Vortragsveranstaltung am Bodensee: Gesunde Ernährung, Vegetarismus und Veganismus (Teil 1)

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Am Samstag, dem 7. Juli, versammelten sich Nationalrevolutionäre des Stützpunkts Bodensee/Südbaden zum Stammtisch des Monats Juni.  Im Rahmen des Stammtisches hielt ein Aktivist aus Mitteldeutschland ein Referat zum Thema „Gesunde Ernährung, Vegetarismus und Veganismus“. Ein gesunder Körper und Geist fußen auf einer gesundheitsbewussten und ausgewogenen Ernährung, deren Einfluss auf das körperliche und seelische Wohlbefinden kaum zu unterschätzen ist.

Eine gesunde Lebensweise ist uns Nationalrevolutionären ein wichtiges Anliegen. Nicht von ungefähr gilt eine gesunde Ernährung als Grundlage für einen vitalen Lebensstil. Voraussetzung für eine bewusste und gesunde Ernährung ist die Kenntnis der wichtigsten ernährungswissenschaftlichen Zusammenhänge. Der Vortragende begann mit den grundlegenden Erkenntnissen der Ernährungslehre und verdeutlichte, worauf eine gesunde Ernährungsweise fußt. Im zweiten Teil des Vortrags setzte er sich anschließend mit den Vor- und Nachteilen der vegetarischen und veganen Ernährung auseinander.

 

Lebensmittel – Mittel zum Leben

Wie der Begriff bereits verdeutlicht, sind Lebensmittel eine der wichtigsten Grundlagen zum Leben. Es ist höchste Zeit, sie wieder als solche zu erkennen. Sie bestehen aus Wasser und Nahrung und versorgen unseren Körper mit den Nährstoffen, die er braucht, um gesund zu bleiben und optimal zu funktionieren. Dazu zählen Energie, Bausteine für Zellen und Gewebe sowie zahlreiche Wirkstoffe. Diese Nährstoffe gewährleisten, dass unser Körper reibungslos arbeitet. Daher ist nicht nur die Menge, sondern vor allem die Zusammensetzung unserer Ernährung entscheidend. Außerdem spielt die Qualität der Lebensmittel eine große Rolle, denn gute oder schlechte Nahrungsmittel haben einen erheblichen Einfluss auf unsere Gesundheit.

Da es bei einer gesunden und ausgewogenen Ernährung vor allem auf die enthaltenen Nährstoffe ankommt und nicht nur auf die Lebensmittel selbst, ist es nicht richtig, bestimmten Lebensmitteln generell ein gutes oder schlechtes Image zu verleihen. Wichtig ist vielmehr, wie viel wir von den jeweiligen Lebensmitteln zu uns nehmen.

 

 

Kalorien und Übergewicht

Kalorien sind eine Maßeinheit für Energie, die vor allem bei Lebensmitteln und deren Energiegehalt verwendet wird. Sie dienen dazu, die Menge an Energie zu beschreiben, die der Körper aus einer bestimmten Portion Nahrung aufnehmen kann. Wenn wir mehr Kalorien zu uns nehmen, als unser Körper verbraucht, kann die überschüssige Energie in Form von Fett gespeichert werden. Das führt langfristig zu Übergewicht. Um ein gesundes Gewicht zu halten, ist es wichtig, die Kalorienaufnahme mit dem Energieverbrauch in Einklang zu bringen. Das bedeutet, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten und regelmäßig aktiv zu sein.

In Deutschland ist ein erheblicher Anteil der Bevölkerung übergewichtig. Laut Untersuchungen aus dem Jahr 2024 waren etwa 60,5 % der Männer und 46,6 % der Frauen betroffen. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Eine ungesunde Ernährung, beispielsweise durch den häufigen Konsum von stark zuckerhaltigen, fettigen oder kalorienreichen Lebensmitteln wie Fast Food, Süßigkeiten und zuckerhaltigen Getränken, sowie Bewegungsmangel sind die Hauptursachen für Übergewicht.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt einen Fleischkonsum von 300 bis 600 Gramm pro Woche. Der durchschnittliche Fleischverbrauch pro Kopf in Deutschland liegt jedoch bei über einem Kilo pro Woche, was etwa 53 kg pro Jahr entspricht. Der tägliche Zuckerkonsum sollte 50 g nicht übersteigen, in Deutschland liegt dieser Wert jedoch bei etwa 90 g. Somit verzehrt durschnittlich jeder Deutsche rund 33 Kilo Zucker im Jahr.

 

 

Makronährstoffe

Makronährstoffe sind lebenswichtige Nährstoffe, die der Körper in größeren Mengen benötigt, um richtig zu funktionieren und Energie zu produzieren. Zu den wichtigsten Makronährstoffen gehören Kohlenhydrate, Proteine und Fette. Diese werden in der Nahrung in großen Mengen aufgenommen und bilden die Grundlage für zahlreiche Stoffwechselprozesse.

Dabei werden drei Hauptgruppen von Makronährstoffen unterschieden: Kohlenhydrate sind die wichtigste Energiequelle für den Körper und kommen in Zucker und Stärke vor, die in vielen Lebensmitteln enthalten sind. Proteine sind essenziell für den Aufbau und die Reparatur von Gewebe, die Bildung von Enzymen und Hormonen sowie für das Immunsystem. Fette liefern Energie, sind Bestandteil der Zellmembranen und unterstützen die Aufnahme fettlöslicher Vitamine.

