Schulen in England und den USA verbieten „beste Freunde“

Man ist ja heute so einigen Unsinn gewohnt, aber es gibt immer noch Meldungen, die man zwei Mal lesen muss, um sie zu glauben. „Trend: Schulen verbieten Kindern „beste Freunde““ oder „Ausgrenzung: Kinder dürfen keine besten Freunde mehr haben!“, nur zwei der Titel von Artikeln über das, was die US-amerikanische Kinderpsychologin Barbara Greenberg als „sehr faszinierendes soziales Experiment“ bezeichnete. Ein Experiment nicht mit Tieren, sondern mit Kindern, welches darin besteht, dass einige Schulen in den USA und England es ihren Schülern verbieten, ein anderes Kind als besten Freund zu benennen. Die Wochenzeitung „Wochenblick“ schreibt in ihrer Onlineausgabe sogar „Wenn ein Kind zu einer Geburtstagsfeier einlädt, sollen grundsätzlich alle Schüler der Klasse teilnehmen dürfen – oder eben gar kein Kind.“ Diese Maßnahmen sollen den Befürwortern zufolge Ausgrenzung verhindern.

Leider handelt es sich bei der Absicht, die sich hinter diesem Experiment versteckt, aber nicht um die Idee von ein paar Verrückten. Wäre dem so, würden wir uns an dieser Stelle mit derart absurden Dingen gar nicht weiter befassen. Vielmehr handelt es sich bei diesem Menschenversuch um die nächste Stufe im modernen Gleichheitswahn des Kulturbolschewismus.

Dieser versucht bekanntlich jede Form der Diskriminierung zu eliminieren, da er davon ausgeht, dass alle Menschen gleich seien und es daher ungerecht sei, sie in unterschiedliche Kategorien einzuordnen. Die Frage, ob eine derartige Kategorisierung aufgrund tatsächlicher Unterschiede, damit also gerechtfertigt, wird vom Kulturbolschewismus ausdrücklich mit „Nein“ beantwortet.

Die Vergabe des Titels „Bester Freund“ ist genauso eine Kategorisierung, denn sie teilt die Menschen, ähnlich wie Nationalismus, in zwei oder auch mehr Gruppen. Die Gründe, warum jemand der beste Freund ist und jemand anders eben nicht, spielen wie erwähnt keine Rolle.

Was an dieser Stelle wichtig ist, ist zu bedenken, dass dieses Denken logisch in sich geschlossen auf dem erwähnten Gleichheitsglauben des Liberalismus aufbaut. Dies bedeutet, dass es nicht beim Verbot von „Besten Freunden“ bleiben wird, wenn man die Forderung nach Gleichheit bis zu ihrem logischen Ende weiterdenkt. Für diejenigen, die in Gleichheit ihr höchstes Ideal sehen, gibt es keinen Grund auf halbem Weg stehen zu bleiben und so wird der nächste logische Schritt, nach der Eliminierung vom „besten Freund“, das Konzept der Freundschaft an sich sein, denn auch durch diese Bezeichnung werden Menschen in Gruppen eingeteilt. Von Freunden ist es dann auch nicht mehr weit zu Liebesbeziehungen, der Liebe zu den eigenen Kindern und so weiter. Jede Form der zwischenmenschlichen Beziehung diskriminiert, weil sie, sobald sie über triviale Oberflächlichkeiten hinausgeht, irgendjemanden ausschließt.

Noch ist eine Liebeserklärung kein Hassverbrechen, doch der Weg dorthin ist schon zu sehen.





2 Kommentare

  • Will bei Euch einsteigen und alles mitmachen!

    Tim Renner 13.03.2018
    • Dann schreib uns ne epost.

      admin 14.03.2018