Franken: Posse um winziges Schuhfeuer in Asylheim

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In einer Asylkaschemme im Nürnberger-Land gerieten am Abend des 1. März 2016 ein paar Schuhe in Brand. Das winzige Feuerchen wurde von den Asylanten selber wieder gelöscht und wäre laut – natürlich sofort hinzugezogenen – Brandsachverständigen wohl auch von selber wieder erloschen. Der verursachte Sachschaden beläuft sich auf lächerliche 100 (sic!) Euro. Das regionale Gutmenschentum, mitsamt Systemjournallie und Polizei ist sich hier aber freilich nicht zu blöd einen „fremdenfeindlichen Anschlag“ zu vermuten. Angeblich hat die Polizei bereits einen Tatverdächtigen im Visier. Es soll sich um einen Asylanten aus der Einrichtung handeln.

In dem zur Asylkaschemme umfunktionierten Mehrgenerationenhaus in der Gemeinde Pommelsbrunn, genauer gesagt in der Pegnitztalstraße im Ortsteil Hohenstadt, sind seit April 2015 Asylanten einquartiert. Das alte Gebäude bietet insgesamt Platz für 39 kulturfremde Einwanderer (siehe hierzu: Neue Asyl-Kaschemmen im „Nürnberger Land“). Am Dienstagabend wurden nach Auskunft der Polizei gegen 19 Uhr im Hausflur der Kaschemme abgestellte Schuhe angezündet. Der Brand wurde durch die Bewohner sogleich wieder gelöscht und die herbeieilende Feuerwehr musste daher gar nicht erst eingreifen. Wäre der Vorfall in einem ganz normalen Haus geschehen, würde die Geschichte als offensichtlicher „dummen Jungen-Streich“ oder Bagatelle abgetan worden. Da in dem Haus aber nun einmal Asylanten wohnen, wurden sogleich schwere Geschütze aufgefahren. Ein Großaufgebot von Rettungskräften versammelte sich vor der Asylkaschemme. Das Gebäude wurde versiegelt und der Tatort von der Spurensicherung und von Brandexperten untersucht. Die in dem Gebäude hausenden 28 Asylanten evakuierte man ins Feuerwehrgerätehaus, wo sie vom „Roten Kreuz“, einem sogenannten „Kriseninterventionsteam“ und einen Notfallseelsorger versorgt wurden. Sicherlich wurden den Schuhlosen unter den illegalen Einwanderern auch gleich neue Treter besorgt. Über Nacht bekamen sie dann Obdach in der Asylkaschemme im nahen Schwaig.

Asylkaschemme in Hohenstadt (Archivbild)

Polizei gründet Ermittlergruppe

Die Polizei gründete umgehend eine bis zu 18-köpfige Ermittlergruppe, welche das winzige Schuhfeuerchen aufklären soll. Auch das bayerische Landeskriminalamt ist mittlerweile eingebunden, um herauszufinden, wer die knapp 100 Euro Sachschaden zu verantworten hat. Aus „ermittlungstaktischen Gründen“, wie es heißt, äußere man sich jedoch nicht zum aktuellen Ermittlungsstand. Die regionalen Gazetten müssen sich derweil mit sinnfreien Zitaten der Ermittler wie „Es wurden mehrere Gegenstände gefunden, die derzeit untersucht werden. Ob diese jedoch überhaupt mit dem Brand zu tun haben, ist unklar“ begnügen. Natürlich könne auch ein „fremdenfeindlicher Anschlag“ nicht ausgeschlossen werden heißt es gebetsmühlenartig in allen Bericht zu dem Fall. Für jeden Polizeibeamten, der seinen Kopf auch zum Denken und nicht nur als Mützenständer benutzt, ist indes klar, dass der Verursacher des Schuhfeuerchens eher unter den Asylanten aus der Unterkunft zu suchen ist. Der polizeiliche Staatsschutz missbrauchte den lächerlichen Brand natürlich sogleich, um nationale Aktivisten im Umland zu belästigen.

Linksextremisten im Betroffenheits-Wahn

Bei der Lektüre der Lügenpresse und diverser einwanderungsfreundlicher bis linksextremer Internetseiten gewinnt man den Eindruck, dass man sich dort geradezu einen „rechtsextremen Anschlag“ herbeiwünscht, um mal wieder so richtig betroffen zu sein. Das linksextreme Bündnis „Nazistopp Nürnberg“, um den Sozialpädagogen Max Gnugesser-Mair und die Diplom-Sozialwirtin Birgit Mair, schießt allerdings (mal wieder) den Vogel ab. Auf ihrer Netzpräsenz betonen sie in ihrer offenkundig maßlosen Gier nach „Nazi-Anschlägen“, dass „die mörderische und rassistische Handschrift“ unverkennbar sei. Der Wahnbeitrag wird noch mit der Parole: „Die rassistischen Mörder sind unter uns! Es ist fünf nach zwölf!“ verstärkt. Wo die Toten sind, welche von den „Mördern“ hingemeuchelt wurden, verraten die selbsternannten „Nazistopper“ jedoch nicht. Auch der Hinweis, dass Hohenstadt lediglich knapp 10 Kilometer von Vorra, wo im Dezember 2014 eine zukünftige Asylkaschemme Feuer fing, entfernt ist, bringt keine Klärung diesbezüglich. Bei dem Brand in dem unbewohnten Haus kam ebenfalls nicht eine einzige Person auch nur ansatzweise zu schaden (siehe hierzu: Kein „rassistisches“ Motiv nach Asylheim-Brand in Vorra). Ebenso gab es hier nur einen Brandanschlag und keine „Anschläge“ wie die paranoiden Antifas behaupten.

Screenshot „Nazistopp Nürnberg“

Tierischer Brandstifter in naher Asylantenunterkunft

Bereits in der Vergangenheit gab es im Nürnberger Land abenteuerliche Brandursachen in Asylkaschemmen. Zuletzt kam es in der nahen Unterkunft für 17 Ausländer in der Hersbrucker Gartenstraße zu einem Feuerwehreinsatz. Der Schwelbrand konnte schnell gelöscht werden. Auslöser war hier eine Maus, welche Kabel durchgefressen hatte, woraufhin es zu einem Kurzschluss mit anschließender Feuerentwicklung kam. Ob die Maus, welche bei der Aktion ums Leben kam, in „fremdenfeindlicher Absicht“ gehandelt hatte, ließ die Polizei letztendlich offen. Ausgeschlossen werden konnte es jedoch auch nicht. Als Tatverdächtige für das Hohenstädter Feuer fällt sich jedenfalls aus.

Asylant als Brandstifter in Hohestadt?

Mittlerweile ist aus Ermittlerkreisen auch zu erfahren gewesen, dass offenbar ein Asylant aus der betroffenen Kaschemme unter dringenden Tatverdacht geraten ist, die Schuhe angezündet zu haben. Mit der Aktion wollte er die Verlegung in ein anderes Asylheim erreichen. Diese Meldung wird allerdings wohl in den volksfeindlichen Gazetten – wenn überhaupt – lediglich als Randnotiz erscheinen.

Nachtrag: Wie am 20. April 2016 bekannt wurde, hat die Polizei einen 25-jährigen Bewohner der Unterkunft festnehmen können. Der Asylant hat die Brandstiftung daraufhin gestanden (siehe: Franken: Asylant legt Feuer in Asylkaschemme)