Ingolstadt: Linksextremer Flaschenwerfer vor Gericht

Das Amtsgericht Ingolstadt verurteilte am 3. November 2017 einen linksextremen Gewalttäter zu eineinhalb Jahren Gefängnis ohne Bewährung. Der wegen eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz vorbestrafte 27-Jährige schleuderte am 9. April 2016 eine Glasflasche auf die Teilnehmer einer Demonstration des „Nationalen und Sozialen Aktionsbündnis 1. Mai“. Nach Ansicht des Gerichts hätte die Flasche aufgrund ihrer hohen Flugkurve schwere Verletzungen verursachen können, sofern sie jemanden getroffen hätte.

Die Tat ereignete sich, als der friedliche nationale Demonstrationszug die Konrad-Adenauer-Brücke überquert hatte. Eine Zusammenrottung, bestehend aus den üblichen Verdächtigen, also dunkel gekleideten und teilweise vermummten Linksextremisten, umringt von allerlei Gutmenschen aus den Reihen der Partei „Die Grünen“ und dem obligatorischem Blödel-Bündnis „Ingolstadt ist bunt“ hatte sich an der Aufzugsstrecke versammelt. Der Angeklagte schleuderte heimtückisch eine 0,33 Liter Bierflasche in hohem Bogen auf die Personen an der Spitze des nationalen Demonstrationszuges.

Aus dieser Gruppe heraus erfolgte der gefährliche Flaschenwurf
Aus dieser Gruppe heraus erfolgte der gefährliche Flaschenwurf

Nur durch Glück wurde niemand getroffen und möglicherweise schwer verletzt. Die Flasche zersplitterte zwischen den Füßen der volkstreuen Aktivisten. Der vermummte Täter versuchte sich nach dem feigen Wurf abzusetzen. Was er jedoch nicht wusste, hinter ihm stand ein verdeckter Ermittler der Polizei. Dieser verfolgte den Linksextremisten, welcher sich nach der Tat absetzte und in einem scheinbar unbeobachteten Moment abseits des Geschehens seine Vermummung ablegte. Der Tathergang und die Absetzbewegung im Nachgang sprechen schon für eine immense kriminelle Energie und gewisse Erfahrung in der Begehung von derartigen Straftaten.

Die volkstreuen Demonstranten setzten ihren Weg durch Ingolstadt natürlich fort. Bis in die späten Abendstunden zog der antikapitalistische Protestzug lautstark durch Ingolstadt (siehe auch: Antikapitalistischer Aktionstag in Süddeutschland).

Volkstreue Demonstration am 9. April 2016 in Ingolstadt
Volkstreue Demonstration am 9. April 2016 in Ingolstadt

Das Amtsgericht war von der Schuld des 27-Jährigen überzeugt. Dieser ist zudem bereits schon einmal wegen eines Sprengstoffdelikts in Erscheinung getreten. Wegen versuchter schwerer Körperverletzung und einem Verstoß gegen das Vermummungsverbot erhielt der Mann eine Strafe von 16 Monaten Gefängnis ohne Bewährung. Das Gericht bescheinigte dem Linksextremisten bei der Tatausübung zudem eine „Menge krimineller Energie“.

Ob das Urteil auch vor dem Landgericht Bestand haben wird, bleibt abzuwarten. Der Verteidiger des Flaschenwerfers kündigte an, Berufung einzulegen. Nicht selten werden Urteile gegen kriminelle Linksextremisten von der Justiz in den höheren Instanzen aufgehoben oder bis zur Lächerlichkeit herabgesetzt.





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