Ein Besuch in Syrien (Teil 1): Die Beweggründe

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Am 23. Januar 2016 lud die „European Solidarity Front for Syria“ (ESFS) zu einem Vortrag in die bayerische Landeshauptstadt München. Zahlreiche Mitglieder der nationalrevolutionären Partei "Der III. Weg" kamen und lauschten den Worten über die Hintergründe des Krieges in Syrien und die aktuelle Lage vor Ort (siehe: Syrien – Zwischen Freiheit und Terrorismus). Für einen jungen Aktivisten unserer Partei sollte dies der Beginn für eine Reise sein. Zusammen mit der ESFS bereiste er das vorderasiatische Syrien und verschaffte sich dort mit eigenen Augen selbst einen Überblick. Hier nun der erste Teil des Erlebnisberichts, welcher fortlaufend auf unserer Netzseite veröffentlicht wird.

Syrien also. Ein Land, mit dem man sich für gewöhnlich wenig beschäftigt. Ich bin zwar sehr reisefreudig, aber meist geht es für mich eher ins nähere europäische Ausland. Warum nun nach Syrien? Zum einen war es generell eine gewisse Neugier auf ein Land, mit einer uns relativ unbekannten Kultur, Geschichte und Identität. Schließlich ist es doch grade die Vielfalt der Völker dieses Planeten, welche die Menschheit so einzigartig macht. Durch Reisen, und die dadurch gewonnenen Einsichten über die Vielfalt der Menschen, erkennt man auch die eigenen Identität in ihren speziellen Zügen und Facetten deutlich klarer. Vor allem aber auch der Umstand ein Land zu erleben, in dem ein vermeintlicher Bürgerkrieg stattfindet, der nach einem – aus schon so vielen Ländern bekannten – Schema stattfindet. Sind es doch gerade vorhandene Bodenschätze, welche solche Länder in Kriege stürzen oder ihre strategische Lage. Auch Absatzmärkte benötigt die "westliche Wertegemeinschaft" ständig, wodurch zuvor friedlebende Staaten destabilisiert werden. Ganz aus ist es, wenn ein Land wirtschaftlich oder politisch eigene Wege geht und Angebote ausschlägt, welche für das Volk negativ aber für einige Wenige lukrativ sind.

Plötzlich Unruhen. Plötzlich Demonstrationen. Plötzlich eskaliert die Gewalt. Plötzlich soll eine Regierung nur aus Verbrechern bestehen. Plötzlich türmt sich ein Tribunal aus Medien und internationaler Politik auf. Und plötzlich ist Krieg und fremde Truppen betreten das Territorium des Landes. Ja, so oft haben wir dieses Schema bereits gesehen. Ob in Afghanistan, im Irak, oder in Libyen – in jüngster Zeit folgte auf ein Blutvergießen das nächste, immer unter dem Motto der vermeintlichen Menschlichkeit und Demokratie und immer blieben destabilisierte, zerrissene Länder zurück. Befreit fühlte sich dort niemand!

Impression vom zerstörten Syrien

Auch Syrien wurde vom sogenannten „arabischen Frühling“ erfasst. Zunächst schien es eher friedlich, doch die Gewaltspirale spitzte sich immer weiter zu. So schien auch hier die Kolonialisierung und der Einzug der sogenannten „westlichen Wertegemeinschaft“ nur eine Frage der Zeit zu sein. Anders als in anderen arabischen Ländern existiert jedoch in Syrien der Staat noch, weil so viele hinter der Führung und besonders hinter ihrem Präsidenten Baschar al-Assad stehen. Warum dies so ist, sollte ich auf dieser Reise erfahren.

Dieser Krieg trug und trägt bekanntlich auch zum riesigen Strom echter und vermeintlicher Flüchtlinge nach Europa bei. Dabei stellte sich für mich von Anfang an die Frage, wie man diesen Menschen helfen kann, ohne die Probleme auf unseren Heimatboden umzuwälzen. Wie funktioniert Hilfe, ohne dabei eine Wanderbewegung in Gang zu setzen?

Ich war neugierig und so wollte ich trotz aller Risiken diese ungewöhnliche Reise auf mich nehmen.

Mehr lesen Sie morgen im zweiten Teil unserer einwöchigen Reihe „Ein Besuch in Syrien“.

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