Wiedergutmachung ohne Ende – neue polnische Pöbeleien

Der Nationalismus ist nicht tot – von Schottland über Katalonien bis nach Südtirol und in die Ukraine zeigt sich, dass die Völker und ihr Wille zur Selbstbestimmung und Selbstbehauptung stärker sind, als alle Utopien von einer vereinten Welt ohne Grenzen und ohne Unterschiede.
Wer Menschheit sagt, will bekanntlich betrügen.
Leider lassen sich die grundsätzlich positiven Werte – Glaube, Volk und Vaterland – auch ins Gegenteil verkehren, wenn nämlich Nationalismus in Chauvinismus umschlägt und wenn die Liebe zum Eigenen mit Überheblichkeit und Unterdrückung des Anderen einhergeht.

Aktuell ist es vor allem Polen, das alles unternimmt, um seine Position als „Erbfeind im Osten“ zu untermauern. Die Stimmen nach deutschen Reparationszahlungen werden dort immer lauter, je länger der Zweite Weltkrieg zurückliegt, doch es geht nicht nur ums Geld.
Es geht um unseren Status und um unsere Ehre, unterstreicht der Chef der polnischen Regierungspartei PiS, Jaroslaw Kaczynski, die polnischen Forderungen.
Indirekte moralische Unterstützung kommt ausgerechnet aus Deutschland. Florian Mausbach, Spitzenbeamter und langjähriger Präsident des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung, fordert in einem Aufruf an die Mitglieder des neu gewählten Bundestages ein eigenes Denkmal in Berlin für die polnischen Kriegsopfer. In einem Interview mit der Welt sagte dieser:
Es gibt kaum eine polnische Familie, die nicht betroffen war und ist von der deutschen Besatzungsherrschaft von 1939–1945. In Deutschland ist dieses barbarische Unrecht nur unzureichend bekannt. Verdienen diese unsäglich großen Opfer, Leiden und Erniedrigungen der Polen durch die verbrecherische deutsche Besatzung 1939–45 nicht ein eigenes Zeichen des Gedenkens in der Mitte unserer Hauptstadt?

Nein, verdienen sie nicht. Erinnern wir uns: Das heutige Polen verdankt seine Existenz dem deutschen Kaiserreich, das die Polen 1918 von russischer Fremdherrschaft befreite und nach über 100 Jahren die polnische Staatlichkeit wiederherstellte. Gedankt wurde es den Deutschen nicht. Nach der Niederlage wurden die deutschen Provinzen Posen, Westpreußen, Teile Oberschlesiens und die Stadt Danzig annektiert. Weiteren Gebietsforderungen konnte nur durch den mutigen Einsatz deutscher Freiwilligenverbände Einhalt geboten werden.
Während der 30er Jahre sah sich die unter polnische Herrschaft geratene deutsche Minderheit zahlreichen Repressalien, bis hin zu Mord, ausgesetzt.
Polnische Übergriffe und die starre Haltung in den ungeklärten Territorialfragen trugen maßgeblich zum deutschen Einmarsch 1939 bei (lesenswert hierzu) . Schuld an einem Krieg ist letztlich nicht der, der den ersten Schuss tut, sondern wer den Anlass zum ersten Schuss provoziert.

Die polnischen Verbrechen nach dem 8. Mai 1945 sind hinreichend bekannt – ein Drittel des deutschen Staatsgebiets werden geraubt, über 10.000.000 Deutsche aus ihrer Heimat vertrieben, Millionen dabei ermordet und vergewaltigt. Was heute verharmlosend Flucht und Vertreibung genannt wird, waren in Wahrheit Völkermord und ethnische Säuberungen unvorstellbaren Ausmaßes, die jedwede Wiedergutmachung an das Land der Täter verbieten.
Dass führende Galionsfiguren der BRD wie der ehemalige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse oder der bundesdeutsche Hof-Historiker Heinrich-August Winkler die polnischen Forderungen unterstützen, spricht Bände über den geistig-moralischen Zustand dieses Staates und seiner Eliten.
Leider scheint auch einigen deutschen Patrioten das Bewusstsein für Deutschlands größte Tragödie nach dem Dreißigjährigen Krieg abhanden gekommen zu sein (siehe hierzu).

Niemand will wegen Deutschlands Osten einen neuen Krieg. Die ostdeutschen Stämme sind in der restdeutschen Bevölkerung mehr oder weniger vollständig aufgegangen, die Deutschen demographisch ein sterbendes Volk und alle weißen Völker Europas kämpfen angesichts der fortschreitenden Islamisierung und der Bevölkerungsexplosion der Dritten Welt um ihr Überleben. Leider kann es zwischen Deutschen und Polen keine Annäherung geben, solange die Polen auf ihren historisch unsinnigen Forderungen beharren, während umgekehrt eine Anerkennung der deutschen Opfer von polnischer Seite ausbleibt.

König Johann III. Sobieski bei Wien 1683, Gemälde von Jerzy Siemiginowski-Eleuter (1686)
König Johann III. Sobieski bei Wien 1683, Gemälde von Jerzy Siemiginowski-Eleuter (1686)

Das ist bedauerlich, denn beide Völker verbindet eine lange gemeinsame Geschichte und ein bis 1918 durchaus freundliches Verhältnis. Die deutsche Nationalbewegung von 1848/49 unterstützte die polnischen Freiheitsbestrebungen und es war der polnische König Johann Sobieski, der in der Schlacht am Kahlenberg gegen die Türken die Entscheidung zugunsten Deutsch-Österreichs und des ganzen Abendlandes brachte.
An diese Gemeinsamkeiten anzuknüpfen wäre sicher zukunftsweisender, als die Schlachten der Vergangenheit erneut zu schlagen. Wann werden die Polen das begreifen?

Die Schlacht am Kahlenberg 1683 bei der zweiten Belagerung Wiens durch die Osmanen
Die Schlacht am Kahlenberg 1683 bei der zweiten Belagerung Wiens durch die Osmanen




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