Besetztes Land: US-Geheimdienst weiter in der BRD aktiv

Home/Ausland/Besetztes Land: US-Geheimdienst weiter in der BRD aktiv

Die etablierten Politiker in der Bundesrepublik zeigen sich angesichts immer neuer Enthüllungen über die massive Ausspähung Deutschlands durch die us-amerikanischen Geheimdienste in den lizenzierten Systemmedien wieder einmal aufgesetzt empört. Nachdem der vom NSA-Spitzeldienst ausgebildete Nachrichtendienstler Edward Snowden vor Monaten bereits öffentlich machte, daß alle Bundesbürger flächendeckend durch die NSA abgehört werden, wird nun in regelmäßigen Abständen eine neue Sau nach der anderen durchs Dorf getrieben.

So entlarvten Snowdens Unterlagen auch, daß die US-Schlapphutbehörden selbst die kinderlose Bundeskanzlerin überwachen ließen und ihre Handydaten und –gespräche seit Jahren von US-Agenten protokolliert werden. Auch die einfachen Bundesbürger und innovativen BRD-Unternehmen werden von der NSA millionenfach abgehört und ihre abgefischten E-mail- und Telefondaten ohne richterliche Grundlage dann in den Staaten gespeichert. Der Proteststurm der willfährigen volksfeindlichen BRD-Regierung gegen diesen diplomatisch-kriegerischen Akt hielt sich indes in untertänigsten Grenzen.

Nun wurde aktuell bekannt, daß mindestens ein Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes (BND), der in Deutschland eigentlich zum Schutz unseres Landes gegnerische Aktivitäten aufdecken sollte, für den amerikanischen Auslandsgeheimdienst CIA spionierte. Öffentlich wurde der Fall scheinbar nur, weil die BRD-Schlapphutbehörden, die dem Verräter auf die Schliche kamen, erst von einer Weitergabe der BND-Dokumente an den russischen Geheimdienst FSB ausgingen und daraufhin glaubten, einen großen Fisch an der Angel gegen Russland in den Medien vermarkten zu können.

Jedes souveräne Land der Welt, von Costa Rica bis Luxemburg, hätte auf jeden Fall heftigst gegen diese entlarvten feindlichen Angriffe aus dem us-amerikanischen Geheimdienst-Milieu öffentlich protestiert und politische Sanktionen eingeleitet. Nur eines der wirtschaftlich stärksten Länder der Welt, die Bundesrepublik Deutschland, jammert stattdessen kleinlaut wie ein ängstliches Kind mit nassen Hosenboden im Sandkasten vor sich hin, als wäre ihm von den Größeren das Förmchen geklaut worden. BRD-Außenminister Steinmeier sagte traditionell duckmäuserisch und nichtssagend zum eklatanten Spitzelskandal, daß der aktuelle Spionagevorwurf gegen den CIA "keine Kleinigkeit" sei.

Wenn der Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes (BND) tatsächlich für den US-Geheimdienst spioniert haben sollte, äußerte sich hingegen der sonst enorm kriegshetzende Pfarrer aus Rostock, der inzwischen auch das Amt des Bundespräsidenten begleitet, "dann ist ja wohl wirklich zu sagen, jetzt reicht`s auch einmal". Diese lächerlichen Äußerungen in Demutshaltung führender BRD-Politiker lassen für die Beobachter des Trauerspiels nur den Schluß zu, daß die BRD-Regierung keine deutschen Interessen vertreten will, sondern hierzulande vielmehr weiter als willfähriger Erfüllungsgehilfe der us-amerikanischen Besatzungsmacht fungiert. Jeder Deutsche mit noch etwas verbliebenem nationalem Anstandsgefühl muß sich für diese politische Klasse hier im Lande mehr als fremdschämen.

Lediglich Finanzminister Wolfgang Schäuble gab im Rahmen einer Diskussion über die Finanz- und Kapitalismuskrise in den letzten Jahren einmal vor laufenden Kameras zu, daß Deutschland seit 1945 nicht mehr die volle Souveränität erlangt hätte. Das ist auch die einzige Erklärung, warum die US-Amerikaner als führende Besatzungsmacht in Deutschland ungehindert von Seiten der BRD-Regierung die Bürger und Geheimdienste und sogar die scheinbar wichtigste Frau im Land nachrichtendienstlich bespitzeln und großflächig ausspähen können, ohne daß dies spürbare Folgen für Obama und Co. nach sich ziehen würde.

Aber keiner der vermeintlichen BRD-Qualitätsmedien, die doch immer sonst so aufklärerisch wirken wollen, geht in der Diskussion um Snowden, NSA und BND auf den immer noch existenten Zustand der Besatzungsverhältnisse hier im Merkelland ein. Diese Umstände werden stattdessen gezielt ausgeblendet und um das eigentliche Problem herumgeschrieben. Die USA und ihre ebenfalls spitzelnden Brüder im Geiste von den britischen Inseln werden immer noch schleimspurig als Partner und Freunde verklärt, anstatt den Deutschen einmal die Karten über ihre eigene Rechtslage auf den Tisch zu legen und reinen Wein einzuschenken.

Aber scheinbar will es auch keiner in Deutschland wirklich wissen. Nirgendwo ist ein spürbarer Protest zu vernehmen, keine öffentlichkeitswirksame Demonstration – nichts! Im Deutschland von heute, in dem einem sogleich der Schriftzug „Neonazi“ wie eine Brandmarke auf die Stirn gestempelt wird, wenn man hier die eigene nationale Ehre und Würde einfordert, ist es wohl der Mehrheit im Lande wichtiger, daß „Jogi`s Jungs“ von der BRD-Deutschland AG so weit wie möglich im WM-Tunier kommen. Bei gut durchgegrilltem mariniertem Fleisch, ausreichend kaltem Suff und Spiele und bei der schönsten Nebensächlichkeit der Welt, ist es vielen scheinbar nur lästig sich näher um die elementaren Geschicke unserer Heimat zu kümmern. Den Preis für diesen selbstgewählten Hedonismus wird man vielleicht nicht gleich in diesem Sommer zahlen, vielleicht auch noch nicht im nächsten. Aber nur ein Idiot wird darauf wetten, daß uns die Rechnung dieses organisierten Wegschauens nicht eines Tages von unseren Feinden einmal präsentiert wird.

Bild: LesScholz / www.bigstockphoto.com