Die Weggefährtin #027: Das „Frauenbild“ aus biologisch-weltanschaulicher Sicht Teil 2/2

 

Im ersten Teil haben wir uns der Frau in der Familienstruktur gewidmet, heute spielt sich aber auch ein großer Teil des Lebens außerhalb der eigenen vier Wände ab. Im 2. Teil geht es nun mehr um einen Bereich, den wir uns mit den Männern teilen.

 

Die Rolle der Frau im Berufsleben

Wir Frauen haben uns, vor dem Einsetzen des linken Feminismus 1968, eine Reihe von Rechten erkämpft, mit denen sich heute gut und selbstbestimmt leben lässt. So können wir eine Schulbildung genießen, können in die Ausbildung und in das Studium gehen, können uns in unserer Freizeit nach unseren individuellen Interessen ausleben. Wir haben die ganze Jugend und das junge Erwachsenenalter zur Selbstfindung und zur freien Entfaltung unserer Persönlichkeit Zeit, bis uns in der Regel die Aufgabe der Familiengründung bevorsteht. Wir wissen, dass das beste Alter (biologisch betrachtet) für die erste Schwangerschaft im Alter von unter 29 Jahren liegt. Grund hierfür sind die körperlichen Entwicklungsprozesse, also Wachstum, emotionale Reife und ein ausgeglichener Hormonhaushalt, der sich nach der Pubertät erst einmal einpendeln muss. Mit Anfang 30 können wieder verstärkte Hormonschwankungen auftreten und andere Faktoren zu erhöhten Risiken führen. Ein jeder steht vor der Frage, welchen Lebensweg er gehen möchte, welche Fähigkeiten und Interessen man selbst besitzt, welcher Beruf für einen geeignet ist. Auf ein paar wenige ausschlaggebende biologische Unterschiede bezüglich der Berufswahl möchten wir hier eingehen.

Mann und Frau unterscheiden sich!
Seit mindestens 200 Millionen Jahren, dem ersten Auftreten der Säuger, existiere, laut E.E. eine enge physiologische Einheit zwischen Mutter und Kind, sodass zunächst erst mal zu erwarten wäre, dass auch stammesgeschichtliche Anpassung weibliche und männliche Persönlichkeitsmerkmale und damit auch geschlechtstypische Verhalten und die Geschlechterrollen mitbestimme. Als typisch männlich gilt seit jeher das Jagen auf Großwild und die Verteidigung der Gruppe. Aufgrund dessen vertrete er die Gruppe auch nach außen. Frauen obliegen dagegen in erster Linie die Versorgung der Säuglinge und Kleinkinder und die Führung des Haushalts. Es gebe jedoch viele Bereiche, in denen Frauen und Männer zusammenwirken z.B. bei der Feld- und Gartenarbeit. Aber auch hier herrsche Arbeitsteilung, die schweren Aufgaben würden von Männern übernommen und von Frauen die Arbeiten, bei denen man feinmotorisches Geschick bräuchte. Die Feinmotorik ihrer Hände (Fingerfertigkeit) sei besser als beim Manne.

Was unterscheidet Männer und Frauen in ihrer körperlichen Beschaffenheit:

1. Körpergröße:
Durchschnittlich seien Männer 9 Prozent größer, das Ganze gilt für 65 untersuchte ethnische Gruppen
Der Durschnitt beträgt, laut Kutschera, bei Frauen 163 cm gegenüber Männern mit 177 cm.

2. Muskelmasse:
Der Anteil der Muskelmasse sei laut E.E. beim Mann mit 32 kg größer als die bei Frauen, deren Muskelmasse etwa 23 kg beträgt. Die relative Kraftleistung der Muskeln ist bei der Frau geringer, was auf unterschiedliche chemische Zusammensetzungen der Muskelfasern zurückzuführen ist. Insgesamt besitzt die Frau 30-40 Prozent weniger Muskelkraft als der Mann. Dies wirke sich bei körperlichen Kraftleistungen als Leistungsvorteil des Mannes aus, und das macht verständlich, warum Männern vor allem die Aufgabe der Gruppenverteidigung und Jagd zufällt. Auch ihre rasch aggressive Erregbarkeit mache sie kampfbereiter.

3. Kognitive Fähigkeiten durch die eher ganzheitliche Organisation des weiblichen Hirns:
Frauen seien im sprachlichen Bereich und besonders in den Aufgabenbereichen Abstraktionsfähigkeit und Merkfähigkeit den Männern überlegen, in den Rechenaufgaben, der Vorstellungsfähigkeit und insbesondere im räumlichen Vorstellungsvermögen unterlegen. In einer Studie zeigte sich, dass Amerikanerinnen schneller sprechen lernten, ihr Wortschatz schneller anwuchs, sie in der Schule längere Aufsätze schrieben und einen größeren Wortschatz verwendeten. Sprechstörungen sind bei Buben mehr als doppelt so häufig wie bei Mädchen. Die Sprache sei für uns Frauen ein soziales Kommunikationsmittel, bei Männern mehr ein Mittel analytischen Denkens. Als Friedenstifter, Fürsorger und soziale Vermittler seien die Frauen sozial verfeinert, raffinierter als der Mann, der als einsamer Jäger andere Fähigkeiten stärker ausprägte.

