In Sachsen fehlen bundesweit die meisten Altenpfleger

Auch in der sogenannten „Sozialen Marktwirtschaft“ gibt es Verlierer. Besonders betroffen sind neben Alten und Kranken diejenigen, die sich um unsere Schwächsten kümmern – die Alten- und Krankenpfleger. Entgegen der marktwirtschaftlichen Theorie von Angebot und Nachfrage gehören Pfleger in der BRD zu den absoluten Geringverdienern. Während die Zahl der Pflegebedürftigen in der alternden Gesellschaft steigt und gegenüber die Zahl der Pflegefachkräfte sinkt, ist das berufliche Rahmenprogramm für Pfleger denkbar schlecht. Sowohl Entlohnung als auch die Arbeitsbedingungen sind oft miserabel, so dass es nicht verwundert, dass sich kaum jemand für diesen Beruf neu entscheidet.

„Sachsen weist mit Rheinland-Pfalz bundesweit den größten Mangel an Fachkräften in der Altenpflege auf. Auf 100 offene Stellen kommen im Freistaat gerade einmal 13 Arbeitssuchende, der bundesweite Durchschnitt für das Jahr 2017 liegt bei 21. Auch in der Krankenpflege fehlen in Sachsen viele Fachkräfte. Hier kommen auf 100 offene Arbeitsstellen 36 Arbeitssuchende, bundesweit sind es 41.“ – so der Artikel der „Freien Presse“ zum Thema.

Die Dunkelziffer könnte jedoch noch beunruhigender wirken: „Michael Junge, Vorsitzender des Sächsischen Pflegerates, geht von noch mehr offenen Stellen aus. Er wisse von vielen Heimen, die diese gar nicht mehr der Arbeitsagentur meldeten – weil die Erfolgsaussichten so gering seien. Auf diesen Umstand verweist auch das sächsische Sozialministerium. „Die Anzahl der offenen Stellen sagt nichts über Qualität und Infrastruktur in der Pflege aus“, so eine Sprecherin.

Im Zuge des deutschen Sozialismus, wie ihn unsere Partei „Der III. Weg“ fordert, muss ein revolutionäres Umdenken stattfinden. Gemäß der raumgebundenen Volkswirtschaft, wie „Der III. Weg“ in seinem Parteiprogramm ausführt, sind solche Betriebe als Volkseigentum einzugliedern.

Gerade dieser Beruf fordert ein hohes Maß an sozialer Leistung und ist physisch wie psychisch anstrengend. Die gesellschaftliche Anerkennung des Pflegeberufs muss durch den Staat deutlich mehr wertgeschätzt werden.

Die Löhne müssen im Vergleich zum Istzustand deutlich angehoben werden, um das Berufsbild auch finanziell wieder attraktiver zu gestalten. Des Weiteren hat der Staat auch daheim pflegende Angehörige durch verstärkte finanzielle Zuwendungen zu fördern.

Generell muss die Politik familienfreundlicher gestaltet werden. Die Familie als Keimzelle des Volkes ist und bleibt das höchste Gut – ihr hat alles andere nachzustehen. Nur so kann der demografische Wandel umgekehrt und der Geburtenschwund gestoppt werden.





1 Comment

  • Es ist traurig wie es sich die letzten Jahre entwickelt hat… aus einer Notbesetzung wurde für uns eine Normalbesetzung pro Schicht. Mit Menschenwürde hat das nichts mehr zu tun. Es wird Zeit das wir mehr Anerkennung sowie mehr Kollegen bekommen, und die entsprechende Bezahlung. Es gibt kaum noch junge Menschen die diesen Beruf ergreifen wollen ,verständlich.

    Anja Göritz 04.05.2018