Neues Material – Asoziale Zeitarbeit abschaffen!

Der immer weiter ausartende Kapitalismus hat in Deutschland eine Gesellschaft erschaffen, in der immer größere Massen zugunsten einer ebenso wachsenden Minderheit von Profiteuren immer weiter verarmen und aus materieller Sicht der Mittelstand zunehmend unter die Räder gerät. Einer dieser Auswüchse, die diesen Prozess beschleunigt, ist das Modell der sogenannten Zeit- und Leiharbeit. Ursprünglich in den USA Ende der 40er Jahre entstanden, breitete sich dieses Konzept des modernen Sklavenhandels später auch in Europa aus. In Deutschland wurde im Rahmen der Agenda 2010 unter der damaligen rot-grünen Regierung Schröders der unregulierten Zeitarbeit unter der Floskel „Flexibilisierung des Arbeitsmarktes“ Tür und Tor geöffnet. Seitdem nutzen immer mehr Unternehmen zum Zwecke der „Gewinnmaximierung“ dieses Prinzip schamlos aus, um Arbeitnehmerrechte abzubauen, an Personalkosten zu sparen und sich im Zuge der Rationalisierung unerwünschten Teilen der Belegschaft schneller entledigen zu können.

Wer hat euch verraten? Sozialdemokraten!

Das Florieren dieser Branche liegt in der Arbeitsmarktpolitik der herrschenden politischen Klasse sowie in den Interessen der mit der Politik immer mehr verwobenen Wirtschaft begründet, denn alles was man an sozialen Leistungen für die Stammbelegschaft errungen hat, kann man mit der Beschäftigung von Leiharbeitern wieder einsparen. Der von dem früheren rot-grünen Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit Wolfgang Clement (SPD) um den Passus „Ein Tarifvertrag kann abweichende Regelungen zulassen“ ergänzte Text des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes hebelte die angeblich festgeschriebenen, gleichen Bedingungen hinsichtlich Lohn, Urlaub und Arbeitszeit für Stamm- und Leiharbeiter über die Hintertür wieder aus und macht es profitgierigen Unternehmern möglich, weiterhin an einer Zwei-Klassen-Gesellschaft unter den Beschäftigten für die gleiche Arbeit festzuhalten.

Zeitarbeit ebnet skrupellosen, kapitalistischen Machenschaften den Weg!

Schlecker machte es Anfang 2010 vor, wie man Gewinn maximiert und Arbeitnehmerrechte abbaut, denn diese Firma schloss kleinere Filialen, entließ die Mitarbeiter, baute in unmittelbarer Nähe sogenannte XL-Läden auf und stellte die entlassenen Mitarbeiter über die konzernverbundene Zeitarbeitsfirma Meniar wieder ein. Für die Betroffenen bedeutete das bis zu 50 % weniger Lohn, einen auf das gesetzliche Minimum reduzierten Urlaub, sowie den Wegfall von Weihnachts- und Urlaubsgeld, obwohl sie dieselbe Arbeit verrichten mussten wie zuvor. Selbst in dem angeblich arbeitgeberfreundlichen Klüngel aus SPD und DGB ist Zeitarbeit an der Tagesordnung, wie z.B. bei der Ver.di-nahen DAA Job Plus GmbH, die ganze 80.000 Zeitarbeiter beschäftigt, zum Teil unter der Mindestlohngrenze.

Zeitarbeit ist asozial und zum Teil sogar illegal

Zeit- und Leiharbeit bedeutet eine Zwei-Klassen-Gesellschaft innerhalb eines Betriebes, häufige Verstöße gegen Tarif-, Urlaubs- und Lohnfortzahlungsbestimmungen und im Durchschnitt 30% weniger Einkommen für die gleichen Tätigkeiten. Hinzu kommt eine Art dauerhafte „Arbeit auf Probe“, nicht zuletzt dank der „Scheinwerksverträge“, die durch einen, von der Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) erlassenen Gesetzesentwurf trotz der vollmundigen Ankündigung, nach spätestens 9 Monaten seien Leiharbeiter mit der Stammbelegschaft gleichgestellt, durch eine Klausel begünstigt wurden und Unternehmen bei illegaler Überlassung von Arbeitnehmern weiterhin die Möglichkeit bieten, Zeitarbeiter auf Dauer schlechter zu stellen.
Zeitarbeit bedeutet ferner eine neue Bürokratisierung und Wettbewerbsverzerrung, denn die Arbeitnehmer werden zu billigsten Konditionen an Unternehmen „vermietet“. Zusätzlich müssen Zeitarbeitnehmer oft Hartz-IV-Aufstockung beantragen, werden also auf Kosten des Steuerzahlers subventioniert, oder müssen gar noch weitere Nebenjobs ausführen, denn die Löhne bleiben oftmals erheblich unter dem, was überhaupt zum Leben reicht.

Für die Unterdrückten! Gegen die Ausbeuter!

Ziel der Partei der III.Weg ist die sofortige Abschaffung der Zeit- und Leiharbeit und die Stärkung von Arbeitnehmerrechten gegenüber der Wirtschaft. Die gewaltigen Vermögensumsätze, die Firmeneigentümer und Aktienmillionäre erwirtschaften, sind vom arbeitenden Volk geschaffene Werte, welche aus der Verantwortung für die Volksgemeinschaft heraus auch wieder zum Volk zurückgeführt werden müssen, anstatt die arbeitenden Massen dauerhaft in einem Zustand chronischer Unterbezahlung und unsicherer Beschäftigungsverhältnisse gefangen zu halten. Arbeit muss sich wieder lohnen und vor allem ein Gefühl dauerhafter Sicherheit vermitteln, damit unsere Landsleute wieder in der Lage sind, sich Existenzen aufzubauen und Familien zu gründen. Ferner fordern wir zusätzlich eine Gewinnbeteiligung der Belegschaft an Großbetrieben, um den, in solchen größeren Unternehmen beschäftigten Menschen, eine Teilnahme am Anwachsen des wirtschaftlichen Wohlstands zu ermöglichen, anstatt sie mit Brotkrumen abzuspeisen, die man ihnen über zwischengeschaltene Fremdagenturen zukommen lässt.

Treten Sie mit uns in Kontakt und helfen Sie uns, unsere Vision eines deutschen Sozialismus zu ermöglichen!

Um unseren Protest gegen die asozialen Zustände, die durch Zeit- und Leiharbeit immer mehr um sich greifen, Ausdruck zu verleihen, gibt es neues Material in unserem Materialvertrieb. Neben Dina7 Aufklebern gibt es auch den obigen Text in etwas gekürzter Form als Flugblatt im Angebot.





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