Karl-May-Festspiele in Radebeul: Südstaatenflagge in der Diskussion

Die Gutmenschenmafia fordert ein Verbot der Südstaatenflagge auf dem nächsten Karl-May-Festspiel im sächsischen Radebeul. Die Stadt lehnt dies ab und fährt eine andere Strategie.
Zu den sächsischen Karl-May-Festspielen treffen sich jedes Jahr Westernfans, die sich mit der Geschichte des amerikanischen Bürgerkriegs befassen. Dabei wird von manchen die Südstaatenflagge, auch als Dixie- oder Konföderierten-Flagge bezeichnet, gehisst. Das Symbol ist in Gutmenschenkreisen umstritten, da diese damit Rassismus und Sklaverei verbinden.
Mit diesem Thema wurde vor wenigen Wochen die Stadtverwaltung Radebeul von Dana Weber von der Florida State University, einer sogenannten Wissenschaftlerin, konfrontiert. Diese behauptet in ihrem Schreiben an die Stadt, daß die Südstaatenflagge auf viele Amerikaner wie eine Nazi-Flagge wirken würde. Daher fordere sie die Stadt zu einer Stellungnahme auf. Gerade in jüngster Zeit wäre die Dixie-Flagge wieder verstärkt in den USA sichtbar und hätte an politischer Bedeutung gewonnen.
„Mir tut das richtig weh, denn ich bin mir sicher, dass die Reenactors, die diese Flagge in Radebeul hissen, keinesfalls die extrem-rassistische politische Richtung vertreten, zu welcher in den USA das Dixie-Banner inzwischen gezählt wird“, erklärte Weber gegenüber der Sächsischen Zeitung (SZ).
Kulturamtsleiter Alexander Lange hat sich nun in der letzten Sitzung des Kulturausschusses zum Thema geäußert und sieht in der Fahne ein weithin anerkanntes Symbol des amerikanischen Südens. In Deutschland habe laut Lange die Flagge für viele Biker und Anhänger der Country- und Westernmusik-Szene keine rassistische Bedeutung. Sie werde vielmehr als Zeichen von Freiheit und Rebellentum angesehen.
Die Festorganisatoren wollen nun aber den Gutmenschen entgegenkommen und im nächsten Jahr beim Fest eine Diskussionsrunde zur Südstaaten-Flagge anbieten. Dazu sollen Vertreter der Botschaft der USA und die sogenannte Wissenschaftlerin Dana Weber eingeladen werden. Das ganze Getöse wird bestimmt wieder auf Kosten des Steuerzahlers finanziert.





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