Zeitzeugenvortrag in Potsdam

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Mit großer Vorfreude führte der Stützpunkt Potsdam/Mittelmark mit einem 89-jährigen Zeitzeugen unter dem Motto: “Seinem Volk und seinem Vaterland treu bis in den Tod“ im beschaulichen Potsdam einen Zeitzeugen Vortrag durch.

Ein Mann, dessen Lebensweg uns alle mehr als beeindruckt. Wie oft hören wir die Aussage, die deutsche Geschichte des letzten Jahrhunderts sei uns ein mahnendes Beispiel. Wer diese verkennt, beweist Rückständigkeit in einer Zeit der offenen Grenzen, so die Aussagen der Volksvertreter. Wo uns diese Politik und das dazugehörige Verständnis hinführen, sehen und hören wir jeden Tag.

Die Aussagen, dass die Geschehnisse von einst heute niemanden mehr interessieren, konnte an diesem Wochenende widerlegt werden. In der gut gefüllten Räumlichkeit lauschten alle anwesenden aufmerksam den Worten des Mannes, der keine revanchistische Gelüste von sich gab, wie es die roten Genossen gerne behaupten, sondern er berichtete wir er seine Kindheit und Jugend verbrachte.

Seine Worte haben für uns alle eine besondere Bedeutung. Sie zeigen auf, was die damalige deutsche Jugend bereit war zu geben, in der schlimmsten Stunde des Vaterlandes sogar das Leben.

Ihre Einstellung zum Leben und die damit verbundenen Erlebnisse sind es, die uns erkennen lassen, dass wir in der jetzigen dekadenten Spass und Konsumgesellschaft zu Recht nicht unsere Heimat gefunden haben. Auch wir wollen nicht die Hände in den Schoß legen und von dem zehren, was unsere Vorfahren uns hinterlassen haben, sondern selbst Spuren hinterlassen. Menschen wie er sind ein lebendes Beispiel für Charakterstärke, denn sie bewahren Haltung und zeigen, was man imstande ist, zu leisten, wenn man nur will.

Während in der bundesrepublikanischen Zeit die Verteidigungsministerin versucht die Jugend für die Bundeswehr zu begeistern, kann ihr dies, wenn überhaupt, scheinbar nur mit finanziellen Vorzügen gelingen. Der Kriegsgeneration kann solch ein Handeln allenfalls ein müdes Lächeln abgewinnen, sie meldeten sich zig tausendfach freiwillig zum Dienst an der Waffe.

Im Alter von 16 Jahren wurde der Zeitzeuge als Flakhelfer eingesetzt, wie viele in seinem Alter. Mit anschließender Verlegung an die Grenzen im Osten des Reiches kann man erahnen, was in diesem Jungen wohl vorging. Ein Junge der mit 16 Jahren schnell zum Mann reifte, denn schwerste Bedingungen zeichneten den Alltag an der Front. Sei es der ständige Begleiter von Hunger, Kälte und Tod. Der Endkampf um Berlin, den er in vorderster Front durchstand, steht sinnbildlich für den Opfergang einer ganzen Generation. Die anschließende Kapitulation und die russische Gefangenschaft mit 17 Jahren zeichneten ihn sein Leben lang.

Viele von ihnen sahen die Heimat nie wieder. Wer es dennoch schaffte, war für das Leben gezeichnet. Die Stimme über das Unrecht scheint heute fast stumm zu sein. Er blieb seinem Versprechen gegenüber seinen einstigen Kameraden treu, er berichtet, was geschehen war. Auch wenn es ihn viel Kraft kostet.

Dies ist für uns ein entscheidener Grund, warum wir solchen Zeitzeugen Gehör schenken. Man konnte an den Gesichtern der Zuhörer sehen, dass die Worte dieses Mannes einem jeden ordentlich unter die Haut gingen. Doch wir wollen uns nicht auf der Geschichte ausruhen und mit erhobenem Zeigefinger auf die Leistungen vergangener Tage verweisen, sondern selbst Geschichte schreiben und somit den Fortbestand unseres Volkes durch eigenes Handeln sichern.

Männer wie ER sind es, die uns einen Appell geben:

Für das Vaterland, für das Volk, für die Heimat – Bereit!