Zu Ehren von Eleonore Prochaska

Wer gestalten und formen will, muss zunächst sich selbst formen. Denn nur, was der Mensch in sich selbst geworden ist, kann er in Wahrheit in seinem Volke sein. Wie viele Persönlichkeiten vor uns, folgen auch wir dem Befehl unseres Gewissens. Der materialistische eingestellte Mensch erklärt uns für verrückt, was unseren Stolz und unsere Würde ausmacht. Sie folgen lieber dem Ruf der Dekadenz, eine Erscheinung die uns den Volkstod bringen wird und wir diesen ablehnen. Die großen Persönlichkeiten unseres Volkes haben nie nach Geld und Besitz gestrebt – sie trieb allein die Idee, der Drang, die Sache um ihrer selbst willen voranzubringen.


Was wir heute rückblickend auf die Geschichte unseres Volkes werten, sind die ganzen, vollen Menschen, die großen Persönlichkeiten. Zu diesen Persönlichkeiten zählt auch Eleonora Prochaska. Sie gab ihr Leben für die Freiheit ihres Vaterlandes und ist auch heute noch Symbol für den Freiheitsdrang unseres Volkes. Deshalb schweigen die Demokraten diese Personen gerne tot. Doch tot sind nur jene, die vergessen sind.

Deshalb versammelten sich Mitglieder und Interessenten unserer Partei, um Marie Christiane Eleonore Prochaska zu gedenken. Wir konnten erfahren, dass sie unter ärmlichen Verhältnissen im 18 Jahrhundert in Potsdam aufgewachsen ist und im Großen Militärwaisenhaus in Potsdam eingewiesen wurde, in der sie von der preußischen Strenge erfuhr. Als 1806 Napoleon in die preußische Hauptstadt Berlin einzog, brodelte es in einigen Menschen, doch schwieg die Masse. Vereinzelt konnte man vom Widerstand gegen die Besatzer erfahren, doch wurde dieser durch französische Militärgewalt immer wieder gebrochen. Es fehlte zu jener Zeit das Gefühl der Zusammengehörigkeit. Ab 1810 diente Prochaska als Köchin in einem Potsdamer Bürgerhaus und zeigte Interesse an die Volksaufstände in Spanien und Tirol gegen Napoleon.


Mit dem Aufruf „An mein Volk“ wandte sich der preußische König Friedrich Wilhelm III. am 17. März 1813 an sein Volk und bat um die Unterstützung für den Kampf gegen Napoleon. Mit 28 Jahren schrieb sich Eleonora unter den Namen August Renz in die Stammrolle des Jägerdetachements des 1. Batallions des Lützowschen Freikorps ein. Sie wurde eine geachtete und gefürchtete Kämpferin. In der Schlacht an der Göhrde wurde sie im September 1813 schwer verwundet, als sie versuchte einen verletzten Kameraden aus der Kampflinie zu tragen. Erst jetzt wurde ihr wahres Geschlecht entdeckt. Wenige Wochen später erlag sie ihren Verwundungen in Dannenberg Eine Zeitungsmeldung vom 07. Oktober 1813 machte ihre Geschichte bekannt, von dort an, galt sie als Heldin, deren glühender Patriotismus immer wieder ein Denkmal gesetzt wurde. So auch 1889 in Potsdam zu ehren „Der Heldenjungfrau zum Gedächtnis.“ So zollte ihr Ludwig van Beethoven eine Schauspielmusik, bestehend aus einem Kriegerchor, einer Romanze, einem Melodram und einem Trauermarsch.


Eleonora war nicht die einzige Frau, die neben ihren Waffenbrüdern zu den Fahnen der Freiheit eilte und dem Befehl des Gewissens folgte. Viele andere folgten ihr, so wie Friederike Krüger oder Johanna Stegen.
Sie alle sind Persönlichkeiten und dienten einer höheren Sache, damit ihr Volk selbstbestimmt in einer freien Heimat leben konnte.

So wie einst Theodor Körner schrieb, gelten auch heute noch die folgenden Worte:
Doch wir sehn’s im Aufschwung unserer Jugend, In des ganzen Volkes Heldengeist: Ja, es gibt noch eine deutsche Tugend, Die allmächtig einst die Ketten reißt. Wenn auch jetzt in den bezwungnen Hallen Tyrannei der Freiheit Tempel bricht: Deutsches Volk, konntest fallen,
Aber sinken kannst du nicht.





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