Mehrheit der Studenten will „Ernst Moritz Arndt Universität“ behalten

Vom 27. November 2017 bis zum 08. Dezember 2017 fand eine elektronische Umfrage zur angestrebten Namensänderung der Ernst Moritz Arndt Universität in Greifswald statt. Die zur Diskussion gestellten Namensvarianten erschöpfen sich im bisherigen Namen der Ernst Moritz Arndt Universität und der einfachen Universität Greifswald. Das Ansinnen, den Namen der Universität auf Greifswald zu reduzieren, wird seitens des Hochschulsenats mit fadenscheinigen Ausreden zu begründen versucht, selbst gegen erhebliche Proteste (siehe: hier  und hier). Mit dem Ergebnis der Umfrage dürfte feststehen, dass eine Umbenennung seitens der Studenten, weiteren Mitarbeitern sowie den akademischen Mitarbeitern nicht gewünscht ist. Insgesamt wollen 48,66 % der Teilnehmer an der Befragung den ursprünglichen Namen beibehalten und nur 34,38 % eine Änderung herbeiführen. Obgleich die Beteiligung an der Meinungsbildung mit nur knapp 33 % äußerst niedrig ausfällt, so spricht sie doch eine deutliche Sprache. Einzig die Gruppe der Professoren weist eine dem Hochschulsenat beipflichtende Ansicht auf, was in der Natur der Sache liegt und eher weniger mit den, gegenüber Arndt aufgeworfenen und aus dem geschichtlichen Kontext gerissenen Diffamierungen, zusammenhängt. Allerdings scheint in dem Fall das letzte Wort noch nicht gesprochen, denn das Meinungsbild ist nicht mit einer Abstimmung oder Wahl gleichzusetzen und zudem wirkt es für den Senat nicht bindend.
Was im Zusammenhang mit dem aktuellen Ergebnis der Meinungsbildung und der Abstimmung im Senat auffällt, ist der Umstand, dass 12 eher links orientierte studentische Mitglieder des Hochschulsenats einen Antrag auf Streichung des Namens einbrachten (siehe: Universität Greifswald legt Namen Ernst Moritz Arndt ab), um dementsprechend zu wählen. 12 Personen, also eine Minderheit. Offenkundig gibt es auf dem Campus kein wirkliches Interesse (siehe Umfrageergebnis) an einer Namensänderung der Universität. Somit ist anzunehmen, dass die ohnehin im Hochschulsenat anzutreffenden links-orientierten studentischen Mitglieder, nach einer opportunen Möglichkeit suchten, ihre verquere Weltsicht als Minderheit der Mehrheit per decretio aufzudrücken. Des Weiteren können oder konnten sie mit der Rückendeckung von Professoren und Mitarbeitern im Hochschulsenat rechnen. Immerhin benötigte man bei 12 eigenen Stimmen nur noch 12 weitere, um die notwendige Zweidrittelmehrheit zu erreichen. Hierbei half ihnen sicherlich die Argumentation zu ihrem Antrag, indem sie zwar ihre internationalistische Indoktrination bezeugten, aber von Nachteilen für die Uni fabulierten. Es muss auch Erwähnung finden, dass derartige Leute geschichtliche Gegebenheiten aus ihrem zeitbezogenen Kontext reißen, um in der Gegenwart damit Politik zu betreiben. Aufgrund des wirklichkeitsfremden Weltbildes ist man heute in der trefflichen Situation, die Aussagen, Schriften oder Lieder aus der Vergangenheit in despektierlicher Form zu propagieren. Bekanntlich ist einigen Menschen das Hemd näher als das Jackett, was eine charakterliche Schwäche darstellt und hier eine Rolle gespielt haben dürfte. Denn wer von den Gelehrten und sonstigen Mitarbeitern will sich schon gern zu einem Förderer eines im heutigen Denkmuster und verklärt dargestellten „Rassisten“ erklären lassen? Das wiederum wird den linkslastigen Ausschlag bei der Abstimmung im Hochschulsenat gefördert haben. Im Anschluss der Abstimmung im Hochschulsenat erging ein Schreiben zur Erteilung der Genehmigung hinsichtlich der Namensänderung der Ernst Moritz Arndt Universität an das verantwortliche Ministerium. Man wähnte sich am Ziel seiner perfiden Träume, jedoch lehnte das Ministerium den Antrag wegen eines formellen Fehlers ab. Ob der Fehler dem Zufall anzulasten ist, oder jemand sein Gewissen wiedergefunden hat, bleibt reine Spekulation.

Wie an dem Sachverhalt sehr deutlich hervortritt, ist nicht das geschichtliche Ereignis als diabolisch zu betrachten, sondern es sind jene Psychopathen, welche mittels der Entstellung von geschichtlichen Gegebenheiten und einem pathologischen Zeitgeist Politik treiben.