
Am Kriegerdenkmal wurde der erste von mehreren Kurzvorträgen über den Lebensweg Schlageters gehalten. Albert Leo Schlageter gehört zu jener Reihe deutscher Helden, die ungeachtet der hieraus resultierenden Gefahren für Leib und Leben alles gaben, um ihr deutsches Vaterland gegen dessen Feinde zu verteidigen. Bereitwillig und ohne zu klagen, ließ Schlageter sein Leben, als es galt, sich schützend vor das eigene Volk und die deutsche Heimat zu stellen. Dabei verkörpert Schlageter jenen Heldentypus, der angesichts der gegebenen Verhältnisse in der BRD auch in der heutigen Zeit bitter nötig wäre.
Vor der imposanten Kulisse des Todtnauer Kriegerdenkmals, einem 16 Meter hohen, auf dem Griff stehenden steinernen Schwert, wurde einem Aktivisten des Stützpunkts Bodensee/Südbaden in Anerkennung seiner Verdienste für unsere Bewegung die Vollmitgliedschaft verliehen. Im Anschluss an die Verleihungszeremonie ging es auf Schusters Rappen ins rund 7 Kilometer entfernte Schönau, Geburtsort und letzte Ruhestätte Schlageters.
Geburt und erste Lebensjahre
Albert Leo Schlageter wurde 1894 als Sohn einer katholischen Bauernfamilie in Schönau im südbadischen Wiesental im Schwarzwald geboren. In Schönau befindet sich noch heute Schlageters Geburtshaus, wo dieser als sechstes von elf Kindern geboren wurde. Hier verlebte Schlageter seine ersten Jahre und besuchte die Bürgerschule, bevor er das Gymnasium im Freiburg im Breisgau sowie in Konstanz besuchte. 1914 legte er das Notabitur ab und meldete sich nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges freiwillig zum Militär.
Schlageter kämpfte während des gesamten Kriegsverlaufs als Artillerist und Angehöriger des 5. Badischen Feldartillerieregiments Nr. 76 an der Westfront. Seine seit früher Jugend gehegten Pläne, katholischer Priester zu werden, gab Schlageter nicht auf. Während der Kämpfe an der Westfront schrieb sich Schlageter im Wintersemester 1915/16 an der Universität Freiburg als Theologiestudent ein. Nachdem er 1917 zum Leutnant der Reserve befördert worden war, wurde Schlageter im April 1918 für besonders riskante Patrouillen mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse ausgezeichnet. Gegen Ende des Ersten Weltkrieges befehligte Schlageter die 4. Batterie seines Regiments.
Am Grabe Schlageters
In Schönau angekommen, besuchten unsere Aktivisten das Grab Schlageters auf dem dortigen Friedhof, um mit einer würdigen Gendenkzeremonie diesem deutschen Märtyrer die schuldige Ehre zu erweisen. Der Leiter des Stützpunkts Bodensee/Südbaden erinnerte in einer Ansprache an den Opfergang Schlageters, der selbst vor den Gewehrläufen des französischen Hinrichtungskommandos nicht wankend wurde. Gemeinsam wurde das Lied vom guten Kameraden angestimmt und das Gedicht „Schlageter“ von Wilfrid Bade rezitiert.
Du kämpftest nicht um Lohn und äuß’re Ehre
Im Dunklen dientest Du dem Vaterland
Du standest immer nahe dem Gewehre
Ein Krieger, der vor jeder Tat bestand.
Sie lohnten bitter Dir Dein Treuesein
Verrieten Dich dem Feinde und dem Tod
Aus Deinem Tode aber, ganz allein
Glomm leuchtend hoch das neue Morgenrot.
So ehren wir Dich heute, Kamerad
Verrat’ner Kämpfer für das Deutsche Reich
Die Jugend weiht ihr Leben Deiner Tat
Und schwört: Ihr Herzblut sei dem Deinen gleich.
Nach der Intonierung des Lieds „Wenn alle untreu werden“ endete das Gedenken am Grabe Schlageters mit einem Gelöbnis: Niemals werden wir die Opferbereitschaft und den Heldenmut Schlageters vergessen, welche uns Nationalrevolutionären ein leuchtendes Vorbild sind, dem es nachzueifern gilt. So wie er alles für Deutschland gab, wollen auch wir Natioanlrevolutionäre all unsere Kraft für unser deutsches Vaterland geben.
Das Geburtshaus Schlageters
Von der letzten Ruhestätte des deutschen Helden ging es zu dessen Geburtshaus, vor dessen Kulisse man Aufstellung für ein Gruppenfoto nahm.
