Zu einer Demonstration in Warschau zum Gedenken an die Unabhängigkeit Polens im Jahr 1918 nahmen über 60.000 Menschen teil. Die Demonstration wurde von nationalkonservativen Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) unter dem Motto „Wir wollen Gott“ organisiert, an ihr nahmen aber auch verschiedenste andere nationale Gruppen teil. Immer wieder waren Sprechchöre wie „Gott, Ehre, Vaterland“ und „Polnische Industrie in polnische Hände“ zu hören oder Spruchbänder mit den Aufschriften „Weißes Europa“ und „Sauberes Blut“zu sehen.
Der Tag der Unabhängigkeit am 11. November wird in Polen als Nationalfeiertag begangen. An diesem Tag im Jahr 1918 hatte Józef Pilsudski den Oberbefehl über die polnischen Truppen übernommen und die Unabhängigkeit Polens ausgerufen. Zuvor war er aus der Festungshaft in Magdeburg entlassen worden. Außerdem wurde am besagten Tag der Waffenstillstand in Compiègne zwischen Deutschland und Frankreich nach dem 1. Weltkrieg beschlossen und somit die lange Teilung Polens durch Preußen, Österreich-Ungarn und Russland beendet.
Der komplette Demonstrationszug im Schnelldurchlauf














