Im Gespräch mit Julian Fritsch – Teil 2

Einleitung: Julian Fritsch alias Makss Damage gehört sicherlich zu den bekannteren nationalen Musikern. Das Thema nationalistischer Rap sorgt immer noch für manche Diskussionen, zuletzt hatte er auch durch das Lied „FCK FSN“ für Aufsehen gesorgt. Wir haben ihn zum Gespräch über nationalen Rap und die mögliche Zukunft der nationalen Bewegung gebeten. Den ersten Teil findet man hier.

 

Der III. Weg: Du hast ja wie viele Musiker im nationalen Bereich dein eigenes Musikprojekt gegründet und dabei auch u. a. ein Mobilisierungslied für eine Demonstration veröffentlicht, warst aber niemals Mitglied einer nationalen Partei oder einer bestimmten Gruppierung oder hast für diese auch mittels deiner Musik Werbung gemacht. Das, was man in Italien oder auch in der Ukraine oder Russland teilweise hat, die Verbindung von Musikgruppe an eine politische Organisation, gibt es in Deutschland so nicht. Stattdessen wird mehr oder weniger Inhalt in den Äther geblasen und gehofft, dass der Hörer sich schon einer beliebigen nationalen Gruppe anschließen wird. Tatsächlich scheinen sich aber leider viele einfach nur als passive Hörer und Konsumenten zu betätigen, was sich ja auch in der Diskrepanz zwischen der Verbreitung nationaler Musik, insbesondere übers Internet, und der doch recht überschaubaren Anzahl politischer Aktivisten zeigt. Wie siehst du daher die Zukunft der nationalen Musik und ihre Rolle im politischen Widerstand?

Nach seinem ersten Soloalbum veröffentlichte Makss Damage mittlerweile auch ein Mixtape, auf dem auch neue N-Rap-Künstler vertreten sind.

Julian Fritsch:
Unsere Musik darf nichts anderes sein, als eine politische Waffe. Sie muss scharf und geladen sein und bei Bedarf schießen! Wenn Geld eine übergeordnete Rolle spielt, verblasst der Nutzen und Sinnhaftigkeit nationaler Musik. Ich verstehe es besser als viele andere, dass ein Künstler gerne von seiner Musik leben möchte. Viele nationale Künstler hätten das verdient, auch wenn es leider bei den meisten nicht funktioniert. Ich respektiere es, wenn es jemand schafft von seiner Musik o.ä. zu leben. Er darf bloß nicht vergessen, wo er herkommt und wofür er das alles in erster Linie macht! Die Sache muss immer an erster Stelle stehen!

Du hast Recht, wenn Du sagst, dass es eine engere Verknüpfung von Politik und Musik geben muss! Gigi hat beispielsweise einen großen Teil dazu beigetragen, als er während seines Auftritts in Themar mit Standartenträgern des „III. Weg“ gemeinsam auf der Bühne stand. Schade, dass trotz dieses gelungenen Aufeinanderzugehens, dann kurz nach dem Konzert ein übertrieben kritischer und teils beleidigender Netz-Artikel aus den Reihen des „III. Weg“ kam. So sehr man einigen nationalen Musiklabels- und Produzenten übelsten Kapitalismus unter Ausnutzung unserer Weltanschauung vorwerfen muss, so leider auch manchen politischen Aktivisten eine überhebliche Haltung gegenüber Veranstaltern und Besuchern solcher Konzerte. Musikszene und politische Bewegung stehen trotz allem in einem gewissen Wechselverhältnis zueinander. Nationale Musik inspiriert politische Aktivisten bei ihrer Arbeit und politische Gruppierungen inspirieren durch ihre Arbeit wiederum nationale Musiker. Ein engerer Zusammenschluss ist längst überfällig! Ihr als „III. Weg“ habt z. B. großes Potenzial, dabei eine tragende Rolle zu spielen!

