Fazit des Fackellaufs: Wir tragen das „Licht für Dresden“ weiter

Vom 26. Dezember 2017 bis zum 31. Dezember 2017 haben Aktivisten unserer Partei ein Feuer durchs Land getragen. Es ging von Würzburg, dem Veranstaltungsort des „Ein Licht für Dresden“-Fackelmarsches im Jahre 2017, bis nach Nordhausen, wo heuer die zentrale Gedenkkundgebung unserer Partei stattfinden wird. Über einen Liveticker wurden Interessierte fortlaufend über aktuelle Infos zu der Unternehmung informiert. Das Ziel der Reise wurde dabei erst am Schluss verraten.
Die Idee zu der Aktion kam im Sommer auf. Wir wollten gemeinsam, in der Art der olympischen Fackelläufe, das Licht weitertragen und auf diese Art natürlich auch auf unser Anliegen aufmerksam machen. Auf unserem Parteitag am 30. September 2017 wurde die Idee erstmals vorgestellt und potentielle Teilnehmer aufgefordert sich zu melden. Alsbald hatte man einige Unterstützer zusammen und so wurden die entsprechenden Routen ausgearbeitet, die Läufer auf diese verteilt und das ganze Drumherum (Notdienste für Unfälle, Quartiere etc.) organisiert. Der Stützpunkt Pfalz verlegte sogar seine traditionelle Winterwanderung in den Thüringer Wald, um so das Licht auf der Etappe von Meiningen bis nach Friedrichroda zu tragen.

Gedenken stand im Vordergrund des Laufes

Als Zeitraum für das mehrtägige Unternehmen war die Zeit zwischen Weihnachten und Sylvester optimal. Die Zeiten für die einzelnen Etappen waren sehr großzügig mit einem Zeitpuffer, der je nach Schwierigkeit der Route bis zu zwei Stunden betrug. Schließlich ist es nicht immer einfach in einer fremden Umgebung nachts bei widrigen Witterungsverhältnissen und auf einer Strecke von ca. 30 Kilometer den richtigen Weg zu finden. Ebenso eingeplant in die Route wurden Denkmäler für die gefallenen Soldaten der letzten Kriege wie auch für Opfer der Terrorbombardements auf deutsche Städte während des Zweiten Weltkrieges. Hier hielten die Lichtträger jeweils inne und entzündeten mit der Flamme jeweils weitere Kerzen.

Kerzen an einem Eingang zum ehemaligen Luftschutzkeller in Schweinfurt in den frühen Morgenstunden des 27. Dezember 2017 entzündet
Kerzen an einem Eingang zum ehemaligen Luftschutzkeller in Schweinfurt in den frühen Morgenstunden des 27. Dezember 2017 entzündet

 

Am 29. Dezember 2017 in Friedrichsroda am Denkmal für die 135 Bombentoten des Angriffs vom 6. Februar 1945
Am 29. Dezember 2017 in Friedrichsroda am Denkmal für die 135 Bombentoten des Angriffs vom 6. Februar 1945

Augenmerk lag auch auf sportlicher Herausforderung

Glücklicherweise kam es nicht dazu, dass sich Läufer verlaufen haben. Alle Teilnehmer der 12 Etappen fanden frühzeitig ihre Ziele. Die Gruppe aus der Uckermark und Berlin betrachtete ihre Etappe bei dem Lauf – wohl gemäß preußischer Tradition – als sportliche Herausforderung und traf fünf Stunden (!) vor der errechneten Ankunftszeit in Bad Langensalza ein. Die Zeit von 2 Uhr nachts bis um 7 Uhr morgens zur Ablösung durch die nächsten Läufer zu überbrücken wurde dann auch gleich zur zweiten, nicht weniger sportlichen Herausforderung für die schnellen, überpünktlichen Läufer aus dem Norden.

Die Nürnberger Läufergruppe schien ebenfalls auf der Suche nach besonderen Herausforderungen zu sein.
Die Nürnberger Läufergruppe schien ebenfalls auf der Suche nach besonderen Herausforderungen zu sein.

58 plus 10 Kilometer-Marsch

Zwei Aktivisten aus dem Gebietsverband West sind gleich zwei Etappen nacheinander gelaufen. Um 0:45 Uhr am 28. Dezember 2017 sind die Beiden in Mellrichstadt gestartet. Über Umwege erreichten sie Meiningen nach ca. 25 Kilometern. Dort hatten sie etwa zwei Stunden Aufenthalt, bis die nachfolgende große Wandergruppe des Gebietsverbandes West eintraf und startete. Von Meiningen aus ging es zu einer Unterkunft am Rennsteig. Die Strecke war ca. 33 Kilometer lang und erst gegen 21:30 Uhr wurde das Ziel erreicht. Die beiden hatten somit am 28. Dezember 2017 ca. 58 Kilometer zurückgelegt und sind ca. 800 Meter aufgestiegen. Die Wachphase betrug mit Vorbereitung und Anfahrt aus ihren Heimatorten ca. 33 Stunden, die reine Marschzeit ca. 16 Stunden. Am darauffolgenden Tag den 29. Dezember 2017 ging es dann nach kurzer Nacht noch ca. 10 Kilometer bis nach Friedrichroda. Eine ganz ordentliche Leistung der beiden jungen Aktivisten!

