Ein Blick in den Abgrund

Es soll ja immer noch Menschen geben, die einfach nicht verstehen können, warum die Presse in den letzten Jahren in den Augen vieler Menschen an Glaubwürdigkeit verloren hat und man Journalisten mancherorts mit Ablehnung oder sogar Feindseligkeit begegnet. Man könnte gegenüber diesen Menschen, die tendenziöse und einseitige Berichterstattung der Medien bei bestimmten Themen oder auch deren Weigerung über gewissen Themen zu berichten, anführen, doch wer wirklich wissen will, warum den Medien Verachtung entgegengebracht wird, sollte einen Blick in die Kolumnen und Kommentare von Spiegel, FAZ und Co. werfen. Was hier Woche für Woche die Spitzenjournalisten der BRD zum Besten geben, zeigt, wie nichts anderes, die Geisteshaltung, die in den Redaktionen dieser Republik vorherrscht.

Beispielsweise schrieb vor einiger Zeit die Spiegel Kolumnistin Sibylle Berg in einem Kommentar mit dem Titel „Mit Rechten reden – Unendlich öde!“, dass „die Zeit des Redens vorbei“ sei, sowie einige Zeilen weiter unten Folgendes: „Vielleicht ist der Schwarze Block, die jungen Menschen der Antifa, die Faschisten mit dem einzigen Argument begegnen, das Rechte verstehen, die einzige Bewegung neben einem digital organisierten Widerstand, die eine Wirkung hat.

Was Frau Berg hier ihren Lesern vorsetzt, ist nichts anderes als ein Aufruf zur Gewalt gegen diejenigen, die in ihren Augen und denen des roten Mobs Faschisten sind. Es geht hier allerdings nicht um Frau Berg, denn so viel Unrat sie auch produzieren mag, ihre literarischen Ergüsse stellen noch lange nicht den Tiefpunkt dessen dar, für was „respektable“ Zeitschriften bereit sind, Geld zu zahlen. Kommen wir also zur TAZ, Frau Hengameh Yaghoobifarah und ihren Artikel mit dem Titel „Deutsche, schafft Euch ab!“.

Wir empfehlen jedem, selbst einen Blick in den genannten Artikel zu werfen, denn wir werden ihn hier nicht zusammenfassen, da es nichts zum Zusammenfassen gibt. Während Berg, Augstein und andere sich zumindest noch in Argumentationen versuchen und ein Mindestmaß an Substanz liefern, setzt Yaghoobifarah von Anfang bis Ende fast ausschließlich auf Beleidigungen der untersten Schiene, die im Grunde auf „Deutsche sind dumm, rassistisch und hassen Moslems“ hinauslaufen. Besonders auffallend ist ihre Vorliebe dafür, Deutsche als „Kartoffeln“ zu bezeichnen, etwas, dass man ansonsten nur auf den Schulhöfen von art- und kulturfremden Hauptschulen zu hören bekommt, und einen recht guten Eindruck liefert, mit welchem Niveau wir es hier zu tun haben.
Vielleicht ist es aber auch besser, wenn Frau Yaghoobifarah sich auf infantile Schmähungen beschränkt, denn versucht sie sich dann doch einmal in etwas anderem, kommen Dinge dabei heraus, für die einem schlicht und ergreifend die Worte fehlen.

So schreibt sie, dass Thomas de Maizière vorschlug, auch muslimische Feiertage neben den christlichen einzuführen. Einen Absatz weiter erklärte sie, dass eine Onlineumfrage ergeben habe, dass die meisten Menschen in der BRD allerdings muslimische Feiertage ablehnen würden, und im übernächsten Satz erklärt sie die Angst vor einer Islamisierung zur Paranoia. Eine Schlussfolgerung, so irrsinnig und verdreht, dass wir keine Worte drauf verschwenden werden.
Auch die restlichen Artikel Yaghoobifarahs laufen auf neomarxistisches Geheul über Rassismus, Sexismus und jegliche andere denkbare und undenkbare Form der Diskriminierung hinaus, was nicht überrascht, wenn man weiß, dass sie auch für das Missy Magazine schreibt, eine feministische Zeitschrift, deren Inhalt jeglicher Beschreibung spottet.
Es stellt sich natürlich die Frage, warum wir uns überhaupt mit derartigem Unsinn beschäftigen. Zum einen wäre da natürlich der offensichtliche Hass auf Deutsche, doch Hass auf die Deutschen allein ist zu kurz gegriffen. Die Verachtung, die aus den Artikeln Yaghoobifarahs und anderer wie ihr spricht, richtet sich gegen die gesamte europäische Kultur. Yaghoobifarah liefert uns einen sehr erkenntniskritischen Einblick in die Gedanken dieser Menschen, zwar nicht in ihren Artikeln, dafür aber in einem Interview mit der Frauenzeitschrift Vogue. Der Artikel selbst, sowie das darunter eingebettete Video, befassen sich grob mit dem Selbstbild Yaghoobifarahs und ihren, nennen wir es, inneren Konflikten.

