AfD wirft Landtagsabgeordneten Wolfgang Gedeon wg. Antisemitismus aus der Partei
Der baden-württembergischen AfD-Landtagsabgeordnete Wolfgang Gedeon wurde heute wegen angeblichen parteischädigenden Verhalten vom Bundesschiedsgericht aus der Alternative für Deutschland ausgeschlossen. Wolfgang Gedeon könnte nun nur noch gegen den Rauswurf vor einem staatlichen Gericht klagen. Begründet wird der Rauswurf, da einige seiner Schriften als antisemitisch bewertet worden waren. Dabei ging es um die zu positive Besprechung der „Protokolle der Weisen von Zion“. In diesen Protokollen plante 1897 eine jüdische Elite eine Art Weltregierung. Die BRD sieht dieses Dokument als Fälschung an. Und wer was anderes behauptet, fällt scheinbar auch in der AfD in Ungnade.
Dass Gedeon nun wegen parteischädigenden Verhaltens aus der AfD ausgeschlossen werde, sei ein „so überfälliges wie richtiges und wichtiges Zeichen„, denn er habe mit „israelfeindlichen und antisemitischen Positionen über Jahre schweren Schaden zugefügt“, sagte AfD-Bundesvorsitzende Jörg Meuthen. Weiter heißt es bei der judenfreundlichen AfD: „Es gibt keinen Platz für Antisemiten in der AfD.“
