AfD-Flügel stellt Aktivitäten ein

Als Reaktion auf die Einstufung des nationalkonservativen Netzwerks „der Flügel“ als „verfassungsfeindliche Bestrebung“ erließ der AfD-Bundesvorstand den Beschluss, dass der Flügel sich bis Ende April selbst aufzulösen habe. Die Leitfigur des Flügels, Björn Höcke, sieht mit dem Entschluss den politischen Gegner in seinem Handeln bestätigt, will aber zur Einheit der Alternative für Deutschland (AfD) die Auflösung des “Flügels” vollziehen. Höcke erwarte nun eine Beobachtung der Gesamtpartei durch den Verfassungsschutz. In seinem Abschiedsvideo “5 Jahre Flügel – ein Schlusspunkt von Björn Höcke” faßt dieser nochmal die Geschichte, die Idee und das Wirken des “Flügels” zusammen.

Der Flügel

Der Flügel war ein Netzwerk innerhalb der Alternative für Deutschland, welches eine grundsätzlichere politische Wende in der BRD forderte als der Rest der Partei und damit die völlige Ablehnung der Systemparteien ausdrückte. Motive waren die Ablehnung des Multikulturalismus, der Genderideologie und antiautoritärer Erziehung. Die Organisation wurde 2015 mit der von zahlreichen AfD-Politikern unterzeichneten Erfurter Resolution gegründet. Trotz des proklamierten Selbstverständnisses blieb der Flügel immer eine reformistische und nie eine wirklich systemoppositionelle Bewegung.

 

Machtkampf innerhalb der AfD

Die Vorgänge zeugen vom grundsätzlichen Machtkampf innerhalb der AfD zwischen Kräften, die primär eine neoliberale und islamfeindliche Ausrichtung verfolgen möchten, sowie Kräften, die eine „sozialpatriotische“ Politik verfolgen möchten. Erstere verfolgen, der neoliberalen Wirtschaftstheorie folgend, eine Deregulierung der Wirtschaft und den Abbau von Sozialleistungen. Die Masseneinwanderung wird primär deshalb abgelehnt, weil die überwiegend unqualifizierten Zuwanderer keinen wirtschaftlichen Mehrwert bringen und sie eine finanzielle Belastung sind. Außerdem wird der Islam aufgrund seiner Inkompatibilität mit Homosexualität, Hedonismus und „Frauenrechten“ sowie seines gesellschaftlichen Dominanzanspruchs abgelehnt. Die „sozialpatriotischen“ Kräfte hingegen wollen nationale Solidarität und lehnen dirigistische Eingriffe der Wirtschaftspolitik nicht grundsätzlich ab. Motiv ihrer Ablehnung der Masseneinwanderung ist die Bewahrung der kulturellen Identität Deutschlands. Der „sozialpatriotische“ Kurs dürfte, wo er sich durchsetzen kann, größere Wahlerfolge erzielen, jedoch dürfte es mittelfristig mangels Koalitionspartnern keine Machtoptionen geben. Eine Anbiederung durch einen neoliberalen und islamfeindlicher Kurs hingegen könnte möglicherweise mittelfristig ein Andocken an CDU und FDP als unbedeutender Mehrheitsbeschaffer ermöglichen.

 

Keine Systemopposition

Beide Strömungen werden keine grundsätzliche Wende in der BRD herbeiführen können und wollen. Die Kernelemente des Systems, die gesellschaftliche und politische Fremdherrschaft, die Leugnung der biologischen Verschiedenheit der Menschheit, sowie die Verfälschungen unsere Geschichte werden von den meisten Vetretern nicht angegriffen.





  • Wer ist Björn Höcke?
    Ganz gewiss schlau genug um zu wissen was ein Parteiausschluss bedeuten würde. Seht all die Anderen, die die Partei verlassen haben oder verlassen mussten. Ab in die Versenkung. An die Meisten kann man sich noch kaum noch erinnern. Also muss er abwarten bis seine Zeit gekommen ist, denn es gibt noch zuwenige in der AfD die seine Ideen unterstützen würden. Ich kann mich den Eindruck nicht verwehren, denn irgend wie sieht es immer nach Machtbesessenheit aus. Jeder hofft in der AfD durch sein Auftreten die Anerkennung der Mehrheit zu erhalten. Jeder weis alles Besser. Da bleibt dem Höcke gar keine andere Wahl als abzuwarten bis seine Zeit gekommen ist, denn eine neue Partei die stampfst du nicht so einfach aus dem Boden. Aber dazu braucht er auch das nicht Existente Volk der Deutschen.
    Und dann kommt noch dazu, dass sich solche Parteien immer selber Abschirmen. Sie sitzen in großen Hallen oder Zelten feiern unter sich, schwingen Reden die sie nur selber hören und wundern sich wenn sie von Außen keinen Zulauf haben. Obwohl ich viel im Internet unterwegs bin, habe ich erst vom FLÜGEL erfahren, als in den Medien von der Auflösung die Rede war. Wahrscheinlich ist alles so Geheim das sie selber nicht wissen was sie tun.
    Bis Bald Wilhelm

    Wilhelm 03.05.2020
  • Die AfD weiß genau, was zu tun ist, um nicht als Gesamtpartei verboten zu werden. Ihr Parteiprogramm geht deshalb bei weitem nicht tief genug und missachtet drängende Probleme völlig, während Aspekte von geringem politischem “Gewicht” angesprochen werden. Das Aussterben bzw. die völlige Verdrängung der Deutschen aus ihrer Heimat würdei AfD gewiss nicht verhindern, allenfalls hinauszögern können; Somit stellt sie keine Alternative dar. Im Grunde hat der Wähler nur die Wahl dessen, wie schnell seine Kultur vom Erdboden verschwinden wird: Besonders schnell, dann bitte Die Linke oder B90/Grüne wählen; eher in einem schleichenden, langsamen Prozess, getarnt im roten Deckmantel-Sozialismus, dann einfach SPD wählen; Und der langsamste Weg der Vernichtung dürfte wohl beschritten werden, wenn CDU/CSU, FDP oder AfD das Ruder in der Hand haben.

    Thomas G. 03.05.2020

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