Kriegsende und Freikorpskämpfe
Nach Kriegsende und Entlassung aus dem Heer verfolgte Schlageter sein Studium der Theologie nicht weiter, sondern schrieb sich stattdessen als Student der Nationalökonomie ein. Er wurde Mitglied einer katholischen Studentenverbindung und trat in den Jungdeutschen Orden ein. Doch bereits im März 1919 exmatrikulierte sich Schlageter und brach sein Studium ab, um in das Freikorps des Hauptmanns Walter Eberhard Freiherr von Medem einzutreten, welches auf Befehl der deutschen Reichsregierung zusammen mit weiteren eigens hierzu aufgestellten Freikorps in den Lettischen Unabhängigkeitskrieg eingriff. Im Mai 1919 beteiligte sich Schlageter an der Eroberung Rigas und trat im Folgemonat in das Freikorps Horst Petersdorff bei der Marine-Brigade von Loewenfeld ein. Nachdem die deutsche Reichsregierung im Oktober 1919 den Abzugsbefehl erteilt hatte, kam es zur offenen Meuterei mehrerer Freikorps, die sich zur Deutschen Legion vereinigten und sich gemeinsam mit der Eisernen Division der Westrussischen Befreiungsarmee anschlossen. Nach äußerst schweren und verlustreichen Rückzugskämpfen kehrte Schlageter im Dezember 1919 in seine deutsche Heimat zurück.
Als Angehöriger des Freikorps Petersdorff der Marine-Brigade Loewenfeld unterstützte Schlageter Anfang 1920 in Breslau den Kapp-Aufstand und beteiligte sich an der Niederschlagung des linken Märzputsches im Ruhrgebiet, wo er unter anderem an den Straßenkämpfen in Bottrop beteiligt war. Nach der Zwangsauflösung der Marine-Brigade im Mai 1920 betätigte sich Schlageter, wie viele seiner Kameraden, kurzzeitig als Landarbeiter auf ostdeutschen Ländereien, um sodann ab Anfang 1921 für die Organisation Heinz, einer illegalen Geheimpolizei unter Führung von Heinz Hauenstein, in Oberschlesien aktiv zu werden. Hier beteiligte er sich unter anderem an der Befreiung von Gefangenen der alliierten Kommission in Kosel. Nach einer kurzzeitigen Rückkehr nach Deutschland begab sich Schlageter erneut nach Oberschlesien, wo er gegen die polnische Okkupation Oberschlesiens im Rahmen des Dritten Polnischen Aufstandes Widerstand leistete. Schlageter nahm als Kämpfer des Freikorps Hauenstein (Sturmbataillon Heinz) unter anderem an der legendären Erstürmung des Annabergs teil. Nach der Einstellung der bewaffneten Auseinandersetzungen, die mit einer Teilung Oberschlesiens im Oktober 1921 endeten, ging Schlageter im Auftrag Heinz Hauensteins nach Danzig, um den polnischen Untergrund zu infiltrieren. Schlageter wurde jedoch vom polnischen Geheimdienst enttarnt, was ihn für weitere Geheimaktionen unbrauchbar werden ließ. Die Polen veröffentlichten Fotos und setzten eine Belohnung auf Schlageters Verhaftung aus. Er kehrte daraufhin nach Deutschland zurück und gründete ein Exportgeschäft.
Besuch des Schlageter-Denkmals auf dem Letzberg
Vom Geburtshaus Schlageters ging es auf direktem Wege zum Schlageter-Denkmal auf dem Letzberg. Vom unvollendet gebliebenen Denkmal sind heute lediglich Ruinen erhalten, die bedauerlicherweise von allerlei zwielichtigem Gesindel als Ort für Drogenparties und Besäufnisse genutzt werden. Während Systempresse und Antifa alljährlich vor Wut überschäumen, wenn junge Deutsche sich zu Ehren Schlageters am Denkmal versammeln, scheint es für diese Herrschaften kein Problem zu sein, dass der Ort des Gedenkens an einen der größten Helden unseres Volkes durch Partyvolk im Drogenrausch beschmutzt wird.
Auf dem Letzberg legte unsere Wandergruppe eine Pause ein, die für eine Brotzeit genutzt wurde. Getreu dem Motto „Vom Ich zum Wir“ trug jeder Teilnehmer unserer Gedenkwanderung in Form mitgebrachter Speisen und Getränke etwas zur gemeinsamen Mahlzeit bei. Der atemberaubende Blick vom Letzberg auf Schönau und das Wiesental verdeutlichte jedem unserer Aktivisten anschaulich, wie schön unsere deutsche Heimat ist.