Der III. Weg: In der Vergangenheit hast du ja einige zweifelhafte Personen angesprochen, zuletzt hattest du ja mit einem Lied gegen den umstrittenen Konzertveranstalter Patrick Schröder für Aufsehen gesorgt. Wir wollen an dieser Stelle die Kontroversen rund um diese Person nicht erörtern, dazu gibt es seit Jahren ausführliche Stellungsnahmen, Protokolle und diverses andere Material beider Seiten im Internet, sodass sich jeder sein eigenes Bild von der Sache machen kann. Relevanter als manche Zeile, die sich gegen ihn als Person richten, erscheinen uns dabei die anscheinend oft überhörten folgenden:
„Der das Vielfache kassiert / doch nichts in die Bewegung steckt / und jetzt meckert dass die Bewegung im Elend steckt/ vergiss die Szene jetzt gibt’s Klartextpassagen“
„Und an die Leute, die jetzt Spalter schreien/ wegen euch wird der NW (nationaler Widerstand) zum Altenheim/ ihr zieht gemeinsam an einen Strang mit jedem Einbrecher und geldgeilen Kameradenschwein/ der nächste klaut die Kasse und taucht ein halbes Jahr später woanders wieder auf/ fickt die Alte wenn der Kamerad im Knast sitzt und ihr wundert euch, dass niemand unseren Werten mehr vertraut/ ihr seid dieselben die flennen, dass die Bewegung stirbt/ aber nicht wollen dass man den Dreck aus der Bewegung wirft“
„Und damit das niemand in den falschen Hals kriegt / das hier ist nicht irgendein privater Kleinkrieg/ mir ist scheißegal ob ich Likes krieg dafür/ hier geht’s um den Kampf den wir eigentlich führen/ den um Rasse und Nation, Deutschland, Kampfzeit/ Bande aus Blut, teutonischer Kampfgeist“
„Diese Bewegung ist ein Teil von mir/ doch weil manch einer immerzu die eigenen Reihen verdirbt/ und jedes Schwein hier mit einquartiert/ darf man sich nicht wundern wenn die Bewegung zum Schweinestall wird“
„Würden manche etwas mehr Konsequenz zeigen/ müsste ich nicht diese Sorte von Track schreiben“
Wenn man sich diese Zeilen betrachtet, könnte man die Meinung bekommen, dass du mehr am aktuellen Zustand des nationalen Lagers zu kritisieren hast, als nur ein bis zwei Personen? Wie stehst du zum Thema „Szene und Bewegung“, das ja im Moment wieder viel diskutiert wird?

Julian Fritsch: Die Person Patrick Schröder ist nun mal eng verknüpft mit der teilweise gravierenden Verkommenheit des „nationalen Lagers“ und deshalb nicht wirklich davon zu trennen. Natürlich gibt es noch andere „Schröders“, aber er ist halt ein Paradebeispiel für Falschheit, Prinzipienlosigkeit und Fokussierung auf geschäftliche Interessen. Er würde, wenn der Gegenwind nicht so stark wäre, unsere Grundsätze über Bord werfen, den NW zu einem konservativen Karnevalsverein umgestalten und dann endlich den Kontostand erreichen, nach dem er schon seit Jahren giert. Dieser Mensch ist die mit Abstand gelungenste Personifizierung von Verrat und Heimtücke. Gesinnungslumpen wie er und Daniel Franz (Vendetta) sind es, die diese Bewegung seit Jahren zugrunde richten! Die Repressalien des Staates wiegen sicherlich noch schwerer. Aber die Befreiung von Parasiten (wie ….) wird nicht vom Staat verhindert, sondern von seinen Geschäftsfreunden, die durch die Angst um ihre eigenen Profite getrieben werden. All dem einen Riegel vorzuschieben, ist und bleibt Aufgabe des Teils des NW`s namens Bewegung! Die Szene kann das nicht erledigen, da sie nicht mehr ist als eine Marionette, an den Fäden von Schröder und seinen Freunden.

Meine von Dir zitierten Textzeilen spiegeln allesamt das wieder, wofür Patrick Schröder steht: Beliebigkeit, Vetternwirtschaft, maßlose Bereicherung, Taktiererei unter Verspottung unserer elementarsten, weltanschaulichen Grundsätze. Nicht zu vergessen, die öffentliche Schmähung Adolf Hitlers durch ihn und seinen maskierten Verräterfreund. Die Beiden stehen exemplarisch für alles, was diese Bewegung endlich hinter sich lassen muss, wenn sie noch einmal fundamental erstarken und glorreich werden will, im sich anbahnenden letzten Kampf um Deutschland!

Makss Damage beim „Rap am Kreuz“ diesen Jahres
Makss Damage beim „Rap am Kreuz“ diesen Jahres

Der III. Weg: Betreffend der in deinem Lied angefangenen Kritik des aktuellen Zustands: Im Moment kann man so etwas wie einen Stillstand im sogenannten Nationalen Widerstand beobachten. Während ein Teil wie ein Hase vor der Schlange vor der „Konkurrenz“ der sogenannten „neuen Rechten“ steht, versucht ein anderer Teil diese wahlweise zu kopieren oder sich ihnen anzubiedern. Eine nicht unerhebliche Menge von Personen hat sich ganz abgewandt oder hält verzweifelt an Durchhalteparolen und dem gleichen Kurs wie seit einigen Jahren fest. Neue Konzepte oder auch nur langfristige Taktiken und Strategien sind für uns, außerhalb unserer eigenen Partei, nicht oder nur bei wenigen Einzelgruppen oder –personen erkenntlich. Wie siehst du die Zukunft des radikalen, nationalen und sozialistischen Widerstandes?

Julian Fritsch: Der NW steht definitiv an einem Scheideweg. Er wird sich entweder fundamental verändern oder langsam untergehen. Das ist im Übrigen auch so ziemlich der einzige Punkt, in dem ich mit Patrick Schröder übereinstimme. Bloß vertritt er die Ansicht, wir müssten unsere „überholten“ Grundsätze aufgeben, die „Hitlersekte“ zerschlagen und uns inhaltlich der Identitäten Bewegung und anderen weichgespülten „Patrioten“ annähern. Das könnten wir natürlich tun. Dann verkämen wir zu einem peinlichen Abklatsch der Neurechten, würden noch weniger ernst genommen werden und ganz nebenbei einen heiligen Kampf aufgeben, und dabei uns wie auch unsere Vorkämpfer aufs Billigste verraten. Schröder hätte aber als gerissener Geschäftsmann einen geschäftlichen Spagat zwischen NS-Merchandise und neurechten Absatzmärkten geschafft.

