
Die 10 unglaublichsten BER-Pannen
- Jede Woche (Montag bis Freitag) fährt im Auftrag der Deutschen Bahn eine leere S-Bahn als Belüftungsfahrt zwischen 2.44 Uhr und 3.41 Uhr durch den Bahnhof am Flughafen, damit bei der akuten Windstille nichts schimmelt und die Anlagen nicht verrosten.
- Jeder dritte der 4000 Räume des BER wurde im Zuge der Bauarbeiten falsch nummeriert.
- In den Decken der Parkhäuser wurde zu wenig Stahl im Beton verbaut und die Träger für die Deckenstärke wurden zu weit voneinander entfernt errichtet. Folglich hängen die Decken durch und haben Risse gebildet.
- Die Rolltreppen aus dem unterirdischen Bahnhof hoch zum Terminal sind um drei bis vier Stufen zu kurz. Daher mussten Stufen dazu gemauert werden.
- Sollte es einen Feueralarm geben, konnte der nicht überall gehört werden. In manchen Zwischendecken waren die Rauchmelder so stark mit Baustaub und Mörtel verdreckt, dass bei Feuer kein Alarmsignal gesendet werden könnte. Außerdem sind in vielen Bereichen schlicht keine Melder installiert worden.
- Für automatisch öffnende Türen fehlte jede Stromversorgung. Die Wände mussten komplett neu aufgerissen werden.
- In einigen Deckenbereichen des Terminals können keine Videokameras angebracht werden und in Treppenhäusern verhindern Wartungsklappen den Einbau von Überwachungskameras.
- Viele Klopapier-Halter fielen nach der ersten Benutzung aus der Wand, weil die falschen Dübel verwendet wurden.
- Die Steuerung der Innenbeleuchtung des Flughafens war gestört, so daß Tag und Nacht das Licht auf dem BER brannte.
- Jeden Tag müssen alle Wasserhähne per Hand einmal auf- und wieder zugedreht werden, damit diese nicht einrosten/verkalken. Auch die Fenster werden geöffnet und wieder geschlossen sowie die Möbel von Teppichen gerückt, mit dem Ziel, Schimmel, Staub und Druckstellen vorzubeugen.
China eröffnet nach 4 Jahren Bauzeit Mega-Flughafen
Nach nur vier Jahren Bauzeit hat China in Peking den flächenmäßig größten Flughafen der Welt fertiggestellt und will bis 2021 mehr als 100 Millionen Flugreisen im Jahr abwickeln.
Der Flughafen in Daxing, rund 50 Kilometer südlich von Peking, hat kurze Passagierwege, glänzt durch organische Formen mit viel natürlichem Licht und ist per Schnellbahn in 20 Minuten von der Pekinger Innenstadt zu erreichen.
Anders als beim neuen Berliner Flughafen (BER) erfolgte die Eröffnung des neuen internationalen Flughafens Pekings wie geplant zum 70. Jahrestag der Gründung der Volksrepublik, die mit einer Militärparade gefeiert wurde. „Berlin kann von Peking lernen“ hieß es zutreffend in der Eröffnungsrede. Die bundesrepublikanische „Bahnenrepublik“ macht sich seit Jahrzehnten bei Großbauprojekten im internationalen Vergleich lächerlich.
Weitere desaströse prestigeträchtige deutsche Großprojekte
Atomfabrik Hanau: Das fast fertiggestellte Werk im hessischen Hanau ging nie in Betrieb, da Siemens 1995 nach einer Serie von Zwischenfällen aus Furcht vor langen und teuren Auseinandersetzungen das 700 Millionen Mark schwere Projekt zu den Akten legte.
Schneller Brüter Kalkar: Das Atomkraftwerk in Kalkar am Niederrhein verursachte rund sieben Milliarden Mark (etwa 3,6 Milliarden Euro) an Kosten und ging nie ans Netz, da aufgrund von Sicherheitsbedenken das AKW nie eine Betriebsgenehmigung erhielt.
WAA Wackersdorf: Nach Massenprotesten gegen den Bau einer atomaren Wiederaufarbeitungsanlage (WAA) im oberpfälzischen Wackersdorf wurde 1989 die Errichtung der Atomfabrik gestoppt. Rund 3,2 Milliarden Mark (1,63 Milliarden Euro) wurden hier von der deutschen Energiewirtschaft verballert.
Transrapid: Die Magnetschwebebahn Transrapid sollte deutsche Großstädte verbinden und scheiterte an den zu hohen Baukosten. Der Transrapid fährt nun in China.
Elbphilharmonie: Das mit 77 Millionen Euro geplante Konzerthaus in Hamburg kostete am Ende rund 800 Millionen Euro mit einer Bauzeit von 9 Jahren.
Stuttgart 21: Das umstrittene Milliardenprojekt Stuttgart 21 wird definitiv viel teurer als geplant. Der aktuelle Kostenrahmen von bisher 7,7 Milliarden Euro wurde um die Risikoreserve von 495 Millionen Euro erweitert. Der in 2009 verabschiedete Finanzierungsvertrag beläuft sich auf 4,526 Milliarden Euro, aufgeteilt auf Bund, Deutsche Bahn und weitere. Der Bundesrechnungshof rechnet sogar mit Kosten von 10 Milliarden. Die geplante Inbetriebnahme wurde seither von Dezember 2019 in mehreren Schritten auf 2025 verschoben. Der Bau war anfänglich von massiven Protesten begleitet worden.
China eröffnet nach 4 Jahren Bauzeit Mega-Flughafen












