Flugblattverteilung nach Überfall in München-Giesing

Im Münchner Arbeiterviertel Giesing kam es am 8. Mai zu einem hinterhältigen Überfall auf einen 13-Jährigen. Der 13-jährige Junge hielt sich gegen 17:00 Uhr in einem Schnellrestaurant auf, als er von drei Unbekannten angesprochen wurde.  Diese forderten ihn auf, ihnen nach draußen zu folgen, wo sie ihn bedrohten und ihm Jacke und Kopfhörer stahlen. Anschließend schlugen sie ihm mit der Hand ins Gesicht und schubsten ihn, ehe sie verschwanden.

Alle drei Täter sprachen deutsch mit Akzent, was auf einen Migrationshintergrund schließen lässt. Das ist in Giesing längst nicht mehr ungewöhnlich, denn das Viertel ist auch für seinen hohen Ausländeranteil bekannt. Zusätzlich befindet sich in Giesing im ehemaligen Osram-Gelände eine große Asylunterkunft.

Um auf die Folgen dieser Entwicklung aufmerksam zu machen, trafen sich Aktivisten des Stützpunktes München/Oberbayern zu einer Flugblattverteilung in dem Stadtteil.

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei der Ankunft am Treffpunkt stach zunächst das große Polizeiaufgebot ins Auge. Zwar steht unweit das Städtische Stadion an der Grünwalder Straße, wo häufig große Polizeieinsätze im Umfeld der Spiele stattfinden, jedoch war an diesem Tag keine Partie angesetzt. Insofern lassen sich nur Mutmaßungen anstellen, aber es ist denkbar, dass es hier öfters zu Vorfällen mit Migrantengruppen kommt.

Die momentan scheinbar unterbeschäftigten Beamten unterzogen sogleich die Flugblattverteiler einer allgemeinen Ausweiskontrolle und sprachen die Aufforderung aus, sich nicht zu nahe im Umfeld der Asylunterkunft aufzuhalten, da sich die Herren Asylanten davon provoziert fühlen könnten. Was unter „das nahe Umfeld“ fällt, wurde von dem noch recht jungen Einsatzführer nicht näher ausgeführt.

Die Verteilung konnte in der sehr von Hochhäusern geprägten Umgebung zügig durchgeführt werden, wobei die zahlreichen ausländischen Namen auf den Namensschildern ins Auge stachen. Während der Verteilung wurde man über die gesamte Zeit von einer Polizeistreife beobachtet. Dabei stellt sich die berechtigte Frage, wo die sogenannten Freunde und Helfer waren, als der 13-jährige vor ein paar Tagen von den ausländischen Räubern überfallen wurde.