Die andere Alternative ist, endlich wieder zu unseren blutgetränkten Wurzeln zurückzufinden, eine überfällige Selbstreinigung durchzuführen und auf fruchtbarem Boden neu zu wachsen. Dazu muss zuallererst die Einigung möglichst vieler weltanschaulich konsequenter Kämpfer unter einem Banner vollzogen werden. Dann wird es endlich möglich sein, flächendeckend Schulungen jedweder Art durchzuführen. Das Ergebnis von Schulungen weltanschaulicher und physischer Art sind in vielerlei Hinsicht gestählte Kämpfer. Gestählte Kämpfer mit Charakter beeindrucken Interessenten und überzeugen sie, sich dem Kampf anzuschließen. Vorbilder sind Gold wert! Das Potential ist ja vorhanden, aber es will genutzt werden!

Diese beiden Optionen werden dem NW aufgezeigt. Die kommende Zeit wird zeigen, wie viel Charakter noch in den sogenannten „nationalen Sozialisten“ steckt. Und wieviele auf den trügerischen, vom Feind gelegten, schwarz gelben Lambda-Pfad wechseln oder sich in peinlicher Schwäche von ihm blenden lassen werden. Verzweiflung hat ja schon so manchen guten Kämpfer zum Wanken gebracht. Jetzt heisst es schlicht hart bleiben! Wenn wir uns säubern und einigen, wird unsere Zeit noch einmal kommen. Ansonsten war`s das halt!

Der III. Weg: Wir leisten unseren Beitrag dafür, dass diese Zeit möglichst bald kommt. Für uns ist daher immer auch interessant, wie andere Nationalisten unsere Bewegung sehen, kannst du vielleicht einmal deinen Eindruck von uns als Außenstehender schildern und was würdest du unseren Aktivisten sagen?

Julian Fritsch: Ihr macht nach außen hin einen disziplinierten Eindruck, vermittelt Einigkeit und rege Aktivität. Nach meinen bisherigen Erfahrungen, achtet ihr darauf, nur arbeitswillige und einigermaßen gefestigte Bewerber aufzunehmen. Positiv ist auch hervorzuheben, dass ihr es schafft, unter einem Banner zu kämpfen, das optisch Tradition vermittelt und dabei trotzdem nicht altbacken wirkt. Um Euer Innenleben fachgerecht zu bewerten, fehlen mir die nötigen Einblicke. Der Außenwirkung nach zu urteilen, tippe ich auf Struktur, Hierarchie und gründliche Schulungen. Vielleicht ist es am Ende der „III. Weg“, der den brauchbaren Teil des NW`s absorbiert… das Potential zum Wachsen ist schließlich vorhanden! Nur in manchen sehr eigenständigen Aktionen, wie dem oben angesprochenen, übertrieben formulierten Artikel gegen das Stahlgewitter-Konzert, bedarf es meiner Meinung nach einer gewissen Mäßigung oder Regulierung von Oben. Ansonsten, weiter so!

Der III. Weg: Vielen Dank, dass du dir die Zeit für dieses Gespräch genommen hast! Zum Abschluss noch eine Frage: Zuletzt wurdest du ja von diversen sozialen Medien wie YouTube oder Facebook gelöscht bzw. gesperrt, so wie es auch uns oder dem bekannten Nationalisten Frank Kraemer ergangen ist. Wenn man über deine Projekte am Laufenden bleiben will oder dich bzw. nationalen Rap unterstützen möchte, wie kann er das am besten tun?

Julian Fritsch: Momentan habe ich zwei Facebook-Privatprofile. „Julian Fritsch“ und „Julian Wessel“. Das ist momentan der einzige Weg auf FB zu agieren. Schickt mir eine Freundschaftsanfrage, wenn ihr wollt. Ansonsten sollte meine neue Netzseite auf www.makss-damage.net jetzt bald mal online gehen. Dort wird sich dann auch vieles abspielen. Momentan findet man unter der Adresse auch noch meinen Shop, den ich aber aufgrund der FB und YT-Zensur bald schließen werde. Auf Youtube noch Videos zu veröffentlichen, macht für mich z. B. überhaupt keinen Sinn mehr. Die löschen und sperren alles. Ich habe dort keine offizielle Vertretung mehr. Auf Facebook sind Makss Damage Künstlerseiten auch nicht mehr möglich. Ein kleiner Ersatz ist meine Seite „2033 Kampfzeit“, die sich aber hauptsächlich mit Weltanschauung beschäftigt. Meine Musik-Videos erscheinen nur noch über dailymotion.com, wie auch das „Fuck F$N“ Video.