4. Gehirnaufbau:
Heute können wir die Geschlechter nicht nur anhand der optischen Merkmale unterscheiden, sondern können mittlerweile genetisch bestimmen, ob man männlich oder weiblich ist. In der Gehirnforschung ist man auch zu dem Schluss gekommen, dass sich das weibliche Gehirn in Struktur und Vernetzung von dem eines männlichen Gehirns unterscheidet. So sagt Marek Glezerman von der Universität Tel-Aviv: „Doch, es gibt ein weibliches und ein männliches Gehirn.“. Die Unterschiede in der Hirnmasse unterscheiden sich bei Mann und Frau um acht Prozent, der Durchschnitt liegt bei 1400 g bei den Männern zu 1300 g bei den Frauen. Auch die Vernetzung des Gehirns sei, laut Kutschera, grundsätzlich verschieden. Frauen denken anders als Männer.

Ein wesentlicher Unterschied betrifft den Zellkern Nucleus präopticus medialis, diese Ansammlung von Nervenzellen steuert typisch männliches Verhalten. Es ist eine gemeinsame Schaltzentrale und steuert den Sexualtrieb, die Aggression und die Dominanz bei den Männern. Bei ihnen ist der Zellkern doppelt so groß wie bei den Frauen, da er bei uns die Funktion nicht übernimmt. Bei uns Frauen sind der Sexualtrieb, die Aggression und die Dominanz entkoppelt und werden getrennt gesteuert.

Im Lexikon der Wissenschaft (6) wurden ebenfalls die neurowissenschaftlichen Unterschiede untersucht. Die schon oben besprochene Vermännlichung des Hirns äußere sich nicht nur in der Ausprägung von primären und sekundären Geschlechtsmerkmalen, sondern leitet auch spezifische Differenzierungen im sich entwickelnden Gehirn ein. So ließen sich geschlechtsabhängige Problemlösestrategien herausfiltern:

– Frauen seien besser bei der optischen Wahrnehmung, bei denen es um Geschwindigkeit, detailgetreues Erinnerungsvermögen und die   Entscheidungsschnelligkeit ankommt

– Frauen verfügen über eine feinere Motorik

– Frauen hätten eine flüssigere Sprache und den größeren sprachlichen Einfallsreichtum

– Frauen hätten eine höhere Wahrnehmungsgeschwindigkeit

– Männer hätten ein besseres räumliches Denken

– Männer könnten gezielter Werfen und Auffangen

– Männer hätten ein besseres Abstraktionsvermögen und sind bei mathematischen Schlussfolgerungen überlegen

– Männer zeigten bessere optische Leistungen bei Suchbildern

Wenn wir uns nun lediglich diese Beispiele für unterschiedliche Eignungen ansehen, lassen sich klare Parallelen zur Aufgabenteilung zwischen Mann und Frau erkennen.

 

Schlussfolgerung

Männer und Frauen entwickelten in ihrer Stammesgeschichte eine Arbeitsteilung aufgrund ihrer körperlichen Unterschiedlichkeit. Für die arbeitsteilige Differenzierung der Geschlechterrollen sind Männer und Frauen in Körperbau, Physiologie und Verhalten biologisch vorbereitet. Mann und Frau unterscheiden sich im Verhalten, Wahrnehmung und Motivation. Die Männer vertraten die Gruppe nach außen, verteidigten sie im Kampf und sie erjagen in der Regel das Großwild, was heute mit körperlich schweren Arbeiten gleichzusetzen ist. Mit diesen Aufgaben, insbesondere jener der Vertretung an der Außenfront, fällt ihnen zumeist auch die Führungsrolle zu. Frauen sehen ihre Arbeit mehr in gesellschaftlichen und Umweltzusammenhängen. Wortführend ist die Frau in dem sozial wichtigen Bereich der Kinderfürsorge, sowie dem des inneren Gruppenzusammenhaltes, der Pflege der Traditionen und der Kultur.

So gibt es Berufe, die dem arteigenen Wesen der Natur der typischen Frau entsprechen und Berufe, die eher dem der Männer entsprechen. Aufgrund unserer fürsorglichen Art sind Berufe des sozialen Bereichs „arteigen“. Erzieherische Berufe, wie die Kinder- und Jugenderziehung, sowie die Pflegeberufe sind als arteigene Berufe anzusehen, wie zum Beispiel die Kinder- und Altenpflege und Krankenpflege. Aber auch Berufe, die feinmotorisches Geschick oder sprachliche Fähigkeiten benötigen, eignen sich besonders gut. Grundsätzlich gehören wir Frauen in das Gesamtleben des Volkes und nicht hinter den Herd, es ist jedoch darauf zu achten, dass die Mutterschutzgesetze eingehalten werden. Jedem dürfte klar sein, dass der Körper der Mutter zum Beispiel vor DNA-verändernden chemischen Stoffen fernzuhalten sei, da dies die zukünftigen Kinderpläne gefährden würde.

