Nationaler Protest bei Hermann-Rede am „Tag der Franken“ (+Video)

Am 2. Juli fand im mainfränkischen Kitzingen der diesjährige „Tag der Franken“ statt. Dieser wird seit 2006 jährlich begangen und soll an den „Fränkischen Reichskreis“ erinnern, welcher am 2. Juli 1500 auf dem „Reichstag von Augsburg“ des Heiligen römischen Reiches Deutscher Nation gebildet wurde. Immer abwechselnd findet dieser in den drei fränkischen Regierungsbezirken Unter-, Mittel- und Oberfranken statt.

Dass man hierbei keine Bewahrung deutscher Stammeskultur erwarten braucht, verrät bereits die Rednerliste. Als Festredner sollte dieses Jahr der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) vor den Gästen auftreten, welcher jedoch kurzfristig absagte. An seine Stelle trat der bayerische Innenminister Joachim Hermann (CSU), der in volkstreuen Kreisen auch den Beinamen Verbotsminister innehat. Auch ansonsten war das Angebot wenig traditionell gehalten. Ein aus überwiegend Ausländerkindern bestehender Chor gesellte sich zum restlichen kulturlosen Programm, das mit Panzersperren gesichert wurde.

Die Geister die ich rief: Panzerabsperrungen am „Tag der Franken“
Die Geister die ich rief: Panzerabsperrungen am „Tag der Franken“

Den „Tag der Franken“ nutzten auch mehrere Bürgerinitiativen in Demonstrationen für oder gegen die Einrichtung verschiedener Nationalparks in Franken. Hermann kommentierte dies mit blumigen Worten: „… ja es gehört in der Tat zu unserer Demokratie, dass man seine Meinung äußern darf. Es gibt viele Menschen weltweit, die wären dankbar, wenn sie in einer rechtsstaatlichen Demokratie leben könnten, in der sie jederzeit frei ihre Meinung sagen dürften.

Deshalb ist es völlig in Ordnung, wenn ein Thema, das im Moment viele Menschen in Franken umtreibt, heute auch zum Ausdruck gebracht wird. (…) Ja da sind auch Menschen unterwegs mit unterschiedlichen Meinungen; das ist richtig die zum Ausdruck zu bringen. Aber es ist auch wichtig leben und leben zu lassen, das ist ein wichtiges bayerisches Prinzip, das ist auch wichtig, das man Respekt hat vor der Meinung eines Andersdenkenden…

Wie wichtig dem Verbotsminister die Meinung Andersdenkender und das Demonstrieren dafür ist, wurde während seiner heuchlerischen Ausführungen noch offenkundig. Als volkstreue Aktivisten überfremdungskritische Schnipsel unters Volk brachten, gepaart mit markanten Ausrufen wie „Asylflut stoppen“, war der Politiker nicht mehr für dafür, dass Deutsche „jederzeit frei ihre Meinung“ sagen dürfen. Ein Polizeieinsatz unterband schließlich die volkstreue Kundgabe auf dem „Tag der Franken“.

Systemkritische Schnipsel als Hinterlassenschaft der volkstreuen Aktivisten
Systemkritische Schnipsel als Hinterlassenschaft der volkstreuen Aktivisten

Doch auch in der Vergangenheit zeigte Hermann, nicht viel von Meinungsfreiheit zu halten. Beispiel hierfür sei das Verbot der nationalen Internetplattform „Freies Netz Süd“ als vermeintlichen Verein, wodurch zahlreiche Nationalisten kriminalisiert wurden.

Video von der Meinungskundgabe am „Tag der Franken“: https://youtu.be/8ECQuVh06GE