Zwickau: Antifa, Gewerkschaft und Hochschule Hand in Hand

Anfang November, genauer am Sonnabend, den 04.11.2017, fand in den Räumlichkeiten der Westsächsischen Hochschule Zwickau eine obskure Veranstaltung unter dem Motto „If the kids are united against racism“ statt. Das Treffen wurde vom linksalternativen Verein „Roter Baum e.V.“ organisiert. Außerdem beteiligten sich Punker und Nachwuchsantifas aus der sogenannten „Barrikade“ – einem linksgerichteten Jugendtreff am Stadtrand von Zwickau, desweiteren der linke Stadtrat René Hahn, sowie das sogenannte „Bündnis für Demokratie und Toleranz“.
Alle Organisatoren stehen auch außerhalb dieses Rahmens in engem Kontakt und arbeiten intensiv zusammen. So auch während der aktuell noch laufenden sogenannten „Novembertage“, in deren Rahmen nur sehr dürftig besuchte Veranstaltungen stattfinden, die sich gegen vermeintliche rechte Hetze und Nationalismus richten.

Die musikalische Untermalung zum Festival für die ‚vereinten Kinder gegen Rassismus‘ wurde von vier einschlägigen Bands übernommen, darunter als Headliner die linksextreme Moskauer Hardcoreband „210“. Um der ganzen Sache einen vermeintlich politisch wertvollen Inhalt zu verleihen, fanden im Vorfeld zwei Workshops zu den Themen „Meinungsbildung in Zeiten des Populismus“ und „Wie umgehen mit Hass im Internet?“ mit einer anschließenden Diskussionsrunde statt. Zum ersten Workshop referierte die Journalistin Tanja Goldbecher. Der zweite Vortag wurde von Julia Schramm abgehalten, einer Autorin und Mitglied im Landesvorstand der LINKEN.

Im Vorfeld der Veranstaltung konnte man beobachten, wie sich in Zwickau dagegen Widerstand regte und sich die kritische Aufmerksamkeit auf diesen Abend lenkte. So wurden an der Hochschule unzählige Flugblätter verteilt, die deutlich den Unmut, vor allem über die Kooperation der WHZ mit diesen Linksextremisten, zum Ausdruck brachten. Außerdem verschwanden Werbetafeln und Plakate gegen die Veranstaltung klebten rund um den Campus „Scheffelberg“ Zwickau. Es ist erfreulich, zu sehen, dass auch andere Bürger Zwickaus nicht mehr tatenlos bei einem solchen Ereignis zusehen wollen. Desweiteren konnte die Hochschule zu einer Stellungnahme bewegt werden. Darin wurde deutlich, dass die Veranstalter beispielsweise zur politischen Neutralität aufgerufen wurden und man laut Aussage der Verantwortlichen der Hochschule zukünftig verstärkt darauf achten will, wer in ihren Räumen auftritt.

Zum Veranstaltungstag selbst: Offizieller Beginn war um 18 Uhr, Einlass ab 17 Uhr. Nationale Aktivisten waren ab 17.30 ebenfalls vor Ort. Um sie herum war der Aufbau noch in vollem Gange, im Hintergrund lief Musik und die ersten Gäste trafen ein. Es war festzustellen, dass es sich ausnahmslos um Leute aus dem extrem linken Lager handelte, ein Großteil davon war extra für die Veranstaltung nach Zwickau angereist. Politisch neutral gesinnte Personen waren weit und breit nicht zu erblicken. Dies ist erfreulich, zeigt es doch nur, was bereits im Vorfeld sowieso absehbar war. Nämlich, dass das Interesse für eine solche Veranstaltung nur in den eigenen Reihen des linken Spektrums vorhanden ist.