Berufe, in denen man schwer körperlich arbeiten muss, eignen sich für die typischen Frauen eher weniger, da wir aufgrund unserer geringeren Muskelmasse, als die der Männer, auch weniger Leistung erbringen können. Dennoch gibt es hier individuelle Ausnahmen bei der Eignung der Frauen, auch die Deutung, was nun Männerberufe seien und was nicht, unterscheidet sich individuell. Ein anderer Aspekt, der noch mit einfließt, sind die realpolitischen Situationen, in denen Frauen ihren gewohnten Arbeitsplatz verlassen und in anderen Bereichen gebraucht werden. Beispiele gibt es aus den vergangenen Kriegserlebnissen. Zuerst wurden Frauen in den Bereichen gebraucht, in denen jetzt Männer fehlten, weil diese in den Krieg gezogen waren. Später wurde jede Arbeitskraft benötigt, um das eigene Land wieder aufzubauen. Oft ist es gar nicht möglich, die Frauen in arteigenen Berufen arbeiten zu lassen. So ergeben sich für die heutige Arbeitssituation wirtschaftspolitische Zielstellungen, wie wir aus dem „Barcelona-Ziel“ erfahren können.

Das ist ein Dokument der Europäischen Union: Es seien nun auf EU-Ebene die von jedem Mitgliedsstaat zu erreichenden Beschäftigungsquoten für die Bevölkerung im beschäftigungsfähigen Alter festzulegen. Angestrebt sei, die EU innerhalb von 10 Jahren zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensgestützten Wirtschaftsraum der Welt zu machen.

Damit das Ziel, dass nämlich 60 % der 15 – 64-jährigen Frauen in Beschäftigungsverhältnissen sein sollen, erreicht wird, sei es notwendig, dass mindestens 33 % der Kinder unter 3 Jahren und 90 % der Kinder ab 3 Jahren bis zur Erreichung des Schulalters außer Haus betreut werden. Auch in der DDR war neben dem ideologischen auch ein wirtschaftspolitischer Grund zu finden: Die DDR musste hohe Summen an Reparationszahlungen an die Sowjetunion zahlen, das schaffte man nur, wenn die Frau als Arbeitskraft mitwirkte.

Wichtig ist, dass wir Frauen die Freiheit haben müssen, zwischen den Alternativen zu wählen, und das setzt eine Aufwertung der traditionellen Frauenrolle und der Mutterschaft voraus, denn Kinder brauchen Mütter, die für sie Zeit haben. Dazu sind die Kinderbeihilfen zu verdoppeln, damit die Mutter keinem Verdienstzwang unterworfen ist. Die Kinderbeihilfen sind Auszahlung an die Mutter, eine Art von Vergütung, die wichtig für Ansehen und Selbstwert der Mutter und notwendige Entlohnung für Haushaltsarbeit ist!

Unser Erfolg misst sich biologisch darin, wie viele Kinder wir zu gesunden und erfolgreichen Erwachsenen erziehen. Warum genau wie die Männer in harten Berufen dafür schuften und die Kindererziehung fremden Frauen überlassen? Wir machen den Haushalt und erziehen unsere Kinder, bringen ihnen Werte bei, die sie für das spätere Leben in der Gemeinschaft benötigen und leisten damit unseren natürlichen Beitrag. Von der Gesundung unseres Familienlebens hängt die Gesundung des gesamten Volkes ab, wenn wir uns die Folgen frühkindlicher Fremdbetreuung anschauen. Das muss wieder Kern unseres Denkens werden, die gesunde Entwicklung unserer Kinder muss im Mittelpunkt stehen, anstatt der Jagd nach dem Geld und der freien Entfaltung im beruflichen Bereich. Bildung und das Erlernen eines Berufes schließen sich ja nicht mit der Mutteraufgabe aus.

Folgende Beispiele sind aus Quelle 3 entnommen und sollen dieses Kapitel abschließen.
In einem großangelegten Experiment untersuchten I. Tiger und J. Shepher (1975) und E. M. Spiro (1979) die Geschlechterrollendifferenzierung im Kibbuz. Dort wurde versucht, den utopischen Feminismus des frühen roten Sozialismus zu verwirklichen (näheres im Buch auf der Seite 393-395)
Es stellte sich raus, dass gewissermaßen die Biologie über die Ideologie siegte. Die Frauen besannen sich zurück auf ihre natürliche Geschlechterrolle.
Um Gleichheit zu erreichen, glaubten sie, die Weiblichkeit unterdrücken zu müssen. Die im Kibbuz geborenen Frauen scheinen in der Überzahl einfach nicht mehr bereit zu sein, die ihnen von der Ideologie aufgezwungenen Rollen zu übernehmen.

In der Tat hatten Frauen in der ersten Phase intensiver körperlicher Arbeit oft Fehlgeburten als unmittelbare Folgen der Überlastung.
Auch an der Verwaltung und damit auch im politischen Leben nahmen Frauen immer weniger Teil, es interessierte sie offenbar auf Dauer weniger.
Auch die Fremdbetreuung wurde eingeführt und die gewollte Änderung im Familienleben und Ehe wurde umgesetzt. Familie und Ehe wurden als Übel angesehen, sollten aufgelöst werden und sie wurden als „das Kollektiv gefährdend“ eingestuft. Auch hiergegen lehnten sich die Frauen auf, da sie die Familie höher schätzten als die mühselige Arbeit. Auch die Einstellung zu den Kindern hat sich wieder geändert. Sie sind sich ihrer Unterschiede zwischen den Geschlechtern bewusst geworden und sie wollten diese nicht löschen, sondern als natürlich annehmen.

