Die Rekruten

Die Bundeswehr hat ein Problem. Seit der Abschaffung der Wehrpflicht 2011 fällt es immer schwerer, Nachwuchs zu finden. Dies liegt zum einen natürlich daran, dass in der BRD-Gesellschaft kein gutes Haar am Soldaten gelassen wird. Wenn in Deutschland von Soldaten gesprochen wird, dann wird zunächst über die deutsche Wehrmacht gesprochen und an der darf der brave BRD-Bürger kein gutes Haar lassen, und Politiker sind sich nie zu schade, diverse angebliche Verbrechen zu bereuen und auf Knien um Vergebung zu flehen. Da wirkt es kaum glaubhaft, wenn selbige Politiker heutigen Soldaten heutige Kriegseinsätze als humane Missionen verkaufen wollen. In früheren Kriegen war der Sinn für jeden ersichtlich: die Verteidigung der Heimat. In einem Staat, der sich jedoch als Jedermanns-Heimat versteht, ist nicht ersichtlich, warum man sein Blut für diesen lassen soll. Offensichtlich geht es nur um die Interessen unserer mächtigen Verbündeten und in deren Kriegseinsätzen geht es nur um Profit und Machtspielchen umformuliert als „globale Werte“.

Dazu kommen pazifistische Lehrer, Medien und auch Eltern die ihren Kindern beibringen, dass Soldaten Mörder sind. So wird so mancher Schüler auf dem Schulhof ausgelacht, wenn er Soldat werden will oder als Taugenichts verspottet.

Zum anderen aber fällt es in Zeiten des hemmungslosen Konsums, der Verhätschlung und einer digitalisierten Berufs- und Freizeitwelt schwer überhaupt qualifizierten Nachwuchs zu finden. 2013 galten bereits 24% der Bundesbürger als fettleibig. In den Sportvereinen ist die Zahl männlicher Jugendlicher in den letzten Jahren rückläufig. Sportunterricht in Schulen entfällt immer öfters. Auch im Pisa-Test schneiden deutsche Schüler – insbesondere in den MINT-Fächern (Mathe, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) regelmäßig schlecht ab.  Deutsche Spielplätze vergammeln und deutsche Kinder werden zunehmend vor dem Fernseher oder dem Rechner aufgezogen. Einer Studie zufolge hatten 2007 in Berlin bereits 16.5% der Kinder einen eigenen Fernseher im Kinderzimmer, 11,6% litten an Übergewicht und 17,0% hatten Mängel bei der Visuomotorik. Es wächst eine ganze Generation heran, für die RTL-Charaktere nicht mehr Witzfiguren sind, sondern die Lebensrealität symbolisieren.

Um in dieser Generation nun zukünftige Soldaten für den Grundwehrdienst zu finden, versucht die Bundeswehr sich ein modernes „Image“ zu geben. In deutschen Städten wird daher offensiv für die Bundeswehr mit kecken Sprüchen auf Reklamewänden geworben, die Verteidigungsministerin wirbt für das „Familie & Beruf – Modell“ und natürlich will man auch in den sozialen Medien präsent sein. Man ging also bei Youtube-Kanälen wie „Bibis Beauty Palace“, „Dagi Bee“ oder „Freshtorge“ in die Lehre und schuf eine Serie namens „Die Rekruten“ die nun ebenfalls offensiv beworben wird.  In insgesamt 59 Youtube-Videos kann der Werdegang eines Rekrutenlehrganges an der Ostsee-Küste verfolgt werden. Den kleinen Werbefilm auf der Startseite des Kanals haben bereits über 3,5 Millionen Menschen gesehen. Die einzelnen Videos wurden teilweise über eine Million mal angeklickt.

In den Videos werden drei Rekruten – Julia, die „Biker-Queen“, Jerome der „Checker“ und Nathan der „Family-Guy“ näher vorgestellt. Gezeigt werden unter anderem die Vereidigung, die Ausbildung an der Waffe oder – wie könnte es auch anders sein – ein Ausflug nach Buchenwald.

Herzergreifende Szenen und ein möglichst idiotisches Verhalten der Protagonisten soll offenbar den RTL-Stil nachahmen und so für die „starke Truppe“ begeistern.
Hier nun einige Beispiele um das Niveau der Sendung zu verdeutlichen:

-Aus dem Vorstellungsvideo von Jerome-

Jerome: „Yo, guck mal hier bei meinem Habibi-Onkel…“

Onkel: „Yo, yo was geht…“

Mutter: „Ich bin die Mama, ich bin die Sandra vom Jerome“

Der Fernseher läuft während Jerome mit Bruder Maddox spielt.

In der ersten Folge dürfen sich die Rekruten dann zur Meldestelle begeben. Bei Jerome zählt eine eingeblendete Uhr wie oft dieser „Alta“ und „Digga“ sagt, während Julia fast in Tränen ausbricht, nachdem sie erfährt, dass sie ihre Ohrringe nicht mit in die Kaserne nehmen darf. In Folge 15 scheitern unter anderem daran rasiert beim Morgenappell zu erscheinen oder die Schuhe geputzt zu haben. Bereits in Folge 16 kehrt Nathan der Bundeswehr den Rücken zu und fährt heim.

