Berlin/Limburg: Westerwald-Lied bringt Junge Union in Bedrängnis

 

Mitglieder der Jungen Union (JU) aus dem Raum Limburg/Weilburg haben am geschichtsträchtigen 9. November in einer Berliner Kneipe das Westerwald-Lied angestimmt und damit einen kleinen politischen Skandal ausgelöst. Das bekannteste Westerwälder Heimat- und Volkslied wurde erst kürzlich aus allen Gesangsbüchern der Bundeswehr gestrichen, weil es auch von der Wehrmacht im 2. Weltkrieg gesungen wurde. Und genau dieses Lied mußte Mia A. Sommerfeld am 80. Jahrestag der Reichspogromnacht in einer Kneipe in Berlin-Moabit erdulden. „Das ist für mich ein sehr emotionaler Tag, weil wir jüdische Wurzeln haben und trauern“, sagte Sommerfeld gegenüber der hessenschau.

Laut Sommerfeld (26 Jahre) sei die JU-Gruppe aus dem Raum Limburg von Anfang an durch ihr „dominantes weißes männliches Verhalten“ aufgefallen, habe mehrmals „CDU“ skandiert und homosexuelle Männer als „Schwuchteln“ tituliert. Die JU spricht lediglich von einer Exkursion in die BRD-Hauptstadt und einer abendlichen Geburtstagsfeier. Man habe im Rahmen der Reise getreu nach dem Motto: „ ‚50% Politik, 50% Party‘ „ in der Kneipe Zur Quelle nur „ausgelassen und stimmungsvoll getagt“.

Für Sommerfeld war im Zuge ihrer Videoaufnahmen schnell klar, „wenn jemand am 9. November was mit ‚Marschieren‘ singt, dann weiß man schon, dass da was nicht stimmt.“

Das Bundesverteidigungsministerium unter Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte das Bundeswehr-Liederbuch „Kameraden singt!“ aus dem Verkehr gezogen, da darin Lieder wie „Schwarzbraun ist die Haselnuss“, das „Panzerlied“ oder „Das Westerwald-Lied“ zu finden waren. Diese seien dem Ministerium zufolge in der NS-Zeit und während des Zweiten Weltkriegs als Ausdruck nationalsozialistischer Überhöhung missbraucht worden. Der CDU-Nachwuchs scheint aber eher einer anderen Überhöhung zu unterliegen. Die Limburger Junge Union erklärte zu dem Vorfall: „Wir sind nicht nur der Meinung, dass wir die programmatisch einflussreichste politische Jugendorganisation sind, sondern auch, dass wir von allen Organisationen am besten feiern können.“

Es wird von Tag zu Tag absurder in der Multi-Kulti-Republik. Nun ist es sogar schon anstössig, wenn man als Westerwälder seine Heimatlieder in der Öffentlichkeit singt. Wo soll der Selbsthass eigentlich noch hinführen?

Video: Hier zum Nachhören des Westerwald-Lieds.





5 Kommentare

  • Deutschland läßt sich nicht verbieten solange es noch deutsche Herzen gibt. Das ist es doch, was sie auszulöschen beabsichtigen. Und dazu ist jedes Mittelchen und jeder Anlaß gerade recht.
    Den neunten November verbinde ich mit der Demonstration um den Leipziger Innenstadtring, unserem Aufbegehren gegen Unrecht und Mißwirtschaft im SED-Regime: „Ruinen schaffen ohne Waffen“. Das war der Auftakt zum erneuten Befreiungskampf des deutschen Volkes. Und diesen werden wir unbeirrt weiter führen, bis auch im letzten Winkel Deutschlands niemand mehr wagt, den Deutschen ihr Liedgut, ihre Kultur, ihr Leben zu rauben und sie als Arbeitssklaven zu halten. Für Deutschland jetzt und hier.

    Scharf 19.11.2018
  • Mittlerweile ist es schon nicht mehr lustig, wie alltägliches Verhalten gewertet wird.
    Als Bürger muss leider jeder überlegen, ob er in seinen Äußerungen der „politischen Korrektheit“ gerecht wird.

    Diesen Umstand kann man mit einer Schere im Kopf beziehungsweise Meinungskontrolle oder -Bewertung vergleichen.
    mfg jozi

    Joh. Zitzen 19.11.2018
  • https://youtu.be/BnaF4_LTovk

    Johannes Hühnlein 19.11.2018
  • „Wir sind nicht nur der Meinung, dass wir die programmatisch einflussreichste politische Jugendorganisation sind, sondern auch, dass wir von allen Organisationen am besten feiern können.“ Richtige, unaufgeregte Reaktion, über die ich fast schon erstaunt bin. Soviel Gelassenheit und gesunden Menschenverstand erwartet man bei einem politisch so fehlgeleiteten Haufen wie der CDU eigentlich nicht mehr. Übrigens typisch dominantes, weiblich-jüdisches Verhalten von Seiten der Sommerfeld, oder irre ich?

    H 19.11.2018
  • Neueste wissenschaftliche Studien belegen, dass während der NS-Zeit Klopapier benutzt wurde.
    Ich bin mal gespannt, wann dieses von öffentlichen Toiletten verbannt wird.

    Olaf 19.11.2018