Einer von vielen Aufklebern rund um den Veranstaltungsort

Die dekorative Gestaltung des Raumes ließ bereits im ersten Augenblick auf ein linksextremes Konzert schließen. Von einer politisch neutralen Diskussion war man dank aufgehängter Antifa – Flagge und anderen linksextremen Plakaten selbstredend weit entfernt. Man hatte auch nicht das Gefühl, auf einer Veranstaltung für ernsthafte politische Bildung zu sein, da von Beginn an die Bierflaschen ploppten. Auch der Aufsteller des Bündnisses für Demokratie und Toleranz ging neben den anderen Dekoartikeln förmlich unter. Stehen die allseits geforderten Werte also im Hintergrund, wenn es darum geht, das allseits bekannte Naziphantom zu bekämpfen?

In einem Vorlesungssaal der Hochschule trafen nach und nach sage und schreibe 12 Teilnehmer ein. Um einen Einstieg ins Thema zu finden, wurden zwei Artikel zum allseits beliebten Asylthema ausgewählt. Nach dem der Inhalt grob wiedergegeben wurde, sollten nun alle Teilnehmer in einer Diskussion den Populismus im Text analysieren. Die Richtung wurde schnell klar. In den vorgestellten Artikeln würde nur Hetze gegen Asylbewerber betrieben werden, die Bevölkerung zur Selbstjustiz angehalten werden und es gelte, unsere Werte und Normen vor den Invasoren zu schützen. Danach wurde ein Text in Schriftform ausgeteilt mit einem Artikel über den parteilosen Bundestagskandidaten Heiko Richter. Richtigerweise wurde dieser als Fahne im Wind erkannt. Mit dem Hinweis, verschiedene Quellen und Medien zu nutzen, sowie sich eine grundlegende Skepsis gegenüber der Intention der Nachrichtenquellen zu bewahren, fand der erste Workshop nach einer Stunde sein Ende.

Unterm Strich wurden viele Sätze zum Thema gesagt, die so grundsätzlich richtig sind. Es ist korrekt, dass auf der einen Seite uns das Feindbild vom hilfebedürftigen aber bösen Ausländer und auf der anderen Seite der menschenfressende und beängstigende Nazi aus der Nachbarschaft präsentiert wird. All das dient nur dazu, um die Diskussion der breiten Massen auf einem möglichst niedrigen Level zu halten. Denn es ist grundsätzlich einfacher, gegen eine bestimmte Personengruppe am Stammtisch zu hetzen, als das gesichtslose System in Frage zu stellen. Zweiteres bedarf einer durchaus höheren Argumentationsebene und ist im Umkehrschluss umso ernüchternder. Dieser Weitblick zu den Geschehnissen fehlte in der Diskussion erwartungsgemäß gänzlich, ließ man doch lieber die Nazikeule schwingen.

Nach einer halben Stunde Pause und einem Spaziergang auf dem Hochschulgelände begann der zweite Workshop zum Thema „Hass im Netz“. Die Referentin Julia Schramm stellte das Thema durch angebliche persönliche Erfahrungen dar, die sie im Laufe ihrer politischen Arbeit machen durfte. Dabei erwähnte sie in den ersten Sätzen, dass sie bereits psychotraumatische Probleme aufgrund ihrer Vergangenheit habe. Selbst von einem politisch neutralen Standpunkt wäre es nun äußerst fraglich, ob eine solche Person überhaupt noch in der Öffentlichkeit auftreten oder sich nicht vorrangig um die eigene Genesung kümmern sollte. Nach kurzer Zeit wurden bereits die ersten Methoden an der Tafel entwickelt, die jeder privat bei Cybermobbing anwenden könne. Darunter beispielsweise das Benutzen der Blockierungsfunktion oder der Meldefunktion. Auch ein Ironisieren der Angriffe übers Netz sollte dem Gemobbten helfen. In wieweit diese Möglichkeiten ihren Zweck erfüllen, ist fraglich. Nachdem weitere Minuten vergangen waren, wurde sie auf ihre Bomber Harris Aktion 2014 angesprochen. Man hatte als Zuschauer kurzzeitig das Gefühl, sie würde die Fassung verlieren und in Tränen ausbrechen. Über den gesamten Vortrag machte Julia Schramm einen psychisch labilen Eindruck, sichtlich gezeichnet von den Strapazen durch das Internet. Nach kurzem Überlegen gab sie eine Stellungnahme zu diesem Thema ab. Erstens wirkte sie bei der Aktion der antideutschen Exhibitionistinnen in Dresden nur unterstützend aus ihrem Solidaritätsgefühl heraus und zweitens sollte sich diese Aktion nur gegen die Instrumentalisierung des Gedenkens richten. Zu ihrem Post von 2014 via Twitter meinte sie nur, dass es sich dabei um missverstandenen Sarkasmus handeln würde. Sie fügte im Anschluss hinzu, dass sie die Aktion bereuen würde, hauptsächlich, da sie solche gesundheitlichen Probleme davontrug.