Der Streit um Schlageters NSDAP-Mitgliedschaft
Umstritten war lange Zeit, ob Schlageter nach seiner Rückkehr nach Deutschland Mitglied der NSDAP wurde. Im August 1922 kam es nachweislich zu einem Treffen zwischen Schlageter und Adolf Hitler in München, an dem auch Hauenstein und der Freikorpsführer Gerhard Roßbach teilnahmen. Im Rahmen dieses Treffens wurde beschlossen, die noch junge NSDAP in Norddeutschland, vor allem in Berlin, aufzubauen und dort Mitglieder anzuwerben. Die Freikorpsführer luden für den 19. November 1922 zur Gründungsveranstaltung der norddeutschen NSDAP ein. Jedoch verbot der damalige preussische Innenminister, der Sozialdemokrat Carl Severing, die Veranstaltung auf Grundlage des sogenannten Republikschutzgesetzes. Die Gründungsveranstaltung konnte dennoch stattfinden, da man sich entschloss, statt der NSDAP eine Tarnorganisation mit dem Namen Großdeutsche Arbeiterpartei (GDAP) ins Leben zu rufen. Programmatisch unterschied sich die GDAP lediglich unwesentlich von der NSDAP und wurde bereits kurze Zeit später verboten. Schlageter war Gründungsmitglied der GDAP. Zudem nahm er im Januar 1923 am ersten Reichsparteitag der NSDAP teil. All das deutet klar darauf hin, dass Schlageter Nationalsozialist und Mitglied der NSDAP war.
Es existiert eine Liste mit GDAP/NSDAP-Mitgliedern, die 1934 in einer NS-Publikation ausschnittsweise faksimiliert wurde. Da es sich hierbei, wie gesagt, lediglich um einen Ausschnitt aus der Mitgliederliste, nicht um die vollständige Liste handelt, wurde die Beweiskräftigkeit dieser Liste im Nachkriegsdeutschland in Zweifel gezogen. Spätestens mit der 1988 bekannt gewordenen vollständigen Mitgliederliste, die sich heute im Bundesarchiv befindet, sollten die Zweifel an der GDAP/NSDAP-Mitgliedschaft Schlageters endgültig ausgeräumt sein. Der Name Schlageters findet sich auf der kompletten Mitgliederliste, womit dessen GDAP/NSDAP-Mitgliedschaft als erwiesen gilt.
Zurück nach Todtnau
Frisch gestärkt machte sich unsere Gemeinschaft auf den Rückweg nach Todtnau, wobei so manches Marschlied gesungen wurde. Wieder am Kriegerdenkmal angekommen, endete die Gedenkwanderung. Wir Nationalrevolutionäre werden das Andenken an Schlageters Märtyrertod stets bewahren. Die Opferbereitschaft Schlageters wird niemals vergessen werden. Im Gegenteil, Schlageters Heldenmut ist uns Nationalrevolutionären ein strahlendes Vorbild, dem es nachzueifern gilt.
Ruhrbesetzung und Tod Schlageters
Infolge der Ruhrbesetzung durch französische und belgische Truppen wurde Schlageter Anfang 1923 von Hauenstein für die Organisation Heinz reaktiviert. Schlageter wurde Anführer der paramilitärischen Sabotagegruppe „Stoßtrupp Essen“, deren Auftrag darin bestand, den Abtransport beschlagnahmter Kohlen aus dem Ruhrgebiet nach Frankreich durch die Sprengung von Bahnanlagen zu verhindern. Um den Diebstahl deutscher Kohle zu verhindern, verübte die Truppe Schlageters unter anderem Sprengstoffanschläge auf den Bahnhof Essen-Hügel und eine Eisenbahnbrücke bei Kalkum. Schlageters Aktionen trugen dazu bei, das Überleben deutscher Familien zu sichern, die infolge der Kohle-Beschlagnahmungen vom Erfrierungstod bedroht waren. Neben den Sprengaktionen wurde Schlageters Gruppe mit der Überwachung und Verfolgung von Angehörigen des französischen Spitzeldienstes beauftragt, die vor allem auf deutsche Verräter und Kollaborateure abzielte.
Im Essener Union-Hotel wurde Schlageter am 7. April 1923 von französischen Besatzungstruppen festgenommen. Vermutet wird, dass ein Spitzel namens Walter Kadow den Franzosen den Aufenthaltsort Schlageters verraten hat. Der Volksschullehrer wurde später aufgrund dieser Anschuldigungen in Parchim von Freikorpsangehörigen liquidiert. Schlageter wurde vor einem französischen Militärgericht der Prozess gemacht, das ihn am 9. Mai 1923 zum Tode verurteilte. Die Einreichung eines Gnadengesuches lehnte Schlageter konsequent ab. Das Todesurteil wurde am 26. Mai 1923 vollstreckt, Schlageter auf der Golzheimer Heide bei Düsseldorf erschossen.
In seinem Geburtsort Schönau fand der deutsche Held schliesslich seine letzte Ruhestätte, nachdem er am 26. Mai 1923 von einem französischen Hinrichtungskommando ermordet und zunächst unter entwürdigenden Umständen auf dem Nordfriedhof in Düsseldorf verscharrt worden war. Dem Wunsch seiner Eltern entsprechend wurde Schlageters Leichnam am 8. Juni exhumiert und unter großer Anteilnahme der Öffentlichkeit nach Schönau überführt, wo dem gefallenen Vorkämpfer für Deutschland ein Ehrengrab errichtet wurde. Schlageter wurde am 10. Juni auf dem Schönauer Friedhof beigesetzt.




