Makronährstoffe sind für eine Vielzahl von Körperfunktionen unerlässlich. Sie sind lebenswichtige Substanzen, die unser Körper für viele wichtige Aufgaben braucht. Sie versorgen uns mit Energie, die wir für Bewegung, das Denkvermögen und alltägliche Tätigkeiten benötigen. Besonders Proteine sind notwendig, um Körpergewebe, Zellen und Organe aufzubauen und zu reparieren. Fette unterstützen die Aufnahme bestimmter Vitamine, helfen bei der Hormonbildung und steuern wichtige Stoffwechselprozesse. Insgesamt trägt eine ausgewogene Zufuhr dieser Nährstoffe dazu bei, dass wir gesund bleiben und uns wohlfühlen.

Welche Mengen an Makronährstoffen individuell benötigt werden, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Alter, Geschlecht, Aktivitätslevel und Gesundheitszustand. Grundsätzlich gilt, dass eine ausgewogene Ernährung mit einer Mischung aus Kohlenhydraten, Proteinen und Fetten empfohlen wird, wobei die genauen Mengen individuell angepasst werden sollten.

 

Fette

Nahrungsfette bestehen aus Glycerin und Fettsäuren und sind unsere wichtigste Energiequelle. Sie enthalten auch andere wichtige Bestandteile, wie fettlösliche Vitamine, Farb- und Aromastoffe sowie Antioxidantien, die das Fett vor dem Verderb durch Sauerstoff schützen. Außerdem sind Cholesterin und pflanzliche Sterine enthalten. Während Sterine mit Cholesterin konkurrieren und dessen Wert senken können, ist Cholesterin selbst eine fettartige Substanz, die unser Körper für den Aufbau von Zellwänden, die Produktion von Hormonen und die Verdauung von Fetten benötigt. Zu viel Cholesterin im Blut kann jedoch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen.

Gesunde Fette sollten regelmäßig im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung konsumiert werden. Gute Quellen sind fettreiche Fische wie Lachs, Makrele oder Hering, Nüsse, Samen, pflanzliche Öle wie Olivenöl, Rapsöl oder Leinöl sowie Avocados. Besonders wichtig für die Herzgesundheit sind Omega-3-Fettsäuren, die entzündungshemmend wirken und in fettem Fisch, Leinsamen und Chiasamen vorkommen.

 

Kohlenhydrate

Kohlenhydrate sind die wichtigsten Energielieferanten in unserer Ernährung und sollten im Verhältnis zu Fett und Eiweiß den größten Anteil ausmachen. Es wird empfohlen, mindestens die Hälfte der täglichen Energieaufnahme durch Kohlenhydrate zu decken. Es gibt zwei Hauptgruppen: die komplexen Kohlenhydrate, auch Polysaccharide genannt, wie Stärke, und die einfachen Zucker, zu denen Haushaltszucker gehört.

Während unser Körper einfache Kohlenhydrate wie Zucker und Stärke gut abbauen und verwerten kann, sind Ballaststoffe unverdaulich. Sie müssen im Darm durch Bakterien aufgeschlossen werden, bevor sie dem Körper Energie liefern.

Stärke wird nur dann vom Körper genutzt, wenn sie im Mund und Darm in ihre Einzelteile zerlegt wird. Man könnte meinen, dass es egal ist, ob man einfache oder komplexe Zucker isst. Das stimmt aber nicht ganz: Bei der Verdauung von stärkehaltigen Lebensmitteln zusammen mit Ballaststoffen wird der Zucker langsamer freigesetzt und verarbeitet als reiner Haushaltszucker. Das ist vorteilhaft, weil es Blutzuckerspitzen vermeidet und das Hungergefühl länger hinauszögert.

Dennoch ist grundsätzlich vor zu viel Zucker zu warnen, wobei es immer auf die Gesamtkost ankommt. Solange der Zuckerkonsum den Kalorienbedarf nicht um mehr als 10 % übersteigt, ist er in der Regel unbedenklich.

 

 

Proteine

Im Allgemeinen gilt, dass tierische Proteine wie Fisch, Fleisch, Eier und Milchprodukte vom Körper besser genutzt werden als pflanzliche. Das liegt daran, dass sie unserem eigenen Protein ähnlicher sind. Trotzdem kann man auch ohne Fleisch, also vegetarisch, durch kluge Kombinationen verschiedener pflanzlicher Proteinquellen eine ausgewogene und vollwertige Ernährung erreichen. Zum Beispiel lassen sich Kartoffeln und Eier gut ergänzen, da sie zusammen alle wichtigen Aminosäuren liefern.

Ein Mangel an Protein kann die körperliche und geistige Entwicklung stören, die Leistungsfähigkeit verringern und das Immunsystem schwächen. Deshalb ist es wichtig, auf eine gute Proteinversorgung zu achten. Zu viel Protein kann jedoch die Nieren belasten und den Stoffwechsel stören. Die aktuellen Empfehlungen der Ernährungswissenschaft besagen, dass höchstens 15 % der täglichen Energie aus Protein bestehen sollten, was etwa 1 bis 2 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht entspricht.

Proteinreiche Lebensmittel sind hilfreich beim Muskelaufbau und bei der Gewichtskontrolle. Besonders für ältere Menschen ist eine ausreichende Proteinzufuhr wichtig, um die Knochengesundheit zu fördern. Wer keine tierischen Produkte isst, kann seinen Proteinbedarf gut durch pflanzliche Quellen decken.