
Die Geschichte lehrt uns, dass es zwei Hauptursachen für eine Veränderung der rassischen Zusammensetzung einer Gesellschaft gibt: Entweder militärische Besetzung oder die Nutzung ausländischer Arbeitskraft. Wie oben ausgeführt, dienen die amerikanischen Indianer als Paradebeispiel für eine „militärische Besetzung“, während Südafrika dies für die „Nutzung ausländischer Arbeitskraft“ ist. Wenn eine solche Veränderung durch die Verwendung ausländischer Arbeiter entsteht, läuft der folgende Prozess ab:
Die dominante Gesellschaft importiert rassisch fremde Arbeiter, um die niedere Arbeit in der Gesellschaft zu erledigen.
Die Stellung der Fremdrassigen wird nun gefestigt, sie beginnen sich niederzulassen und, auf die Strukturen der Gesellschaft (in weißen Ländern, deren Wissenschaft, Gesundheitswesen, Technologie, etc.) zurückgreifend, sich zahlenmäßig zu vermehren.
Schlussendlich dominieren sie die Gesellschaft durch ihre schiere Anzahl.
Dies ist einfach gesagt, eine demografische Realität: Diejenigen, die ein Land besetzen, bestimmen das Wesen der Gesellschaft. Und so war und ist es in Südafrika, wo die Einwohnerzahlen genau zeigen, wie die Nutzung fremder Arbeiter durch die Afrikaaner diese ihres Vaterlandes beraubte.
Man bedenke Folgendes: Im Jahr 1904 ergab die erste Volkszählung in Transvaal (ehemalige südafrikanische Provinz) dass dort 297.277 Weiße und 937.127 Nicht-Weiße lebten (Transvaal, 1911 EncyclopediaBritannica).
Bemerkenswerterweise wird in der Volkszählung von 1904 angegeben, dass von diesen Nichtweißen 135.042 nicht aus Transvaal stammen und nur dort waren, um in „Witwatersrand in den Goldmienen und anderen Bergwerken zu arbeiten“ sowie dass lediglich 77 Prozent aller Schwarzen die 1904 in Transvaal lebten, auch tatsächlich dort geboren wurden (ebenda.).
Mit den temporär anwesenden Wanderarbeitern herausgerechnet, bedeutet dies, dass 297.277 Weiße und 802.085 dort geborene Schwarze in Transvaal lebten.
Der Volkszählung von 1960 zufolge betrug die Gesamtbevölkerung in Transvaal 6.255.052, wovon 1.455.372 Weiße waren (Transvaal, EncyclopediaBritannica, 1966, Band 22, Seite 423).
Es muss erwähnt werden, dass diese Zahlen nur die Situation in Transvaal widerspiegeln. Für das gesamte Land waren die Ergebnisse noch erschreckender: 4.5 Millionen Weißen standen 30 bis 35 Millionen Nichtweiße gegenüber.
Was verursachte die Bevölkerungsungleichheit innerhalb von 65 Jahren mit 802.000 Schwarzen im Buren-Heimatland aus dem Jahr 1904 auf spätere 4.769.680 im Jahr 1960?
Die Antwort: Die Schwarzen wurden mehr, weil sie durch die Aussicht auf Arbeit nach Transvaal gezogen wurden. Dort sesshaft nutzten sie die Vorteile der weißen Gesellschaft (Gesundheitswesen, Technologie, etc.) um ihre Zahl exponentiell zu erhöhen.
Die Formalisierung der Apartheid durch die Nationale Partei nach 1948 adressierte nicht das tatsächliche Problem, mit dem sich jede Minderheit konfrontiert sieht, die versucht über eine Mehrheit zu herrschen. Der inhärente Widerspruch zwischen dem Dulden einer Vielzahl von Fremdrassigen in einem Territorium und dem gleichzeitigen Versuch die Mehrheitsbevölkerung daran zu hindern, diese Gesellschaft zu dominieren, wurde noch nie gelöst.Die Wahrheit ist, dass dies unmöglich ist.In Südafrika verfügte (und verfügt immer noch) fast jeder weiße Haushalt über einen oder mehrere schwarze Bedienstete. Afrikaaner Farmen, welche Opfer einer brutal hohen Rate von Angriffen und Morden sind, haben im Allgemeinen Hunderte von Schwarzen auf ihren riesigen Ackerflächen arbeiten.