Nach 68 Kilometern etwas erschöpft. Zwei Aktivisten unserer Partei aus dem Gebietsverband West
Nach 68 Kilometern etwas erschöpft. Zwei Aktivisten unserer Partei aus dem Gebietsverband West

Nur wo du zu Fuß warst …

Jeder der insgesamt ca. 40 Beteiligten der Aktion hat seine eigenen Erfahrungen mitgenommen und sei es nur die, dass es suboptimal ist, bei einem Marsch über 30 Kilometer die neuen Wanderstiefel einzulaufen. Viele Eindrücke wurden aufgesogen, sowohl wenn man in stockfinsterer Nacht durch menschenleere Straßen lief oder auf windigen Höhenwegen unterwegs war, begleitet nur von dem Geräusch der Schritte und dem Klappern der Petroleumlaterne, welche mit ihrem warmen Licht den Weg leuchtete. Auch tagsüber gab es viele Eindrücke die aufgenommen wurden. Gemäß den Worten Goethes „Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen.“ haben die Teilnehmer auf dieser Unternehmung ein Stückchen Heimat entdeckt.

Im Thüringer Wald, das Tagesziel liegt irgendwo am Horizont
Im Thüringer Wald, das Tagesziel liegt irgendwo am Horizont

 

Sonnenuntergang vor Bad Neustadt an der Saale
Sonnenuntergang vor Bad Neustadt an der Saale
Bei Cumbach leuchtet der Mond eindrucksvoll in den lichten Wald hinein
Bei Cumbach leuchtet der Mond eindrucksvoll in den lichten Wald hinein
Über Feldwege in Richtung Abtsbessingen
Über Feldwege in Richtung Abtsbessingen
Durch Schnee den Rennsteig hinauf
Durch Schnee den Rennsteig hinauf

295 Kilometer zu Fuß zurückgelegt

Auf den insgesamt 295 Kilometern des Fußweges von Würzburg bis nach Nordhausen begegnete man natürlich auch vielen Menschen, welche – die mit einer Petroleumlampe ausgerüsteten und daher nicht gerade alltäglich anmutenden Wanderer – nach dem Hintergrund ihres Unterfangens fragten. So entwickelten sich einige gute Gespräche, in welchen die Fragenden über die Aktion aufgeklärt wurden.
Der Erfolg der Aktion an sich, wird sich letztendlich am 17. Februar 2018 in Nordhausen messen lassen. Auf diesem Wege sei auf jeden Fall noch einmal jedem Mitwirkenden des Laufes gedankt, ebenso wie den zahlreichen Interessierten, welche die Meldungen des Tickers mitverfolgt und regelmäßig geteilt haben.

Entzünden der Flamme in Würzburg an der Kriegsgräberstätte für die Bombenopfer
Entzünden der Flamme in Würzburg an der Kriegsgräberstätte für die Bombenopfer
Am Ziel in Nordhausen an der Gedenkstätte für die Opfer der Terrorbombardements
Am Ziel in Nordhausen an der Gedenkstätte für die Opfer der Terrorbombardements

Der Live-Ticker mit vielen Bildern zum Nachlesen und -schauen:  Liveticker: Wir tragen das „Licht für Dresden“ weiter und sind am Ziel





2 Kommentare

  • Als ein seit einem halben Jahrhundert in den USA lebender Deutscher freue ich mich darüber, dass es in der Bundesrepublik Menschen gibt, die sich trotz der gesetzlich betriebenen Einschüchterungsmethoden bezüglich des 2. Weltkriegs nicht alles gefallen lassen. Ist es nicht eine Schande, dass es im heutigen Deutschland keinen Staatsfeiertag im Gedenken der gefallenen Wehrmachtssoldaten und der Opfer der Bombenangriffe gibt? Oder irre ich mich da?

    Walter Pfaeffle 12.01.2018
  • Eine schöne Leistung, auf die man stolz sein kann. Das schafft nicht jeder. Besonders aber der Zweck dieser Aktion ist sehr eindrücklich.
    Sportliche Betätigung, unsere schöne Heimat mit eigenen Augen sehen und dabei den Verteidigern des Vaterlandes, sowie den zivilen Opfern
    gedenken, die im Kampf gegen ausländische Invasoren gefallen sind oder von entmenschter Soldateska, entweder aus der Luft oder auf dem Lande, ermordet wurden. Es ist gut, das nichts vergessen und vergeben wird. Denn, wer vergessen wird, stirbt zum zweiten Male, aber dann für immer.
    Dafür meinen tiefempfundenen Dank an alle Teilnehmer und an die Erfinder dieser Aktion.

    Kai 10.01.2018

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