Schreib Deniz!


Unter größter Bestürzung und heftigster Erregung tobte die Nachricht von der Inhaftierung des WELT-Korrespondenten Deniz Yücel in der Türkei durch den bundesdeutschen Blätterwald. Deniz, eine der wohl edelsten antideutschen Federn der Nation, ist dem treuen Leser unserer Parteiseite als Meisterautor goetheschen Genies bekannt, welcher mit seinem ihm so unnachahmlichen Charme stets die herzerweichendsten Liebesbekundungen an das deutsche Volk bekundet hat, daß selbst ein Catull neidisch wäre. Wie könnten wir seine Worte, nein, seine Verkündung vergessen, wie er den deutschen Geburtenrückgang als „Völkersterben von seiner schönsten Seite“ bezeichnet hat? Durch brillanteste Analysen wissenschaftlich höchsten Ranges fand Deniz mehrere Möglichkeiten, den entstehenden freien Lebensraum zu nutzen. Um seine Leser nicht zu überfordern, beschränkte er sich auf diese: Deutschland zwischen Polen und Frankreich aufteilen, auf eBay versteigern, an die Palästinenser verschenken, ein Naherholungsgebiet daraus machen oder schlicht in einen Rübenacker verwandeln. Warum man heuer überhaupt noch Machiavellis Fürst liest, wenn man einen Yücel zur politischen Problemlösung hat, ist unverständlich. Gerade wenn man bedenkt, daß er nicht nur die extrem linke Leserschaft der „taz“, sondern auch die bürgerlichen Biedermeier der „Welt“ mit seinen geistigen Ergüssen versorgte und damit spektrenübergreifend seinen Hassgesang gegen das deutsche Volk unter dasselbige brachte.

Im Übrigen betätigte sich unser Deniz auch als Sexualforscher (was kann dieser Mann eigentlich nicht?) und hielt im Rahmen seiner Untersuchung des Fortpflanzungsverhaltens in Deutschland fest: „Besonders erfreulich: Die Einwanderer, die jahrelang die Geburtenziffern künstlich hochgehalten haben, verweigern sich nicht länger der Integration und leisten ihren (freilich noch steigerungsfähigen) Beitrag zum Deutschensterben.“ Worte wie aus der Götterschmiede!

Was ebenso nur wahre Kenner wissen: Unser Deniz hat als Gelehrter in der Beurteilung des deutschen Volkes den Turnvater Jahn und Johann Gottlieb Fichte schon längst von der Bühne gefegt.  Was sind schon die klumpige ungeformte Gossenworte unserer Nationalhymne – „Deutschland, Deutschland über alles!“ – gegen unseren Deniz: „Eine Nation, deren größter Beitrag zur Zivilisationsgeschichte der Menschheit darin besteht, dem absolut Bösen Namen und Gesicht verliehen und, wie Wolfgang Pohrt einmal schrieb, den Krieg zum Sachwalter und Vollstrecker der Menschlichkeit gemacht zu haben; eine Nation, die seit jeher mit grenzenlosem Selbstmitleid, penetranter Besserwisserei und ewiger schlechter Laune auffällt; eine Nation, die Dutzende Ausdrücke für das Wort „meckern“ kennt, für alles Erotische sich aber anderer Leute Wörter borgen muss, weil die eigene Sprache nur verklemmtes, grobes oder klinisches Vokabular zu bieten hat, diese freudlose Nation also kann gerne dahinscheiden.“ Welch Wonne!

Daß Deniz auch noch in die Fußstapfen Paracelsus getreten ist, als er bei Thilo Sarrazin, der teils gelähmt ist, die Diagnose „der nächste Schlaganfall möge sein Werk gründlicher verrichten“ stellte, soll hier nur am Rande erwähnt werden.

Es gibt also genug Grund, diesem Ilja Ehrenburg unserer Zeit einen oder am besten gleich noch zwei dankbare Briefe für seine Worte zu schreiben. Egal ob eine germanistische Kritik seiner literarischen Erzeugnisse, Hinweise auf Rechtschreibfehler oder so manches „nette“ Wort, es ist diesem erklärten Feind unseres Volkes gewiß eine große Stütze, in diesen Tagen Zuspruch zu erhalten

Briefe nimmt Deniz derzeit unter der Adresse seines vom türkischen Steuerzahler gestelltem „Hotel“ entgegen:

İlker Deniz Yücel
9 Numaralı Kapalı Ceza İnfaz Kurumu A11-81 Silivri/Türkei

(Das Porto für Postkarten und Briefe bis 20g beträgt 90 Cent, für Briefe bis 50 g 1,50€)

Um die Motivation für „Fanpost“ an unseren lieben Deniz noch zu steigern, rufen wir hiermit auch unseren Wettbewerb „Schreib Deniz!“ aus. Im Laufe der nächsten drei Wochen können Kopien von Briefen an Deniz bei uns eingeschickt werden, die drei besten werden nicht nur veröffentlicht, sondern erhalten auch einen Preis. Kein Aufwand soll uns groß genug sein, um Deniz zu zeigen, wie die Meinung des von ihm so sehr gehassten Volkes über ihn ist. Gerne können dazu auch Fotos der Briefe und der Einwürfe mitgeschickt werden. Die Beiträge können bis zum 01.02. an

[email protected]

geschickt werden.

Für besonders „nette“ Worte empfiehlt sich eine Absendung unter falschem Namen und Adresse – wer möchte es auch schon den Nachbarn erklären wollen, wenn Deniz dankesberührt nach seiner hoffentlich möglichst späten Rückkehr nach Deutschland auf einmal mit Blumen vor der Tür steht?

 





4 Kommentare

  • Ich bin enttäuscht.
    So einer wird hoch gelobt und was ist der,
    und ein kleiner Deutscher Arbeiter ist der letzte Dreck.
    Diese Parteien sind für mich unten durch.

    Thomas Rumpf 12.01.2018
  • Der ist dort schon richtig aufgehoben.
    Hoffentlich bekomme ich jetzt mit dem Maasmännchen keinen Ärger. Hi

    Fx9799 12.01.2018
  • Mit spitzer, aber sehr passender Feder geschrieben. Natürlich in guter alter Rechtscheibung. Wundervoll!
    Vielen Dank dafür.
    Früher oder später kommen alle Volksfeinde dran. Wenn erst der Volkszorn lodert.

    Eulenspiegel 11.01.2018
  • Na, hoffentlich bleibt der Bursche noch recht lange im heimatlichen Vollzug. Die Türken lassen sich nicht alles bieten.
    In dem Zusammenhang erinnere ich an den Kameraden Gottfried Küssel, der in der Ostmark wegen seiner vaterländischen Haltung
    in politischer Haft gehalten wird.
    Wäre doch ein guter Tausch, der Deniz bleibt für den Rest seines Lebens in türkischer Haft und der Herr Küssel kommt sofort frei und erhält öffentlich Ehrenerklärung, sowie angemessene Entschädigung in aller Form.

    Kai 11.01.2018

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