Mehrere Hunderte Lichter in Potsdam

Regnerisch ist es, als sich die Aktivisten unserer Partei treffen, um der Toten des letzten großen Krieges zu gedenken. Wer sich an diesem Abend hier eingefunden hat, steht außerhalb der Gesellschaft, einer Gesellschaft, die die Geschichte seines Volkes verachtet. Oft aus Unkenntnis, teils aus anerzogenem Selbsthass.
Die Opfer standen nicht an der Front, um sich der roten Soldateska zu widersetzen, sondern lagen in den Betten, um den 14. April 1945 Resumee passieren zu lassen. Es war ein sonniger Tag. Der Krieg war schon im eigenen Land und die Front war nicht mehr all zu fern. Der Krieg neigte sich dem Ende und niemand rechnete von den Potsdamern mit der Bombardierung ihrer Stadt. Eine Stadt, die durch ihren barocken Baustil in aller Welt beliebt war und keine kriegsentscheidende Rolle spielte.
22:15 Uhr ist es, als die Sirenen die Menschen am 14. April 1945 aus den Betten riss und sie in die Luftschutzbunker fliehen ließ. Es ist fast zur Gewohnheit geworden, in den Nächten in den Luftschutzbunker zu fliehen, da Berlin immer wieder das Ziel von Angriffen aus der Luft geworden ist. Gegen 22:39 Uhr fielen die ersten Beleuchtungsbomben im Zentrum der Stadt. Anschließend fielen gut 20 Minuten lang Bomben auf die Stadt. Über 500 Bomber ließen die tödliche Fracht von mehr als 1751 Tonnen Bomben auf die Stadt nieder. Mehrere Tausend Menschen verloren in dieser Nacht ihr Leben, über 70.000 Menschen wurden durch den Bombenhagel innerhalb von kürzester Zeit obdachlos.Dass die Bombardierung Potsdams genauso sinnlos war, wie die Auslöschung Dresdens und anderer Städte, kann in keinster Weise bestritten werden. Es ging den Kriegstreibern bei diesen Bombardements um die Auslöschung von so vielen Deutschen wie möglich. Die Moral des deutschen Volkes sollte gebrochen werden, wie es der Kriegstreiber Churchill immer wieder betonte.
Auch wenn das Gedenken in Potsdam durch die Stadt jedes Jahr aufs Neue durchgeführt wird, hat es immer wieder den üblen Beigeschmack der Schuldzuweisung der Deutschen. Wir werden bei solchen Veranstaltungen wieder in das Korsett des Schuldkultes hineingepresst. Der Aufschrei gegen diese einseitige Schuldzuweisung an unserem Volk scheint bei dem größten Teil unseres Volkes verstummt zu sein. Mag es daran liegen, dass der Krieg immer weiter in die Ferne schweift oder weil die Zeitzeugen von einst immer weniger werden?


Fast niemand scheint mehr ein Gespür dafür zu haben, Angehöriger eines Volkes zu sein. Ein Volk, welchem die Welt einen unermesslichen Teil ihrer Wissenschaft, Musik, Literatur und Technik verdankt? Wie kann ein Angehöriger dieses Volkes ein solches Erbe achtlos wegwerfen? Ein Fremder kann dies nicht antreten, auch wenn er die deutsche Sprache spricht oder einen bundesdeutschen Pass besitzt.
Wenige Deutsche sind es geworden, die in diesen Tagen der Toten gedenken. Sie wissen nicht, was in den letzten Wochen des Krieges mit ihnen gestorben sein muss. Für den Bundeskonsumbürger beginnt die Identität mit der eigenen Geburt und endet mit dem eigenen Tode. Wer diese Gedanken nachzuvollziehen versucht, empfindet nur Abscheu. Die Ehrerbietung des eigenen Volkes wird verfolgt, während die Ehrung für Gefallene von fremden Völkern zum guten Ton in dieser Republik gehört.
So entzündeten wir an diesem Abend mehrere Hunderte Lichter für die Toten unseres Volkes. Wir setzen somit ein Zeichen, um den Toten unseres Volkes zu zeigen, dass sie nicht vergessen sind.





1 Comment

  • Sehr schöne Aktion und zwei beeindruckende Bilder… vielleicht Stimmt ein solcher Anblick auch den ein oder anderen Konsumbürger nachdenklich.

    Hans 20.04.2018