Für Nationalisten ist die Serie nicht leicht zu ertragen. Auch den noch lebenden Veteranen des Weltkrieges möchte man diese Anblicke ersparen und selbst so mancher, der noch seinen Wehrdienst vor 20 oder 30 Jahren absolviert hat, wird verbittert den Kopf schütteln. Für uns ist Soldatentum nicht einfach nur ein Beruf unter tausenden anderen oder gar ein Abstellgleis für Personen, die sonst keine Arbeitsstelle finden. Der deutsche Soldat ist der deutsche Sozialist in Reinform, es gibt keine höhere Verwirklichung des Prinzips „Gemeinnutz geht vor Eigennutz!“ als das Volk unter potenziellem Einsatz seines Lebens zu verteidigen. Insbesondere war in den letzten zwei Jahrhunderten die Armee noch „die Schule der Nation“. Unabhängig von familiären Hintergrund und Vermögen, von Schulabschluss oder innerdeutschen Herkunft wurde die deutsche Jugend zu Härte, Disziplin und Gemeinschaft erzogen. Wird „Die Rekruten“ diesem Anspruch auch nur in irgendeiner Art und Weise gerecht? Diese Frage muss wohl jeder verneinen. Dabei hat die Bundeswehr mit ihrer letzten Werbekampagne „Wir.Dienen.Deutschland.“ und einigen Werbesätzen ihrer aktuellen Kampagne wie „Wahre Stärke findest du nicht zwischen zwei Hantelscheiben.“ durchaus gezeigt, dass sie zumindest noch einen Rest des einstigen Geistes besitzt. Zuviel darf man angesichts einer „traditionslosen Armee“, welche sich offiziell nicht auf den in der Weltgeschichte einmaligen Heldenkampf deutscher Soldaten im ersten und zweiten Weltkrieg berufen darf, natürlich nicht erwarten.

Eine von der Partei organisierte Winterwanderung im Rothaargebirge: Knapp 35 Km, Minusgrade und durchschnittlich 10-15 kg Gepäck waren die Widerstände welche von den Teilnehmern zu überwinden waren.

Doch reicht es nicht einfach nur Kritik daran zu üben, dies könnte auch noch von dem oder anderen „konservativen“ Rest in der CSU oder manchem sogenannten „Rechtspopulisten“ kommen, die glauben mit der Wiedereinführung der Wehrpflicht wären alle Probleme wieder behoben. Das wäre aber, wie so oft in der bundesdeutschen Politik, einzig eine oberflächliche Betrachtung und Problemlösung. Die Probleme fangen nicht 2011 mit dem Aussetzen der Wehrpflicht aus, die Grundausbildung war bereits zu dem Zeitpunkt verweichlicht und wurde nur noch von einem geringen Teil der Jugend absolviert. Das Leitbild Soldat hat ausgedient. Zur Bewältigung der um sich greifenden Degeneration, Dekadenz und Entmännlichung der Jugend ist eine umfassende kulturelle und gesellschaftliche Wende nötig. Darum fordern wir nicht nur politische Wendungen, sondern arbeiten im Rahmen unserer Möglichkeit bereits heute für diese Wende. Nicht nur durch die Vermittlung eines entsprechenden Leitbildes, sondern auch mit der regelmäßigen Veranstaltung von passenden Veranstaltungen. Leistungsmärsche, Winterwanderungen, Biwaks und die Vermittlung eines idealistischen, anti-materialistischen Menschenbildes sorgen dafür, dass wir in Kleinem bereits verwirklichen, was wir im Großen fordern.

Nebel, Kälte und Regen galt es bei dem Leistungsmarsch im letzten November auf 20 Kilometer, wahlweise mit oder ohne Gepäck, auszuhalten.

Nationalrevolutionäre kämpfen sich bei der Teilnahme an einem 60 km langen Gedenkmarsch für die Helden der Schlacht um Budapest durch Schlamm und andere Weghindernisse.

Denn nicht an die Waffe gebunden ist soldatische Haltung. Soldat sein heißt, seine Pflicht tun gegenüber der Gemeinschaft, das Ich stellen hinter das Wir, hart sein in Ausübung der übernommenen Aufgaben, hart gegen sich und andere. So ist Soldatentum Sozialismus und das Wort: "Gemeinnutz geht vor Eigennutz" ist nirgends größere Wahrheit als beim Soldaten.

Diese Haltung können wir selbst täglich und stündlich im Alltag leben. Die Forderung der sittlichen Zucht, des unbedingten Gehorsams, der Opferbereitschaft für die Gemeinschaft, der Kameradschaft im einigen völkischen Willen, diese Forderungen müssen wir täglich uns selbst stellen und müssen sie leben

Darum können wir all jenen, welche noch Deutsche nicht nur des Blutes, sondern auch der Gesinnung und des Charakters nur zurufen : Reiht euch ein!