An dieser Stelle ein paar kritische Worte zu ihrer Stellungnahme. Zuerst einmal auf ihre ihre digitale Aussage eingehend. Wie allen bekannt sein sollte, kann man dem schriftlichen Wort weder die Gefühle, noch die Mimik und Gestik der Quelle entnehmen. Beispielsweise kann ein fröhlicher Autor einen zornigen Text verfassen, ohne dass der Leser auf den tatsächlichen Gemütszustand schließen kann. Noch schwieriger gestaltet es sich bei sarkastischen Aussagen. Dies wurde auch von den 23 Teilnehmern des Workshops unwesentlich vorher so festgestellt. Unabhängig von Sarkasmus oder nicht, gleicht diese Aussage einer verbalen Ohrfeige, auf die jeder Mensch in irgendeiner Weise reagieren würde. Es mag die wenigen geben, denen es gefällt, Schläge zu kassieren. Es mag diejenigen geben, denen es völlig egal ist und dann gibt es den Großteil, die sich energisch und entschlossen dagegen aussprechen. Liegt nun also der Fehler darin, dass die Menschen darauf reagiert haben oder vielleicht nicht doch eher in der ausgeteilten Ohrfeige? Wir alle kennen den Spruch: Wer austeilt, muss auch einstecken können! Wenn man das Echo nicht verträgt, dann hält man sich in der Aktion zurück. Welche Absichten Julia Schramm mit ihrer Aktion tatsächlich verfolgte, weiß nur sie selbst. Fest steht, dass eine solche Tat unverzeihlich gegenüber unseren Vorfahren sowie den Menschen ist, die sich ihres kulturellen Erbes bewusst sind.

Nachdem dieses Thema nun im Workshop behandelt wurde, wurde die Runde mit der Frage, woher all dieser Hass käme, aufgelockert. Dabei wurde von Einsamkeit bis Minderwertigkeitskomplexe alles genannt. Um den Vortrag abzuschließen, wurde noch in aller Deutlichkeit gesagt, wie entschieden man gegen Nazis in der Gesellschaft vorgehen müsse und ihnen wieder das Fürchten lehren sollte. Danach mündete es in eine Fragerunde, die bis zum Ende des Workshops anhielt.

Nach dem beide Referate beendet waren, fand im Anschluss eine Diskussionsrunde statt.

Schlussendlich lässt sich nun feststellen, dass die Westsächsische Hochschule Zwickau dem Anspruch der politischen Neutralität in keinster Weise gerecht wurde. Ein öffentlicher Ort bot linken Extremisten der Antifa Raum für die Durchführung dieser Veranstaltung. Menschen, die zum Völkermord am eigenen Volk aufrufen, wurde ein Podium geboten.
Volkstreue Kräfte in Zwickau werden dieses Treiben auch beim nächsten Mal genauestens verfolgen und in angemessener Form darauf reagieren. Denn in Zwickau gilt wie überall, kein Fußbreit antideutscher und volksfeindlicher Hetze. Antifa-Banden gehören mit allen Mitteln konsequent bekämpft!

Noch ein paar Impressionen der Veranstaltung:

Die Aula am Campus Scheffelberg war Veranstaltungsort

 

Der linke Stadtrat René Hahn beim Aufbau

 

Ein volles Haus sieht anders aus