Yaghoobifarah beschreibt ihren allgemeinen Zustand der Verunsicherung und Verwundbarkeit. Besonders auffällig ist ihre Aussage, dass sie eine Zeit lang versucht habe, jeden Hauch von Weiblichkeit an sich zu zerstören, da sie ihrer Meinung nach in einer Gesellschaft leben würde, die Weiblichkeit hasst. Nach eigenen Angaben identifiziere sie sich momentan mit keinem Geschlecht und sei stattdessen „geschlechterlos oder geschlechterfluide“. Ganz allgemein spricht sie davon, das Gefühl gehabt zu haben, nirgends hinzugehören und auf der Suche nach der eigenen Identität zu sein. Weiterhin spricht sie darüber, dass sie aufgrund ihres Übergewichtes Diskriminierung und Ablehnung erfahren habe, sich aber nun den Schönheitsstandards der Gesellschaft widersetzte. Dieser Punkt ist wichtig, denn aus ihm spricht beispielhaft der Antrieb, der hinter etlichen neomarxistisch Konzepten steht. Die Rede ist von der Rebellion der Minderwertigen.

Yaghoobifarah scheint ganz offensichtlich ein Mensch zu sein, der nicht mit den Erwartungen, die die Gesellschaft an sie richtet, umgehen kann. Sie stellt fest, dass sie diesen Erwartungen nicht entspricht, ist aber, aus welchen Gründen auch immer, nicht bereit oder in der Lage, sich selbst zu ändern, um ihnen zu entsprechen. Nun gab und gibt es ja schon immer Menschen, die in diesen oder jenen Punkten aus der Reihe fallen. Die meisten von ihnen fanden sich jedoch damit ab, ein wenig anders zu sein, da sie die innere Stärke und Festigkeit besaßen, die Erwartungen der Gesellschaft zu ignorieren. Anders gesagt, lebten diese Menschen nun nach ihren eigenen Normen, Werten und Standards. Yaghoobifarah tut dies nicht, auch wenn sie dies behauptet.

So sagt die im Interview mit Vogue zwar: „An einem Punkt in meinem Leben habe ich erkannt, dass ich gar nicht schön sein muss. Zu wissen, dass ich niemanden Schönheit schulde, gibt mir Kraft. Mir meinen Körper anzueignen und meine Selbstwahrnehmung von einer Außenwahrnehmung zu lösen finde ich ermächtigend.“ Im Onlinemagazin Vice findet sich jedoch ein Gastbeitrag von ihr, in dem sie die Wahrnehmung, die andere Personen von ihr haben, kritisiert. Der erste Teil dieses Artikels ist für das, um was es uns hier geht, besonders interessant. Dort beschreibt sie, warum der Sommer sie als dicker Mensch besonders ärgert. Unter anderem schreibt sie dazu: „Und gleichzeitig der allgegenwärtige Wahn um den sogenannten „Beach Body“. Mehr nackte Haut heißt automatisch mehr Angriffsfläche für Hater.

Ein paar Zeilen weiter schreibt sie dann: „Sonnengerötet, mit eingeschränkten Garderobenoptionen, verschmiertem Make-Up und verschwitzt ist es viel schwieriger, sich vor dem Spiegel einzureden, dass man eigentlich doch ziemlich cute ist. Ich hasse den Sommer. Manche dieser Phänomene beschäftigen mich während der restlichen neun Monate des Jahres nicht so dringlich.

Dies sind nicht die Worte einer Person, der die Normen der Außenwelt egal sind, dies sind die Worte einer Person, die sich ihrer Unzulänglichkeiten nur allzu bewusst ist, es jedoch, verständlicherweise, hasst, dran erinnert zu werden.

Das, was wir weiter oben als die Rebellion der Minderwertigen bezeichnet haben, entsteht aus dem inneren Konflikt, der hier herrscht. Die Person ist nicht in der Lage sich anzupassen, kann sich aber auch nicht von den Erwartungen, die an sie gestellt werden, lossagen. Die hieraus resultierende Spannung entlädt sich schließlich irgendwann in der Ablehnung gegen Normen und Erwartungen überhaupt, weil sie als ständige Erinnerung an die eigenen Fehler dienen.
Es ist diese Ablehnung, die den Wahn erklärt, mit dem die moderne Linke Strukturen und Formen jeglicher Art zerstören will. Ob nun Geschlechterrollen, Schönheitsideale oder was auch immer, all dies stellt Anforderungen an das Individuum, Anforderungen, vor denen sich die moderne Linke fürchtet, weil sie ahnt, dass sie ihnen nicht genügt und an ihnen versagen wird. Aus diesem Minderwertigkeitskomplex entspringt auch der Hass der Linken auf Eliten im Allgemeinen, da diese, wie nichts anderes, Erfolg verkörpern und der Erfolg anderer eine Erinnerung an den eigenen Misserfolg ist.
Das traditionelle Europa mit seinem starken Sinn für Ordnung und Hierarchie, beides Dinge, die den Menschen fordern und Erwartungen an ihn stellen, muss somit zwingendermaßen die Verbitterung dieser Menschen wecken. Ist man sich dessen bewusst, versteht man auch, warum allein der Gedanke an Deutschland oder sogar Preußen, das Land der Ordnung schlechthin, bei ihnen nichts als blinde Zerstörungswut hervorruft.





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