M.E. Spiro meint, die Natur habe sich gegen die Erziehungsbemühungen durchgesetzt. Dieses Kibbuz- Experiment zeigte die Grenzen der ideologischen Manipulierbarkeit des Menschen auf. Ehe man daher blindlings gegen die traditionelle Arbeitsteilung der Geschlechter ankämpft, sollte man doch untersuchen, ob diese nicht weiterhin in einem gewissen Rahmen vernünftig ist, einerseits, weil sie dem Gedeihen des Kindes dient, anderseits, weil sie auch den konstitutionsbedingten Eigenschaften von Mann und Frau entspricht. Es gibt eine ganze Reihe von Gründen sowohl des Körperbaus als auch der Physiologie, die den Mann als Jäger und Verteidiger der Familie geeigneter machen. Männer können sich leichter weiter von ihrem Wohnort entfernen als Frauen, die sich dabei größerer Gefahren aussetzen. Man kann sich vorstellen, wie willkommen eine menstruierende Frau in einer Jagdgesellschaft wäre. Die meisten Opfer, die von Bären ohne Veranlassung im Yellowstone Park in den letzten Jahren angegriffen wurden, waren menstruierende Frauen.

 

Die Rolle der Frau in der Politik

Frauen sind vergleichsweise wenig in der Politik vertreten. Das verwundert, denn durch ihre alltäglichen Aufgaben kommen sie viel mehr mit der Politik in Berührung, als sie denken.

So zum Beispiel bei den Haushaltsfinanzen und Einkauf mit der Wirtschaftspolitik oder bei den Rahmenbedingungen der Kindererziehung (Krippe/Kita) mit der Familien- und Wirtschaftspolitik. Ein jeder unterliegt den Gesetzen der Politik.

Woran liegt das, dass Frauen sich eher selten einbringen? Eine Ursache ist schlichtweg darin begründet, dass wir Frauen von Natur aus weniger rebellisch sind als die Männer.

Ein weiterer Grund könnte in der Lebensführung der einzelnen Paare zu finden sein.

Politischer Kampf wird häufig mit dem Straßenkampf der Männer gleichgesetzt. Er, oder die Gruppe in der er sich befindet, empfinden zum Beispiel Demonstrationen als Pflichtveranstaltungen, bei denen es heiß hergehen kann. Kampf und Territoriumsverteidigung waren jedoch typische Männerbereiche, auf die sie, wie wir bereits gesehen haben, physiologisch und hormonell besser vorbereitet sind, als wir Frauen. Solch gefährliche Aktivitäten sind für Frauen häufig nichts und so entsteht ein Parallelleben, wie unterschiedliche Interessen, denen man nachgeht. Der Mann geht demonstrieren und die Frau geht ihren Interessen nach.

Das bedeutet nicht, dass es nicht auch Frauen gibt, die Ihren Beitrag im Straßenkampf sehen. Man sollte nur den Blick aufs Wesentliche dabei nie aus den Augen verlieren und das gilt für beide Geschlechter gleichermaßen. Der Kampf auf der Straße ist lediglich Mittel zum Zweck und sollte keinen Selbstzweck darstellen. In einem System, das wir aufzubauen versuchen, wird diese Art von Aktivismus in der Regel nicht mehr nötig sein und deshalb sollte ein jeder seinen Platz in der Gemeinschaft möglichst auch fernab der Straße finden und einnehmen.

Ein anderer Grund könnte darin zu finden sein, dass die Themengebiete der Frau nicht denen des Mannes entsprechen.

Wenn dieser sich mit dem Thema Verteidigung des Territoriums und Überfremdung, unterschiedlichen Herrschaftsstrukturen und dem Rechtssystem auseinandersetzt, interessiert das viele Frauen einfach weniger, es entspricht in der Regel nicht dem Interessengebiet der Frau.

Ihre Interessen entsprechen ihrer biologischen Neigung, so ist sie aufgrund ihres fürsorglichen Wesens eher Themen wie Tier- und Umweltschutz zugeneigt, insbesondere Tierrettungen und -betreuungen. Auch die Kulturpflege, Haushaltskniffe, gesunde Ernährung, Gesundheitsfürsorge oder Pflanzenkunde interessieren sie eher als harte Politik, wie gesagt, es gibt immer Ausnahmen. Hier müssten regionale Strukturen diese Themengebiete auch abdecken, um den Frauen ein Arbeitsgebiet zu schaffen. Dies könnte auch ein Grund sein, weshalb bei der kommunistischen Seite viele Frauen anzutreffen sind. Tierbefreiungen aus Massentierhaltung, Anti-Pelz-Kampagnen sind fundamentale Aktivismusbestandteile der Szene und entsprechen den Neigungen der Frau.

Ebenso können wir Frauen aufgrund unserer fürsorglichen, empathisch-sozialen Art, dazu gebracht werden, uns zu politisieren. Wie zum Beispiel, wenn fremdländische Invasionen durch Argumente, die das Mitleid und unsere Fürsorge ansprechen, willkommen geheißen werden sollen. Viele Frauen wollen sich um Flüchtlinge kümmern, genauso wie sie sich um süße kleine Waschbären kümmern wollen. Durch die Propagierung eines Feindbildes, zum Beispiel des eines Jägers, welche den Waschbären erjagen will, da er viele heimische Arten bedroht, politisieren sich die Frauen, um gegen diese „Mörder“ aufzustehen. Genauso, wie sie gegen angebliche Nazis auf die Straße gehen wollen, weil sie emotional so wütend sind, dass diese so menschenverachtend über ihre so geliebten, zu betreuenden Flüchtlinge hetzen würden. Ja, die Gegenseite versteht die Gefühle, die Neigung der Frau, anzusprechen und diese dadurch zu mobilisieren.

