Razzia gegen Linksextremisten

Fast sind sie schon im alltäglichen Gerede über „Rechtsruck“, „Dunkeldeutschland“ und Donald Trump in Vergessenheit geraten, die G20-Krawalle. Man hätte denken können, dass es in dieser Sache bei einigen mehr oder weniger harten Alibiurteilen gegen „Einzeltäter“ bleibt und man die Sache ansonsten unter den Teppich zu kehren versucht. Jetzt, geschlagene vier Monate, nachdem der rote Terror Hamburg in ein Schlachtfeld verwandelte, führte die Polizei in acht Bundesländern Razzien gegen an den Ausschreitungen beteiligte Linksextremisten durch. Waren dem Staat die Bilder der Machtlosigkeit, die aus Hamburg um die Welt gingen, doch eine Lehre? Wohl kaum.
Zum einen sind vier Monate natürlich ausreichend Zeit, um auch das letzte Beweisstück verschwinden zu lassen. Zum anderen wusste die linke Szene ohnehin Bescheid, was bevorsteht, und konnte so alle nötigen Schritte einleiten. So wurde diverser Presseberichte zufolge schon am Nachmittag des Vortages über den Kurznachrichtendienst „Signal“ vor möglichen Hausdurchsuchungen im Zusammenhang mit „BlockG20“ gewarnt. Da hieß es u.a.: „Aufräumen, Elektrogeräte ausmachen und in andere Wohnungen bringen, alle Dinge im Zusammenhang mit Juli vernichten (Papier, Klamotten).“ Am Abend konnte man dann sogar beobachten, wie einige Linke ganz öffentlich über Twitter dazu aufforderten, mal „ordentlich aufzuräumen“. Woher die, von den Linken selbst als „gesichert“ bezeichneten Informationen stammen, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht klar. Ob die Informationen nun von einem einfachen Polizisten, niederen Beamten oder einem der zahlreichen Sympathisanten linksextremer Gewalt in hohen politischen Positionen stammten, ist dabei kaum von Bedeutung. Klar ist, dass die vermeintlichen linken Systemfeinde gute Verbindungen mit dem „Feind“ pflegen, den sie ach so verbittert zu bekämpfen vorgeben.
Auch die Polizei schien nur wenig besorgt, dass sensible Informationen über eine solche groß angelegte Aktion an die Öffentlichkeit gelangen konnten. Der Leiter der Sonderkommission „Schwarzer Block“ Jan Hieber erklärte einfach unbekümmert, dass bei Einsätzen dieser Größenordnung immer die Gefahr bestehe, dass Informationen nach außen gelangen könnten und seine Kollegen bei einem Objekt das Gefühl gehabt hätten, erwartet zu werden.
Man bedenke den Aufschrei der Empörung, der durch die Republik gegangen wäre, hätte es sich hierbei nicht um Linke, sondern um Rechte gehandelt, und der Leiter der Ermittlungen würde schulterzuckend erklären, dass solche Pannen nun mal vorkommen, dass seine Beamten jedoch nur bei einem Objekt das Gefühl(!) gehabt hätten, erwartet zu werden. Jedoch sollte sich jeder bewusst sein, dass derartige Vergleiche anzustellen zwar aufgrund der offensichtlichen Doppelstandards verständlich, am Ende aber zwecklos sind. Wer meint, dass in diesem Land dieselben Spielregeln für alle gelten oder auch nur meint, diese einfordern zu können, hat immer noch nicht verstanden, was hier wirklich los ist.
Es sollte daher auch niemanden wundern, dass einige bestimmte prominente linke Zentren nicht von der Aktion betroffen waren. Die Polizei durchsuchte zwar diverse Privatwohnungen sowie das „Linke Zentrum Lilo Herrmann“ in Stuttgart und das „Rote Zentrum“ in Göttingen, seltsamerweise wurde jedoch weder das KTS in Freiburg noch die „Rote Flora“ in Hamburg von den Beamten besucht. Bei beiden handelt es sich um linke Szenetreffs, die eine zentrale Rolle bei den G20-Krawallen spielten, aber offiziell nichts mit dem konkreten Ermittlungsfall „Rondenbarg“ zu tun haben.
Warum man grade diese Orte, wenn sie doch von offensichtlich besonderer Bedeutung sind, nicht durchsuchte? Nun vielleicht fürchtete man sich vor den unvermeidlichen Racheakten der linken Szene, grade in linken Hochburgen brennen des Öfteren ja die Polizeiautos auf ihren Parkplätzen. Womöglich fürchtete man sich aber auch nicht vor den Linken selbst, sondern vielmehr vor deren Sympathisanten in den Parlamenten.
Als in Hamburg noch Scherben zerschlagener Fenster die Gehwege zierten, waren die üblichen Verdächtigen sofort zur Stelle, um die blinde Zerstörungswut des Mobs zu relativieren. Ein Verhalten, das keineswegs Einzellfallcharakter hat. Wo auch immer Linke und Polizisten aneinandergeraten, sind die allseits bekannten Heuchler der Linkspartei oder der Grünen bereit, um mit erhobenem Finger auf die Polizei zu zeigen. Und nie ist sich die Systempresse zu schade, diesen Leuten eine Plattform zu bieten, von der aus sie ihre Lügen und Halbwahrheiten verbreiten können.
Als aktuelles Beispiel ließe sich der vor kurzem in Hannover stattgefundene AfD-Bundesparteitag und das Geschrei nennen, welches entstand, weil die Polizei es doch tatsächlich wagte, den hasserfüllten Mob davon abzuhalten, den Parteitag einer demokratischen Partei zu verhindern.
Bedenkt man dies, ist klar, warum die Polizei nur allzu oft einen eher sanften Kurs im Umgang mit Linken wählt. Während sich der einfache Polizist auf der Straße wohl nur wenig um das Geplärr verkappter Kommunisten schert, aber sehr wohl daran interessiert sein könnte, den Linken zu zeigen, was er von „ACAB“ oder Ähnlichem hält, ist der Polizeidienst auf den höheren Ebenen mehr Politik als alles andere. Auch dort wird man verständlicherweise dem „Fuck the Police“-Pack nur wenig Liebe entgegenbringen, doch wem seine Karriere lieb ist, ahnt, dass er dies besser nicht allzu offen zeigt und erst recht keine Taten folgen lässt.





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