Umweltschutz ist Heimatschutz

In einer schnelllebigen und hektischen Zeit, wie der heutigen, in der jeder von einem Termin zum nächsten eilt und man kaum noch die Augen vom neuesten „Smartphone“ richten kann, wird der Blick für seine Umwelt immer weiter in den Hintergrund gedrängt. Selbst der Gang zum nächsten Mülleimer, um seinen „To go“-Kaffeebecher (denn für eine Tasse Kaffee im Sitzen fehlt die Zeit) und seine Zigarette zu entsorgen, passt nicht in den vollen Terminplan, also wird alles im nächstbesten Gebüsch „entsorgt“.
Jeder spricht von „Nachhaltigkeit“, „Umweltschutz“ und „Regionalität“. Diese Themen sind von großer Bedeutung! Dennoch denken die meisten Menschen dabei an Firmen, Konzerne und an die Produktion von Gütern. Allerdings fängt es bei jedem Einzelnen an. Im Alltag, ob zu Hause, auf der Straße, in der Freizeit oder auf der Arbeit. Es betrifft uns alle!
Wenn man an einem sonnigen Wochenende mit seinen Kindern zum Strand fährt, möchte man doch eine saubere und ungefährliche Badestelle vorfinden. Das Gegenteil ist nur leider oft der Fall – seien es Glasscherben im Sand oder Überbleibsel des letzten Picknicks einer Familie vorher. Alleine eine achtlos weggeworfene Zigarette kann Waldbrände auslösen und wenn nicht, dann gelangen die Schadstoffe spätestens überall mit dem Regenwasser ins Grundwasser und belastet dieses. Eine Hochrechnung kam zum Ergebnis, dass in Berlin durchschnittlich 2,7 Millionen Zigaretten auf nur einem Quadratkilometer Boden zu finden seien (Anke Putschew, Leiterin des chemischen Labors TU Berlin, 2014).
Beinahe überall findet man achtlos weggeworfenen Müll auf den Straßen, Wäldern und Grünflächen, sogar auf Spielplätzen.
Daher haben sich die Mitglieder des Stützpunktes Mittelmark-Havel im Monat November dem Thema: „Umweltschutz ist Heimatschutz“ gewidmet. Sie verteilten Flugblätter, um die Bürger für diese Thematik zu sensibilisieren, sie sammelten Abfall von öffentlichen Spielplätzen und säuberten Denkmäler. Hierbei fand man unter anderem Glasscherben im Sandkasten, zahllose Zigarettenstummel, Verpackungen aller Art und Pizza-Kartons. Man kam auch mit vorbeikommenden Passanten ins Gespräch und bekam Zuspruch von vielen Seiten.
Wenn jeder von uns wenigstens auf sein eigenes Verhalten und seine eigene Umwelt Acht gibt, dann sind wir zumindest für unsere Kinder und unser Umfeld ein gutes Vorbild und können dadurch etwas bewegen.