Die biologischen Vorbedingungen der Frau im politischen Leben ähneln den Vorrausetzungen, wie in dem Kapitel über die Rolle der Frau im Berufsleben.

Die Frau besitzt ein anderes Wesen, hat andere Neigungen und Fähigkeiten als der Mann.

 

Schlussfolgerung

Unser parteipolitischer Kampf besteht aus drei Säulen.

Wie eingangs festgestellt, wird der Kampf oft nur sehr einseitig als Straßenaktivismus verstanden.

Die eine Säule ist der Kampf um die Gemeinschaft. Wie wir schon wissen, entspricht dieses Themengebiet der Neigung und der früheren Tätigkeiten der Frau. So hat sie hier ein ganzes Arbeitsfeld, in dem sie sich einbringen kann. Sie könnte Gemeinschaftsfahrten und Liederabende organisieren, auch der Volkstanz verbindet die Gemeinschaft oder kann sich in anderen gemeinschaftsbindenden Aktivitäten entfalten.

Eine zweite Säule der Partei ist der Kampf um die Kultur.
Auch hier hat die Frau aufgrund ihrer historischen Entwicklung einen guten Zugang, gerade die Bereiche Musik, Tanz und Dichtung sollen hier in das Bewusstsein gerückt werden. Zur Kultur gehören das Ausrichten der Jahreskreisfeste, aber auch die Weitergabe von kulturellen Werten und Normen. Gerade die Macht des Gefühls mithilfe der Musik könnte ein wertvoller Beitrag sein. Musik von und für die Männer richtet sich häufig in kämpferischer Art und Weise an den Hörer. Wir Frauen könnten das harmonische, erhaltende Element als Wert näherbringen und andere Gefühle beim Hörer auslösen, um damit Werte zu vermitteln. Auch andere Methoden, wie der Volkstanz, erwecken den alten Volksgeist, der in uns allen wohnt, wieder, und können so heimatbewusste Gefühle und Einstellungen in all jenen hervorrufen.

Die dritte Säule ist die Säule des politischen Kampfes. Hier können wir durch unterschiedliche Methoden, die eher unserem Wesen entsprechen, die gleichen Themengebiete wie die Männer abdecken. Wir müssen uns nicht zwischen zwei Wegen entscheiden, entweder mit den Männern mitziehen und zum Beispiel mit demonstrieren oder sich völlig rauszuhalten mit der Einstellung, der Mann sei ja demonstrieren, das reiche ja. Wir können uns methodisch dort einbringen, wo wir unsere Stärken haben. Wir wissen bereits, dass wir eine flüssigere Sprache und den größeren sprachlichen Einfallsreichtum haben. Folglich wären wir als Artikel-Schreiber und Vortragshaltende bei internen oder öffentlichen Veranstaltungen geeignet. Wir legen auch mehr Wert auf Ästhetik und besitzen daher ein besseres Auge dafür. Wir können daher Grafiken, Transparente oder Präsentationen anfertigen. Dies ist gleichwertige, jedoch andere Arbeit als der politische Kampf der Männer. Wenn sich mehr Frauen in diesen Bereichen einbringen, quasi Hintergrundarbeit leisten, würde das wiederum die Männer entlasten, die diese Aufgaben ja derweil auch erfüllen müssen. Die geschlechtlich, differenzierte Arbeitsteilung aufgrund unterschiedlich ausgeprägter Fähigkeiten, würde uns als Bewegung einen großen Schritt voranbringen.

 

Abschließende Bemerkungen

Frauen sind aufgrund ihrer Entwicklung mit mütterlichen Verhaltensweisen ausgestattet, gleich, ob sie Kinder bekommen wollen und können oder nicht. Wir können von der „Natur der Frau“ sprechen, da sie sich biologisch vom Mann unterscheidet und dieses auch Auswirkungen auf ihre Neigungen und Fähigkeiten nimmt. Diese biologischen Tatsachen haben sich kulturell manifestiert. Die kulturell erwartete Geschlechterrolle besitzt folglich eine biologische, dem Wesen der Frau entsprechende, Grundlage. Das gesellschaftliche Frauenbild ist jedoch auch von der Ansicht der Herrschaftsstrukturen abhängig. Das Frauenbild der Neuzeit ist geprägt von der christlichen Lehre und der kommunistischen Ideologie.

Im kommunistischen Manifest ist nachzulesen, dass es eine der Hauptaufgaben der sozialen Revolution sei, die Familie aufzulösen.

Der Kommunismus sieht in der Arbeitsteilung von Mann und Frau den Klassenkampf, da der Mann die Frau ausbeute. Friedrich Engels behauptete, dass die „Wiedereinführung des ganzen weiblichen Geschlechts in die öffentliche Industrie“ eine Vorbedingung für die Befreiung der Frau wäre. Das erfordere jedoch, dass die Kindererziehung Gesellschaftssache würde und die Einzelfamilie aufgelöst werden müsse.

