9/11: Angriff auf New York als Betrugsmasche mißbraucht

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Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 auf das World Trade Center (WTC) in New York haben sich us-amerikanische Feuerwehrmänner und Polizisten reihenweise als Helden der amerikanischen Nation feiern lassen. Der fast schon sakrale Kult um die beiden Berufsgruppen wird bis heute in den Vereinigten Staaten u. a. in Kindergärten, Schulen und sogar in Hollywood zelebriert. Der durch die zwei schlecht parkenden Flugzeuge in den Zwillingstürmen gedemütigte Weltpolizist USA versuchte sich danach durch die Mythologisierung der Rettungskräfte selbst wieder moralisch aufzurichten.

Doch nun zerplatzt der neue amerikanische Traum wie eine Seifenblase. Vor einem New Yorker Gericht stehen zurzeit über 100 städtische Angestellte des „big apple“, weil sie im großen Stil Behindertenunterstützungen als Folgeschäden des 11. September über Jahre hinweg abzockten, obwohl sie tatsächlich keinerlei Einschränkungen vorzuweisen hatten. Die Polizeibeamten und städtischen Brandbekämpfer der US-Metropole gaben gegenüber Versicherungen vor, durch den Angriff auf die WTC-Türme und den dadurch erfolgten Rettungseinsatz arbeitsunfähig geworden zu sein. Neben diverser Traumata, schwerwiegenden Behinderungen und diverser anderer übler Krankheiten wurden sogar Geisteskrankheiten von den Betrügern vorgetäuscht, um an staatliche Hilfsgelder zu kommen. Scheinbar mit Erfolg: Bis zu 50.000 Dollar jährlich sollen sich die Stadtangestellten so illegal erschlichen haben.

Offensichtlich hat man bei den vermeintlichen „Heroen“ nicht so genau nachgeprüft, um den neuen amerikanischen Traum und neuzeitlichen Heldenepos auch Wirklichkeit werden zu lassen. Der größte Rentenbetrug der Vereinigten Staaten war allerdings von langer Hand organisiert. Sogar FBI-Angestellte hatten ihre Finger mit im schmutzigen Spiel. Sie gaben hilfreiche Tipps, mit welchen Angaben man sich entsprechende Diagnosen erschleichen konnte – natürlich auf Provisionsbasis.

Die US-Ermittler deckten in dem Fall nun auf, daß die vermeintlich „Betroffenen“ nicht einmal in der Nähe des WTC waren, als der Angriff auf New York stattfand. Die Betrüger waren sich ihrer Sache aber offensichtlich sehr sicher: In sozialen Netzwerken wie Facebook posteten die angeblich nicht mehr Gehfähigen zahlreiche Bilder von sich bei Extremsportarten oder lächelnde Urlaubsfotos, auf denen keinerlei gesundheitliche Einschränkungen zu sehen waren. Ein diagnostizierter Arbeitssunfähiger präsentierte sich sogar auf seiner eigenen Netzseite stolz als Betreiber eines gutgehenden Kampfsportstudios.

Die Behörden vermuten nun, daß der Gesamtschaden der groß angelegten Betrugsmasche insgesamt mehr als 400 Millionen Dollar betragen könnte. „Die Unverfrorenheit ist schockierend“, sagte der Staatsanwalt von Manhattan, Cyrus Vance, angesichts der frechen Abzocke seiner Landsleute. Die Vereinigten Staaten bleiben so wohl nicht nur durch ihren einmaligen und maßlosen Abhörterror weiter das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

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