
Sie ist verdächtig, an dem Anschlag auf einen Sikh (Hindu-)-Tempel in Essen im April beteiligt gewesen zu sein. Ein Sikh-Priester wurde schwer verletzt. Was dem Verein hauptsächlich zur Last gelegt wird, sind allerdings nicht Taten, sondern diverse Äußerungen. So verkündete Abou-Nagie schon 2012 auf einem Salafisten-Treffen in Dortmund: „alle unsere Geschwister in Syrien sind Gotteskrieger. Und derjenige, der hier spendet, rüstet einen Gotteskrieger aus“. Es besteht also eine klare Solidarität zu den Aktionen des IS in Syrien und anderswo.
Was die „Wahre Religion“ allerdings über den Westen äußert, mag manchem nicht so absurd vorkommen: „Möge Allah all diese zionistischen Medien und die Menschen, die dahinter sind und alles in die falsche Richtung steuern, möge Allah sie alle vernichten.“ Die Homo-Ehe wird in einem Video als „Schande für das gesamte Christentum und Schande für Europa“ bezeichnet. Merkwürdig allerdings, daß die Islamisten sich um das Christentum und Europa Sorgen machen. Die Journalisten jedenfalls mögen die Prediger gar nicht, sie werden als „Affen und Schweine“ bezeichnet. Besonders gern stellen die Aktivisten auch Predigten mit Haß-Botschaften auf Youtube ins Internet. Auf diese Weise interessieren sie unzufriedene Moslems und gelegentlich auch Deutsche für den Radikalismus.
Außer Ibrahin Abou-Nagie werden auch Sven Lau und der Ex-Rapper Denis Cuspert als Aktivisten der verbotenen Organisation genannt. Cuspert ist halb afrikanischer Abstammung und im kriminellen Milieu zuhause. Sven Lau ist ein deutscher Konvertit und nennt sich auch Abu Adam, er arbeitet mit Pierre Vogel zusammen, der ebenfalls deutscher Abstammung ist. Wer die „Wahre Religion“ finanziert hat, ist unklar, in Frage kommen reiche Privatleute aus Saudi-Arabien und Bahrain.