Die Frankfurter Schule sah in dem autoritären Erziehungsstil und der Hierarchie in der Einzelfamilie die Ursachen der Verbrechen im Zweiten Weltkrieg. Im Sinne der Entnazifizierung und ihrer kulturellen Revolution forderten sie eine anti-autoritäre Erziehung, die Auflösung der Familie und alternative Lebensmodelle.

Auch Wilhelm Reich forderte die Auflösung der Familie im Sinne der sexuellen Revolution und -Befreiung. Anstelle der Familie wollte er das Kollektiv sehen,welches sich nicht auf Blut, sondern auf Wirtschaftlichkeit bezieht. Für ihn darf eine befreite Sexualität nicht an die Fortpflanzung gebunden sein, jede Art von Sexualität müsse der Heterosexualität gleichgestellt werden.

Aus solch politisch-ideologischen Grundannahmen leitet sich die zeitgeistliche Frauenrolle ab, welche im völligen Gegensatz zu der tatsächlichen Natur des Menschen steht. Sich über die biologische Fundierung von psychologischen Geschlechtsunterschieden Klarheit zu verschaffen, bedeutet die Erarbeitung eines wissenschaftlich begründeten Menschenbildes, wodurch die menschliche Natur in unseren politischen Entscheidungen berücksichtigt werden kann. Das Wegleugnen der Geschlechtsunterschiede und die Gleichmacherei helfen uns nicht weiter.

Nun ist in der Wissenschaft nicht alles schwarz und weiß. Dass es statistische Normen und Kategorien gibt, bedeutet nicht, dass es auch Abweichungen gibt. Diese Abweichungen sind zuerst einmal wertneutral. So gibt es Frauen, wie Männer, die nicht in diese Schemen passen und das ist völlig in Ordnung, denn der Mensch ist keine Maschine. Dennoch sollte man sich im Klaren darüber sein, der Norm eben nicht zu entsprechen und sich dann eben anders einzufügen. Es bringt nichts, sich in ein Bild zu zwängen, in das man nicht passt, ebenso wenig ist es aber förderlich, seine Abweichung denjenigen, die der Norm entsprechen, als erstrebenswert zu präsentieren, wie es heute viel zu lesen ist. So schreibt mittlerweile ein jeder, der „anders“ ist, ein Buch, hat einen Blog oder stellt sich anderweitig medial zur Schau und fühlt sich berufen, die Welt nach seinem eigenen Bilde neu zu ordnen. Der Gemeinschaft ist mehr geholfen, wenn man sich stattdessen auf seine Stärken besinnt und sich mit diesen sinnvoll im großen Ganzen einbringt, anstatt es niederreißen zu wollen.

 

Benutze Quellen
1. https://www.youtube.com/watch?v=qvaDhpuIBTY abgerufen am 16.03.2019
2. https://www.youtube.com/watch?v=7Mg8f97_X_4 abgerufen am 16.03.2019
3. Irenäus Eibl-Eibesfeldt „Die Biologie des menschlichen Verhaltens“, 2004, 5. Auflage, Piper Verlag GmbH München,
4. Am Zügel der Evolution Band 9, Gerhard Medicus- Was uns Menschen verbindet: Humanethologische Angebote zur Verständigung zwischen Leib- und Seelenwissenschaften, korrigierte und erweiterte 4. Auflage, 2017 , VWB-Verlag für Wissenschaft und Bildung
5. https://www.youtube.com/watch?v=nwzNc1OB7lo abgerufen am 16.03.2019
6. https://www.spektrum.de/lexikon/neurowissenschaft/geschlechtsunterschiede-aus-neurowissenschaftlicher-sicht/4636 19.03.19

 

 

Ehret die Frauen! Sie flechten und weben
Himmlische Rosen ins irdische Leben,
Flechten der Liebe beglückendes Band,
Und in der Grazie züchtigem Schleier
Nähren sie wachsam das ewige Feuer
Schöner Gefühle mit heiliger Hand.

Friedrich von Schiller (1759 – 1805)

 

Unser Frauenblog ,,Weggefährtin“ ist eine monatlich erscheinende Kolumne von Frau zu Frau in unterschiedlichen Ausprägungsformen auf der Netzseite des III.Wegs, die unser Wirken und Sein innerhalb der Partei ergänzend darstellt.
Bei Interesse: [email protected]

 

Zum Nachlesen: Teil 1

 

 





2 Kommentare

  • Sei gegrüßt Nadine,
    Vielen Dank für deinen Beitrag.
    Im ersten Teil möchte ich mich mit der methodischen Kritik auseinander setzen.

    Dieser zweiteilige Artikel stellt keine subjektive Meinung dar, sondern ist im Gesamtkontext des Artikels als logische Schlussfolgerung biologischer Tatsachen anzusehen.
    Auch empfinde ich die Quellen nicht als zu einseitig, da sehr viel mehr Quellen zur Recherche benutzt worden sind als diese im Artikel zitiert und daher angegeben worden sind.
    Diese deckten sich mit den hier gezogenen Erkentnissen und Schlussfolgerung, weswegen diese nicht angegeben wurden.
    Gerade die Humanethologie ist eine interdisziplinäre Wissenschaft, die Erkenntnisse aus vielen Wissenschaftsbereichen nutzt und diese in Einklang stehen.
    Es wurde Erkentnisse aus Wissenschaften miteinbezogen, die sich mit dem Verhalten, mit den Hormonen,mit dem Gehirn und der Morphologie allgemein beschäftigten. Sämtliche Quellen hatten das gleiche Ergebniss, weshalb ich die Analyse als objektiv ansehe.
    Zudem wurden keine Studien, sondern Fachliteratur als Primärquelle benutzt und Vorlesungen eines Evolutionsbiologen.

