Grenzenlos

„[…] Und das künftige multethnische, multikulturelle Europa, innerlich zerrissen von der Politik der Masseneinwanderung und der kulturellen Selbstauflösung, wird auf die Dauer nur durch repressiv-diktatorische Maßnahmen regierbar sein. Der Terror ist ein vorzüglicher Vorwand, diese Kontrollen weiter auszubauen. Maßnahmen wie Grenzschließung, Einwanderungsstopp oder Remigration werden dabei natürlich als ausgeschlossen und undenkbar erachtet […] Wenn die Grenzen abgeschafft werden, wandern sie lediglich weiter, solange, bis sie ein jeder vor seiner Haustür hat, bis sich die von außen applizierte, an seinen buchstäblichen Leib rückende ›Sicherheit‹ zum Gefängnis schließt.“

– Martin Lichtmesz

Am Nachmittag des vergangenen Mittwochs landete am „Playa de los Alemanes“ (Strand der Deutschen) in Andalusien ein Schlauchboot, mit welchem etwa zwei Dutzend Afrikaner an Land gingen ( https://youtu.be/DpgbOUKAcSg ). Der Vorgang an sich ist nichts Herausragendes – solch minimalistische Invasionstrupps landeteten zu Hunderten, zu Tausenden in den letzten Jahren an den Küsten Europas. Doch das Video, welches diesen Vorgang festgehalten hat, zeigt etwas Anderes – etwas Tieferes – das unsere gegenwärtige Lage nur zu sehr verdeutlicht. Von dem Boot steigen keine ausgemergelten gepeinigten Gestalten, keine halb verhungerten Kinder und geschundene Weiber. Es sind junge Männer, welche voller Kraft vom Boot springen und schnellen Schrittes über den Strand schreiten. Wie moderne Konquistadoren nehmen sie den Strand ohne Gegenwehr. Die Menschen, welche am Strand bereits in der Ferne das herannahende Boot erblickt hatten, stehen wie angewurzelt da. Mehr als ein paar Worte bringen sie nicht heraus. Einer von ihnen filmt die Landung mit seiner Kamera. Bezeichnenderweise befindet sich das Strandstück im Badeort Cadiz – einem Touristenmagneten. Der moderne Europäer, überfüttert mit Konsumgütern und verarmt an Geist, hedonistisch aufgedunsen, glücklich, einmal im Jahr in Urlaub fahren zu können, weiß gegenüber dieser Landnahme nichts zu unternehmen. Freilich kann nicht von den Familien vor Ort, die dort am Strand gestanden haben, erwartet werden, daß sie sich jenen Eindringlingen entgegenstellen. Sie sind eben das: Familien, keine Soldaten. Sie müssen hilflos mitansehen, wie ihre Heimatländer von Millionen fremdländischer Individuen bedrängt werden. Ihre Technologie scheint ihnen nicht zu helfen. Sie können lediglich ihren eigenen Untergang für die Nachwelt auf Band aufzeichnen. Ob die Nachwelt, wie sie sich momentan zu entwickeln scheint, überhaupt noch in der Lage sein wird, mit dieser Technologie umzugehen, sei dahingestellt.

Die Parallelen zu Jean Raspails Werk „Das Heerlager der Heiligen“ sind dermaßen offensichtlich, daß es fast schon als klischeehaft bezeichnet werden muß, diese zu erwähnen. Die Völker der sogenannten „Dritten Welt“ kommen über das Meer an die Küsten Europas, um den greisen Völkern der Weißen den Todesstoß zu versetzen. Im Buch wie in Realiter werden die Eroberer freudigst willkommen geheißen von Medien, Kirchen und Parteikadern. Im Buch wie in Realiter begehen die Eroberer grausame Verbrechen an den Weißen und werden dabei von der Politik in Schutz genommen. Vielmehr hilft die Polizei bei der Bekämpfung des kleinen Haufens jener, welches dieses groteske Bubenstück durchschaut haben und den Kaiser als das bezeichnen, was er ist. Raspails Werk endet mit dem Untergang Europas.
Von den Politikern im Stich gelassen, wirken die einfachen Menschen, wie sie dort am Strand in Cadiz stehen, fast wie Dodos. Der Vogel Dodo, welcher auf Mauritius heimisch war, starb etwa um das Jahr 1690 aus. Der Grund hierfür war der, daß er aufgrund von Mangel an Feinden kein natürliches Flucht- oder Verteidigungsverhalten besaß. So wurde er zur leichten Beute der europäischen Seefahrer und der Tiere, welche jene mit auf die Insel gebracht hatten. Wie der Dodo hat der Durchschnittseuropäer in den letzten siebzig Jahren sein Verteidigungsverhalten verloren. Die Gründe hierfür sind vielfältig und nicht Thema dieser Zeilen. Nach siebzig Jahren scheinbaren Friedens sieht er sich plötzlich einer neuen Gefahr gegenüber, welcher er nichts entgegenzuhalten weiß, außer einiger erzürnter Worte. Erzürnte Worte, aus denen die Verzweiflung spricht. Seine Landsleute, seine Familie und er selbst werden täglich zu Opfern jener Volksgruppen, welche Europa zu nehmen gewillt sind. Vom Parteiensystem jedweden westeuropäischen Landes haben sich die Völker dieses ruhmreichen Kontinents nichts zu erhoffen. Sie selbst sind es, die aufstehen und ihre alten Instinkte wieder erwecken müssen. Ansonsten werden sie wie der Dodo eines Tages – und dieser scheint nicht in allzu ferner Zukunft zu liegen – aussterben.