
Bei der Kandidatur von Barack Obama verkündete die Propaganda, daß nun ein neues Zeitalter beginnen würde, da ein Schwarzer zum höchsten Staatsamt aufsteigt. Angeblich bedeutete diese Tatsache einen Bruch mit dem bisherigen System. Dies erwies sich als große Lüge. Obama wurde mit viel Vorschußlorbeeren gewählt, nur für seine Hautfarbe wurde ihm der Friedensnobelpreis überreicht – doch die Politik nahm den gleichen Lauf, wie man es von den USA gewohnt ist. Obama agierte außenpolitisch aggressiv, und die Lage der Schwarzen und Sozialschwachen im eigenen Land besserte sich um keinen Deut.
Diesmal aber deutet sich in der Kandidatur von Donald Trump tatsächlich eine Veränderung an. Manche behaupten, das Land habe sich dadurch bereits in Richtung eines „Faschismus light“ verändert. Die Reaktion der Demokratischen Partei unter der Spitzenkandidatin Hillary Clinton könnte jedenfalls nicht ängstlicher sein. Die Republikaner unter Trump gelten als massive Bedrohung dessen, was in den letzten 100 Jahren aus Amerika geworden ist.
Diese spannende Situation legt es nahe, sich noch einmal die traditionellen Unterschiede zwischen Republikanern und Demokraten vor Augen zu führen. Der Unterschied besteht weniger im politischen Programm als im Profil der jeweiligen Unterstützer, Wähler und Sponsoren. Die Republikaner als erklärte „Patrioten“ bestehen vielfach aus „schaffendem“ Kapital, Landbesitzern, kleinen Gewerbetreibenden und Staatsangestellten. Die Demokraten werden gewählt von Schwarzen, Hispanics (lateinamerikanischer Abstammung) und Sozialdeklassierten. Insoweit erscheinen sie als „linke Alternative“.
Wenn sie das wirklich wären, hätte Trump allerdings keine Chance. Sein Wettern gegen das Establishment würde dann ihn selbst als Millionär und seine Bonzen-Partei treffen. Er würde völlig unglaubwürdig sein. Trump funktioniert nur, weil die Demokratische Partei in Wirklichkeit eine Allianz aus Unterprivilegierten, speziell Farbigen, einerseits und anderseits einigen Gruppen ist, die man hier nicht vermuten würde: Hollywood, Hochfinanz und Hochschulen nennt es ein amerikanischer Kommentator. Das Filmgeschäft, das Finanzgeschäft und die Intellektuellen haben sich mit den Einwanderern verbündet, um – wie Donald Trump es ausdrückt – Amerika zu zerstören.
Fragt man sich aber, was diese scheinbar so verschiedenen Gruppierungen alle gemeinsam haben, dann ist es nicht etwa die „linke“ Einstellung, sondern es ist die jüdische Dominanz. Sie verbindet sich mit den Interessen der Einwanderer zulasten der normalen amerikanischen Bürger. Wenn man weiter fragt: worin besteht dieses „jüdische Interesse“, so besteht es in einer wachsenden Mobilität der Gesellschaft, in einer Auflösung der gewachsenen Strukturen und ihrer Verflüssigung in Form von Finanzschöpfung. Und zu diesen Zwecken ist die Einwanderung ein Mittel.
Etwas tragisch ist allerdings der Kampf von Donald Trump, denn die USA stehen seit ihrer Gründung für Mobilität und für Einwanderung. Es ist deshalb schwerer, eine Tradition dagegen zu mobilisieren als in Europa. Fundamentalistisch kann man da nicht vorgehen, man muß argumentieren, daß es auch für die USA einen Punkt gibt, an dem sie sich gegen die Toleranz wehren muß, um nicht unterzugehen.