    Im zweiten Teil jetzt zur inhaltlichen Kritik.
    Wie mehrfach im Text erwähnt, sollten nur einige wenige Unterschiede zwischen Mann und Frau genannt werden.
    Würde ich sämtliche Unterschiede aufzählen, würde ich bestimmt 50 A4 oder mehr Seiten zusammen tragen, im Standartwerk zum menschlichen Verhalten allein schon, welches hier von E.E. genutzt wurde, sind diesem Kapitel 39 Buchseiten gewidmet.
    Sämtliche Unterschiede zusammen zu tragen würde hier den Rahmen sprengen und ist auch gar nicht nötig.
    Es sollte aufgezeigt werden, dass Mann und Frau sich in fast allen Bereichen von einander Unterscheiden und dies auch zu unterschiedlichem Verhalten, Motivationen und Fähigkeiten führt.

    Um die Kritik inhaltlich berücksichtigen zu können, wäre es hilfreich zu wissen, auf welche Stelle Du dich genau beziehst.
    Ich vermute aus dem Lexikon der Wissenschaft zum Thema: Geschlechtsunterschiede aus neurowissenschaftlicher Sicht
    „– Männer hätten ein besseres Abstraktionsvermögen und sind bei mathematischen Schlussfolgerungen überlegen“

    Es kann durchaus sein, dass neuere Forschungsergebnisse den ein oder anderen Unterschied besser erforscht haben und zu neuen Ergebnissen kommen, das soll hier gar nicht abgestritten werden. Dennoch bleibt der Gesamtkontext erhalten, da es, wie gesagt, seitenweise erforschte Unterschiede gibt, und dieser Unterschied weiterhin auch in Fachkreisen vertreten wird trotz der von dir erwähnten Studie.

    Studien gibt es allerdings viele, gerade die Amerikaner hauen ja bekanntlich eine Studie nach der Nächsten raus.
    Von daher haben wir jetzt zwei wissenschaftliche Stellen, die gegenteiliges behaupten. Dies hat man oft in wissenschaftlichen Debatten.
    Daher sind Meta-Studien zu empfehlen, die sämtliche Studien zu einem Thema zusammenfassen.

    Es geht in diesem Punkt gar nicht nur um schulische Leistungen im Gleichungen lösen. Mathematische Schlussfolgerungen können in Alltagssituationen gezogen werden und beinhalten logisches Denken, ein guter Umgang mit Zahlen und Größen und Rationalität.

    Wie häufig erwähnt, können gewisse Dinge einige Frauen genauso gut wie Männer, und manche Männer weniger gut als Frauen.
    Dennoch zeichnet sich ja ein Durchschnittswert ab, und um den Durchschnittswert geht es, nicht um hochbegabte Frauen und Männer im Vergleich.
    Und schauen wir uns die Entwicklung der Geschlechter an, wird ja auch klar, weshalb Männer und Frauen unterschiedliche Fähigkeiten haben.

    Zu dem Argument mit der Schule würde ich gegenteiliges behaupten bzw. sagen, dass hier zwei Themen zusammen geworfen werden.
    Die Jungs sind praktisch-interessierter als die Mädchen, sie ecken anhand der theoretischen Schulmethodik öfter an.
    Jungs raufen auch vermehrt auf dem Schulhof. Das liegt im unterschiedlichen Wesen der Geschlechter und daran, dass die Schulbildung diese Unterschiede nicht berücksichtigt. Meinen Erfahrungen nach sind liebe kleine fleißige Mädchen, die sich brav melden und fleißig lernen den Pädagogen lieber als Jungs, die rumzappeln, Flugzeuge im Unterricht aus Papier bauen, sich draußen und prügeln und häufig ungefragt falsche Antworten geben.
    Nun ein paar Worte zum männlichen Draufgängertum in der Schule bzw. dem Umgang mit Erfolg und Scheitern.
    Dieses Verhalten liegt, nach Ernst Peter Fischer daran, dass wir von männlicher Seite von Vorfahren abstammen, denen die Selektion die Fähigkeit verlieh, Abweisungen und Niederlangen abzuschütteln, auf weiblicher Seite gäbe es diesen Selektionsdruck nicht. Männchen mussten schon immer um Weibchen kämpfen und rivalisieren, ein Männchen, was dünnhäutig war und schnell aufgab, hatte schlechtere Fortpflanzungschancen. Weibchen hatten diesen Selektionsdruck nicht, da diese ja die Fortpflanzungsressourcen selbst kontrollierten. Männer mussten daher immer „Am Ball“ bleiben.
    Männer neigen daher zur Selbstüberschätzungund haben eine erworbene Misserfolgstoleranz, bei uns Frauen ist demgegenüber eher der Mangel von Selbstvertrauen festzustellen.
    Der genannte Autor beruft sich in seinem mir vorliegenden Werk häufig auf die berühmte und von mir geschätzte Psychologin und Sozialwissenschaftlerin Frau Bischof-Köhler mit Forschungsschwerpunkt Entwicklungspsychologie.
    Sie konnte in einem Experiment, dieses war ein Wissenwettstreit, beobachten, dass Mädchen, die gegen Mädchen antraten, sich erst meldeten, wenn sie wussten, dass die Kontrahenten nicht besser waren als sie selbst. Sie waren bei Meldungen eher zögerlich. Ganz anders bei den Jungs, sie meldeten sich auf jedenfall, gleich ob sie die richtige Antwort wussten.
    Daher wird Jungen häufiger Aufmerksamkeit geschenk als Mädchen, weil diese sich häufiger melden würden, auch wenn sie nichts zu sagen hätten. Die Jungs hielten an ihrer Strategie,trotz Misserfolge, fest, auch wenn sie ausgelacht worden sind. Im Wettstreit Mädchen gegen Jungs meldeten sich die Mädchen auch dann nicht, wenn sie wussten, dass sie besser waren als ihr Kontrahent.
    Jungs, attriburieren external, dass heißt, ein eintretender Erfolg von Jungs wird als Auswirkungen des eigenen Könnens bewertet, das Scheitern wird in Umständen gesehen. Bei Mädchen sei dies anders, tritt ein Misserfolg ein, würden sie die eigenen Unfähigkeit als Erklärung sehen. Bei Erfolg kämen sie kaum auf die Idee, dass die eigene Leistungsstärke dafür verantwortlich sein, sie denken, sie hätten nur Glück gehabt.

