
der Frühjahrs Tag- und Nachtgleiche steht bereit.
Es beginnt das letzte Aufbäumen der Eisriesen,
ihrer schwindenden Kraft über Feld und Wiesen.
Ihr frostiger Griff wird schwächer,
und Tau blitzt über verschneite Dächer.
Großmächtiger Donar (Thor) stehe uns bei,
vertreibe die Eisriesen aus unserer Länderei.
Schwinge den Hammer zum finalen Schlag,
denn es naht der ersehnte Frühlingstag.
In all dem Erwachen beginnt das Ostarafest,
ein Losbrechen aus dem Kälterest.
Diese Feier gilt auch der Fruchtbarkeit,
die Liebe entsteigt der Müdigkeit.
Unter Göttin Frowa (Freya) keimt die Lust,
sodass Herz an Herz sich schmust.
Göttin Ostara lässt den Frühling frisch frohlocken,
ihr geweiht sind klar die Osterglocken.
Frisch auf, entzündet stolz die Osterfeuer,
schon unseren Vorfahren waren diese lieb und teuer.
Ihr Burschen springet gar zu dritt,
mit einem Mädel in eurer Mitt,
über diesen Feuerhaufen,
soll Glück und Fruchtbarkeite mit euch laufen.
Eier sind ein Zeichen für den Fortbestand,
jetzt zur Freude im bunten Farbbestand.
Versteckt dürfen Kinder dann dieselben suchen,
das erste Ei hat eine Nachricht zu verbuchen.
Gelb ist Göttin Ostara geweiht, bringt Glück,
das Blaue verheißt Pech wie Unglück.
Rot ist dem Donnergott geweiht,
und stellt drei Tage Glück bereit.
Auch ließ meine Eier einen Hügel runter rollen,
um die Wette um dem Spiel den Spaß zu zollen.
Besonders wichtig war das Osterwasser schöpfen,
dies tat man mit einem Krug und keinen Töpfen.
Ohne zu sprechen gingen Frauen an Waldbachquellen,
taten sich vor Sonnenaufgang davor stellen,
schöpften das Wasser entgegen der Fließrichtung,
und trugen es fort aus jener Lichtung.
Sie hängten es später Zuhause auf,
das Heilige aus dem Wasserlauf.
Dieses Wasser hat heilende und segnende Wirkung,
für Saatgut, Mensch und Tier eine Erquickung.
Doch auch anderes geschah zum Ostarafest,
besondere Treffen man dann stattfinden lässt.
Unsere Ältesten hielten zu dieser Zeit das Thing,
eine Versammlung mit allerlei Sinn.
Hier wurde geplant und besprochen,
eine Organisation für die nächsten Wochen.
Der Schutzherr des Things ist Kriegsgott Tius (Tyr),
er wacht über die Rechte bei Beschluss.
Die Krieger stellten nur ihre Heere auf,
für Kriegs- oder Beutezüge landab, landauf.
Neue Rekruten wurden unter Göttingen War (Vör) vereidigt,
die für Schwüre steht und sie verteidigt.
So war dies also schon immer eine heilige Zeit,
für wichtige Treffen und auch Heiterkeit.
Das Miteinander steht auch hier im Zentrum,
wenn die Natur ansetzt zum Wachstumssprung.
Also kommt zusammen und feiert mit,
begehen wir gemeinsam den ersten Frühlingsschritt.














Ein wunderschönes germanisches Gedicht. Ich wünsche allen Kameraden vom lll. Weg sowie ihren Lieben, und auch Freunden der Bewegung, ein wunderschönes Ostarafest 2025!