Landpartie am 1. Mai

Der Tag der Arbeit war uns – den Mitgliedern und Familien des Stützpunktes Mittelland und einem italienischen Kameraden – traditioneller Anlaß, einen Ausflug zu kulturell bedeutenden Stätten unserer Heimat zu machen. Während ein Teil unserer Aktivisten in Saalfeld mit Hunderten anderer Kameraden lautstark unsere Kapitalismuskritik am Arbeiterkampftag vertraten, besuchten unsere Familien den Ort Seeburg im Mansfelder Land und die Burg Querfurt.

Die idyllisch gelegene, etwa tausendjährige „Hochseeburg“ am Süßen See ist heute Schloßhotel, war früher Sitz der Mansfelder Grafen und dann Führerschule des Gaus Halle-Merseburg.

Die Burg Querfurt ist eine der ältesten und größten Burgbauten Deutschlands. Errichtet im 10. Jahrhundert von den Edelherren von Querfurt, galt sie im Mittelalter mit ihren drei Türmen als uneinnehmbar und wechselte mehrmals den Besitzer. Sehr imposant ist der „Dicke Heinrich“, ein Bergfried von 28 m Höhe und 14 m Durchmesser. Die Burganlage ist archäologisch sehr gut erforscht und hervorragend restauriert. Ein Besuch – auch des Städtchens Querfurt und seiner Umgebung (Stichworte Nebra, Goseck) – lohnt sich!

Sehr erfreulich zu sehen war, daß in vielen ländlichen Orten der Gefallenen der Kriege in würdiger Form mit gepflegten Denkmalen gedacht wird. Das ist heutzutage leider keine Selbstverständlichkeit mehr.

Natürlich haben wir an diesem Tag in angemessener Form auch Werbung für die Anliegen und Ziele des „III. Weg“ gemacht.

Und, ja, es gibt sie noch, die kleinen Landgasthöfe, in denen man gemütlich essen und trinken kann und mit dem Volk ins Gespräch kommt.