    Jungs scheinen mir also nicht beliebter zu sein, sondern sind vom Wesen her anders und bekommen daher vermehrt Aufmerksamkeit geschenkt.
    Das sind also zwei unterschiedliche Themengebiete die Du hier ansprichst, dass eine sind Fähigkeitstendenzen, dass andere Verhaltensweisen die mit dem Umgang von Erfolg und Misserfolg zu tun haben.

    Grundsätzlich bemüht man sich ja im heutigen Zeitgeist von Gender Mainstreaming, eine Gleicheit zwischen Mann und Frau zu propagieren.
    Männer und Frauen seien vom Wesen her gleich, sie würden gesellschaftlich nur nicht richtig gefördert werden, aufgrund unterschiedliche Geschlechterrollenvorstellungen. Würde die Gesellschaft die Frauen gleich fördern, hätten sie genau die gleichen Fähigkeiten wie die Männer. Dieses Konzept ist höchstens politisch noch relevant, wissenschaftlich wurde dies bereits gänzlich wiederlegt.
    Kennst du die Dokumentation Das Gleichstellungs – Paradox, hier geht man genau diesen Fragen nach.
    https://m.youtube.com/watch?v=3OfoZR8aZt4

    Dort sind auch genügend Beispiele zu finden, so unter anderen, dass Kinder ab dem ersten Tag an unterschiedliche Interessen haben.
    Jungs sich eher für mechanische Spielzeuge interessieren, Mädchen sich eher zu Gesichtern und weichen Spielzeug hinwenden.
    Auch in einem Land, in dem Gleichstellung sehr wichtig ist und ihnen alle Möglichkeiten offen stehen, gehen Frauen eher in „arteigene“ Berufe statt technisch- mathematische Berufe zu wählen.
    An irgendwas muss es ja liegen, dass diese wenig Interesse dafür zeigen. Dies wird auch sehr einleuchtend und präzise in der Dokumentation aufgezeigt auf die ich jetzt hier verweisen möchte, um die Argumente nicht alle aufschreiben zu müssen, die Wissenschaftler dir dort gezeigt werden, erklären das aus ihren Fachbereich schon ganz gut.
    Zu diesem Bereich ist mittlerweile soviel geschrieben und veröffentlicht worden, dass diese Hinweise als Antwort ausreichend sollte.
    Ich danke dir für den Hinweis, dass die Forschung weitergeht und weiterhin in der Wissenschaft gestritten wird.
    Wenn deine Kritik jetzt nur diesen einen Punkt betrifft, ändert es am Gesamtkontext nichts.
    Besten Gruß

    Die Autorin 03.04.2019
  • Interessante Meinung, jedoch schade, dass die Studien etwas einseitig gewählt sind, so gibt es zum Beispiel auch Studien, dass Mädchen deutlich besser oder zumindest gleich auf in dem Fach Mathematik sind.
    Die amerikanischen Forscherinnen Janet Hyde und Janet Mertz von der Universität Wisconsin veröffentlichten im Fachblatt PNAS eine Studie, die zeigt: Mädchen können genauso gut rechnen wie Jungs, auch in der Gruppe der Talentiertesten gibt es keine Unterschiede.
    Viel mehr sollte man sich Fragen warum ausgerechnet in einem fortschrittlichen Land wie Deutschland im Gegensatz zu den arabischen oder nordeuropäschen Ländern, Mädchen deutlich schlechter als Jungen abschneiden?
    Liegt es vielleicht daran, dass ganz klar statistisch gesehen, Schüler die sich in den Vordergrund spielen und frech sind, bei Lehrern und generell in der Gesellschaft beliebter sind und deshalb mehr gefördert werden?

    Nadine 03.04.2019