In den Minen, dem wirtschaftlichen Herzen des Landes, ist der Großteil der gewöhnlichen Arbeiter, viele Hunderttausend an der Zahl, schwarz.
Im ganzen Land ist die überwältigende Mehrheit der Arbeiter, die fast alles erledigen von Fabrikarbeit über das Führen von Fahrzeugen, vom Straßen- zum Hausbau, von der Arbeit in Restaurant bis zu der in Läden, schwarz.
Trotz dieser massiven wirtschaftlichen Integration versuchte die Apartheidsregierung eine soziale Trennung zu erzwingen und eine weiße Regierung zu erhalten. Dies war ein Plan, der von Anfang an dem Untergang geweiht war.
Apartheid basierte auf einem Trugschluss: dem Trugschluss, dass Nichtweiße als die Gesellschaft antreibende Arbeitskräfte genutzt werden könnten; dass Nichtweiße eine physische Mehrheit in Südafrika stellen, jedoch nicht dass Wesen der südafrikanischen Gesellschaft bestimmen könnten.
Dies war die Lüge der Apartheid: dass es möglich sei, durch strikte Rassentrennung sicherzustellen, dass Schwarze nicht über ein Land herrschen können, in dem sie die Mehrheit waren.
Die historischen Aufzeichnungen sind klar: Es gab niemals eine Gesellschaft, in der nicht die Mehrheit der Bevölkerung das Wesen dieser Gesellschaft bestimmte.
Es muss gesagt werden, dass das weiße Südafrika mehr oder weniger diese Lüge glaubte. Sie waren froh, schwarze Hausdiener zu haben, die ihre Wohnungen säuberten, ihre Kleider bügelten, die sogar die Betten machten, in denen sie schliefen, und waren bereit zu glauben, dass diese Masse an in ihrem Staatsgebiet eingesessen schwarzen Arbeitern niemals irgendeine Auswirkung auf das politische Machtgefüge ihres Landes haben würde.
Es wird sogar gesagt, die Definition eines weißen Südafrikaners sei „jemand, der sich eher in seinem Bett umbringen ließe, als es selbst zu machen“.
Zum Lachen? Um ehrlich zu sein, nicht wirklich, bedenkt man diese echten Beispiele:
Unter der Apartheid konnten schwarze nicht die öffentlichen Toiletten der Weißen nutzen, doch wurden dazu genutzt, diese täglich zu reinigen. Man kann sich über die Naivität einer solchen Regelung nur wundern.
Unter der Apartheid konnten Schwarze in den Küchen von Restaurants arbeiten, das Essen vorbereiten, auf Tabletts stellen und zum Tisch des weißen Gastes bringen, konnten aber nicht dieses Essen, am gleichen Tisch im gleichen Restaurant essen. Was ist dies für eine Verlogenheit? Gewiss, hätte man konsequent sein wollen, hätte man Schwarze gänzlich von der Arbeit in Restaurants ausschließen müssen. Aber nein, die Apartheid ging nicht so weit, sie baute auf den Grundsatz, dass Schwarze die Arbeit erledigten.
Zynische Beobachter sprachen vom „Rasenmäher“ Syndrom unter südafrikanischen Weißen. Diese sahen in schwarzen Arbeitern so etwas Ähnliches wie einen Rasenmäher. Ein Rasenmäher sitzt still in seinem Schuppen oder in seiner Garage, bis man ihn braucht, dann mäht er das Gras und anschließend man stellt ihn in den Schuppen, wo er weiter stillsteht und keinen Ärger macht, bis man ihn wieder braucht.
Warum auch immer glaubten weiße Südafrikaner schwarze Arbeiter seien wie ein Rasenmäher: Man könnte sie um sich da haben und, wenn man sie nicht bräuchte, könnte man sie in ihren Schuppen verstecken, wo sie brav und still wären, bis man sie wieder bräuchte.
Die Realität war natürlich ganz anders.














Werdet Ihr langsam links, oder zeigt erst jetzt Euer wahres Gesicht oder wie sieht das aus? Wollt Ihr uns hier glauben machen, dass die Apartheid schlecht war? Und dann immer wieder der Hinweis auf die Gewalt der Weißen und Unterdrückung der Schwarzen. Was soll das?