
Als sie sich die Frikadelle auf dem Brötchen näher ansah, entdeckte die aufmerksame Kundin doch tatsächlich ein liebevoll mit Butter gemaltes Hakenkreuz. Ganz gutmenschlich beschwerte sich die empörte Fast-Food-Konsumentin bei der zuständigen Restaurantleitung angesichts des kulinarischen Scherzchens, den sich dort ein schlechtbezahlter Hamburger-Brater ungefragt erlaubte. Selbst in den USA, wo das Hakenkreuz im Gegensatz zur meinungsfeindlichen Bundesrepublik nicht strafbar ist, wurde der arme Tropf hinter der spritzenden Pommes-Fritteuse daraufhin sofort entlassen.
Aber nicht nur der bundesdeutsche Focus, sondern selbst der US-Fernsehsender ABC interessierte sich brennend für die Hakenkreuz-Story und interviewte die im US-Staat North Carolina beheimatete McDonalds-Kundin, welche das mit Butter verzierte Sonnenrad auf der Bulette offensichtlich gar nicht lustig fand. Der Großvater der geschwätzigen Hamburger-Freundin hat sogar angeblich im Zweiten Weltkrieg im Pazifik gekämpft, gab sie den amerikanischen Medien zu Protokoll.
Was das mit dem Hakenkreuz auf ihrem Hamburger zu tun hat, erschließt sich dem neutralen Betrachter wohl erst auf den zweiten Blick. Weitaus interessanter wäre die Mitteilung gewesen, ob der Opa im Pazifikraum an US-Kriegsverbrechen gegenüber den tapfer kämpfenden Japanern beteiligt war, wie so viele andere seiner us-amerikanischen Kameraden damals auch. Darüber schweigt sich die sonst so mediengeile Enkelin jedoch aus.













