Droht dem Land der aufgehenden Sonne der Untergang? Eine Betrachtung von Japans „neuer“ Einwanderungspolitik

Am 01. April diesen Jahres verabschiedete Japan unter der Regierung Shinzo Abes, einem Mann, der von westlichen Medien als Nationalist bezeichnet wird, ein neues System zur Regelung der Visa von gering- und mittelqualifizierten Gastarbeitern und ausländischen Spitzenkräften, die im Land arbeiten.

Bisher war es üblich, daß ein Gastarbeiter maximal drei Jahre im Land bleiben durfte und dieses nach Ablauf der drei Jahre ohne Ausnahme verlassen musste. Diese drei Jahre musste er ohne seine Familie verbringen, denn es war grundsätzlich untersagt, dass ein Gastarbeiter Angehörige mit ins Land bringen durfte. Dies war lediglich Spitzenkräften gestattet. Um in Japan als ausländische Spitzenkraft zu gelten, musste der Bewerber ausgezeichnete Japanischkenntnisse, mehrjährige Arbeitserfahrung und einen exzellenten Hochschulabschluss mitbringen und darüber hinaus eine hochdotierte Arbeitsstelle im Land vorweisen können.

Davon abgesehen bestand eine Arbeitserlaubnis für ausländische Studenten, welche allerdings auf maximal 28 Stunden in der Woche begrenzt war – was jedoch, zumindest aus nichtjapanischen Augen, sehr großzügig erscheint.

Asylanten nimmt Japan fast keine auf. Im Jahr 2017 wurde von 20.000 Asylanträgen 20 stattgegeben. Dies entspricht einer Anerkennungsquote von 0,1%.

Nun hat sich dieses System geändert. Die liberal-kapitalistischen Medien des Westens jubelten bereits, da sie nun den Anfang vom Ende des homogenen Japans auszumachen glaubten, welches sich wiederholt gegen die Gleichheitsideologie des Westens gestemmt hatte. Japan weist bei seinen 126 Millionen Einwohnern lediglich 1,3 Millionen Ausländer auf, was etwa 2% beträgt. Dabei handelt es sich v.a. um Chinesen, Vietnamesen und Philippinen.

Nun sollen bis zum Jahr 2025 345.000 Gastarbeiter ins Land kommen. Ist dies tatsächlich der drohende Untergang Japans aufgehender Sonne? Sind die Schleusentore der Völkervermischung geöffnet worden? Den Gleichheitsideologen des Westens nach zu urteilen durchaus. Doch wie sieht es tatsächlich aus? Betrachten wir uns die Änderungen des Visum-Systems.

Japan prägt seit Jahren im Rahmen seiner Gastarbeiterpolitik den Begriff der „temporären Migration“, was deutlich macht, dass man eine Einwanderung von Fremden vermeiden möchte – und dies mit Erfolg. Das neue Visum-System ändert daran überhaupt nichts. Die Veränderungen sind marginal, von einem Einwanderungsland kann nicht die Rede sein. Die Aufenthaltserlaubnis wurde für Gastarbeiter von drei auf fünf Jahre erhöht. Familienmitglieder dürfen immer noch nicht mit ins Land – nur der Arbeiter ist gestattet, sonst niemand. Tätig sein dürfen die Gastarbeiter, welche ausschließlich aus acht ostasiatischen, also kulturnahen, Ländern stammen dürfen, in vierzehn ausgewählten Branchen, darunter dem Agrar- und Bauwesen und der Pflege.

Das neue Visum der Spitzenkräfte sieht vor, dass diese nach einem zehnjährigen Aufenthalt eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung beantragen dürfen. Natürlich gilt, dass die Gastarbeiter nach Ablauf der fünf Jahre das Land ausnahmslos zu verlassen haben. Zeitlich ist die Änderung übrigens so gelegt, dass sich die Gruppen der Gastarbeiter faktisch die Klinke in die Hand geben und sich ihre recht niedrige Zahl nicht nennenswert verändert. Es gilt nach wie vor, dass jeder Gastarbeiter ordentliche Japanischkenntnisse aufweisen muss – woran schon früher viele Anwerber gescheitert sind. Die japanische Regierung hat zudem bereits verkündet, dass das Programm, sollte es sich negativ auf die sehr geringe Kriminalität im Land auswirken, zeitnah eingestellt wird.

Betrachtet man sich die anderen Maßnahmen Japans zur Förderung der Familienbildung und des Nachwuchses, die Innovationskraft im technischen Bereich, die wirtschaftliche Stabilität und die allgemeine Bildung des japanischen Volkes, an welchem alle Versuche einer Umerziehung zum Selbsthass bisher gescheitert sind, so kann man davon ausgehen, daß der Japaner noch lange sein Land als sein Land betrachten kann. Japan widerlegt zudem jegliche Phantastereien von Gleichheitsideologen, die meinen, homogene Völker seien von Natur aus dem Untergang geweiht. Das homogene Japan übertrifft in Bildung und wirtschaftlicher Innovation die multiethnische BRD bei Weitem. Vielleicht blasen deshalb die Lügenmäuler der Systempresse den abstrusen Wunschgedanken hinaus, dass Japan nun zum Vielvölkerstaat wird. Die Realität wird sie eines Besseren belehren.





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