.
Wenn das Kind eine sichere Bindung aufgebaut hat, hat es den Mut, die Welt zu erkunden, zu lernen. Es hat Vertrauen aufgebaut und fühlt sich sicher und  geborgen, es ist bereit, sich mit anderen Dingen zu beschäftigen.
Unsicher gebundene Kinder klammern, sind aggressiv-abweisend, weinen und lassen sich kaum beruhigend. Hier ist der Kopf nicht frei, Neues zu entdecken.
Schlussfolgernd kann man festhalten, sicher gebundene Kinder lernen besser, weshalb das Argument der Politik, Kleinkinder unter dem Deckmantel der frühkindlichen Bildung in die Fremdbetreuung zu locken, einen Irrtum darstellt.

Wolfgang Bergmann findet wieder passende Worte:
Video: Gefahren Krippenbetreuung: Politik dreht sich Befunde zurecht
https://www.youtube.com/watch?v=0grPpz0lIOo
Gordon Neufeld schreibt in seinem Buch,,Unsere Kinder brauchen uns-Die entscheidende Bedeutung der Kind-Eltern Bindung", S. 7:
 ,,Alle erzieherischen Fertigkeiten der Welt können das Fehlen einer Bindungsbeziehung nicht ausgleichen."

3. Argument Pro:
Eltern erzählen häufig ganz stolz, dass ihr Kind beim Besuch in der Kita sofort losrennt, um zu spielen und gar nicht traurig ist, wenn die Eltern weggehen. Oder aber die Kinder wollen bei der Abholung gar nicht mitgehen, sind gar wütend, dass sie schon so früh abgeholt werden. Ein Zeichen, so meinen Eltern, dass ihr Kind gerne dort ist und es ihnen gut tut.

Gegenargument:
Dies ist ein Warnsignal für ein unsicheres Bindungsverhalten und kein positives Zeichen, auf was man stolz sein kann. Kinder können zum Zeitpunkt der Trennung von den Eltern abgelenkt werden, das ist nicht schwer, viele Kinder zeigen aber im Verlauf des Tages untypische Verhaltensweisen, womit sie ihre Gefühle dann kompensieren, z.B. schlagen sie um sich. Kinder lernen auch irgendwann mit dem Verlassensein und dem Trennungsschmerz zu leben, verschwunden ist er dadurch nicht, die psychische Wunde ist bereits vorhanden, wie sich diese Wunde dann später ausprägt, bleibt abzuwarten.
Die meisten Pädagogen sind über die Inhalte der Bindungsforschung in der Ausbildung oder im Studium informiert worden und erkennen dieses Verhalten auch wieder, nur möchte man die Eltern natürlich nicht vor den Kopf stoßen und das Problem in aller Deutlichkeit vermitteln.
Wolfgang Bergmann warnt, je jünger ein Kind sei, desto empfindlicher reagiere es auf Stress, Stress, den es nicht verarbeiten kann.
Video: Wiener Krippenstudie: Niederschmetternde Ergebnisse für Fremdbetreuung

Wolfgang Bergmann erklärt in diesem Video, dass Kinder nicht lernen können, mit ihren Gefühlen umzugehen, wenn sie zu früh fremdbetreut werden und wir sie in ein Vereinsamungstrauma schicken:,,wir wissen das, es ist nicht so, dass wir darüber streiten können".
Video: Politisch gewollte Fremdbetreuung: Verheerende Folgen

4. Argument Pro :
Gelegentlich ist auch zu vernehmen, dass Eltern ihr Verhalten mit der Behauptung rechtfertigen, dass das Kind ja nur eine gewisse Anzahl von Stunden z.B. vier Stunden untergebracht wird, dies sei dann eine entwicklungsfördernde Abwechslung im Alltag.

Gegenargument:
Kinder in diesem Alter haben noch kein ausgeprägtes Zeitgefühl, sie können weder einschätzen, wie lange vier Stunden sind, noch spielt die Zeit eine Rolle. Ist die Trennungsangst einmal eingetreten, ist es schlicht egal, wann die Eltern wiederkommen, die seelische Verletzung ist zustande gekommen.
Des weiteren befindet sich das Kind, laut dem berühmten Entwicklungspsychologen Jean Piaget, in einer Lebensphase, in der es schlichtweg nicht in der Lage ist, sich in die die Gedanken und die Wahrnehmung einer anderen Person hineinzuversetzen. (Stichwort: Egozentrismus)

Interviewausschnitt (Hall, 1970):
Piaget: "Das egozentrische Kind – und alle Kinder sind egozentrisch – betrachtet seinen eigenen Blickpunkt als den einzig möglichen. Es ist unfähig, sich in die Stellung eines anderen zu versetzten, denn es ist ihm nicht gegenwärtig, dass die andere Person eine Sichtweise hat.
" (Quelle: http://www.lern-psychologie.de/kognitiv/piaget.htm)

Dies bedeutet, das Kind versteht die liebevollen Erklärungen nicht, warum es jetzt von Mutter und Vater getrennt wird, egal wie sehr wir uns anstrengen, unser Verhalten zu rechtfertigen (Arbeit, Haushalt, Finanzen etc.). Das Kind fühlt den Trennungsschmerz, seine Bedürfnisse nach Bindung und Geborgenheit, nach Vertrautheit des Zuhauses, das Sicherheit und Orientierung vermittelt, können nicht mehr erfüllt werden.
Video: Klinikärzte schlagen Alarm: Gesellschaftlicher Seeleninfarkt droht

Schlussfolgerung:
Beschäftigen wir uns mit den Forschungsergebnissen der Experten, lässt dies nur eine logische Schlussfolgerung zu, dass die Fremdbetreuung Unter-Dreijähriger entwicklungshemmend, gar schädlich ist. Wie Wolfgang Bergmann sagte, wir wissen das, und darüber könne man sich nicht streiten.
Die Ergebnisse wurden von mehreren Fachgebieten unter unterschiedlichsten Methoden erarbeitet, alle kamen auf dasselbe Ergebnis, somit gilt das Ergebnis als objektiv.
Die Regierung muss Bedingungen schaffen, dass eine Familie es sich leisten kann, ihre Kinder bis zum dritten Lebensjahr selbst betreuen zu können. Die Eltern dürfen nicht aus finanziellen Gründen gezwungen werden, ihre Kinder in Betreuungseinrichtungen abzugeben.
Desweiteren ist öffentlich auf die Gefahr der zu frühen Fremdbetreuung hinzuweisen und die Rolle der Mutter wieder aufzuwerten.

Nun liegt es an uns, als Volk und als Partei, diese Zustände zu ändern.
Wir stellen das Wohl des Kindes und nicht der Wirtschaft in den Mittelpunkt.

Unsere Forderung sind aus dem Programm Herbert Schweigers entnommen und können über unseren Materialvertrieb genauer nachgelesen werden:
http://www.materialvertrieb.de/product_info.php?products_id=63

Forderung:
1. Die Staatsführung muss dafür sorgen, dass die Familiengründung zur höchsten Aufgabe gehört, und hat in diesem Sinne die öffentliche Meinungsbildung zu beeinflussen.
2. Der Sinn der Ehe sind Kinder! Der Verzicht auf die Fortpflanzung ist die Absage an die eigene Zukunft und widerspricht dem Lebenswillen eines Volkes. Die Sicherung des höchsten Lebenswertes – des Kindes – muss durch eine entsprechende Familiengesetzgebung festgelegt sein.
3. Die Familien- und Haushaltsgründung ist durch ein zinsfreies, verwendungsgebundes Ehestandsdarlehen bis zur zweifachen Höhe des Jahreseinkommens zu unterstützen. Mit der Geburt jedes Kindes werden 25% des Darlehens entschuldet.
4. Die Kinderbeihilfen sind zu verdoppeln, damit die Mutter keinem Verdienstzwang unterworfen ist.
5. Eine umfassende gesundheitliche Betreuung für die Frau und Mutter ist zu gewährleisten.
6. Zur Erhaltung der Volksgesundheit und Lebenstüchtigkeit des einzelnen Menschen sind erbhygienische Maßnahmen gesetzlich zu regeln.