
Relikt aus Sowjetzeit: Russische Besetzung der Kurilen
Der Zweite Weltkrieg ist heute mehr als 80 Jahre her, doch noch immer sind seine völkerrechtswidrigen Annektionen nicht korrigiert worden. Besonders Deutschland ist davon betroffen, befinden sich doch beispielsweise weite Teile Ostpreußens unter russischer Verwaltung. Doch auch für den ehemaligen deutschen Verbündeten Japan rächte sich, dass man den antibolschewistischen Kampf nicht entschlossen unterstützt hatte und Stalin im Osten einen freien Rücken behielt. Denn nachdem sich die sowjetischen Horden über Deutschland hergemacht hatten, strebten die gierigen Klauen Moskaus auch nach japanischem Land. Am 9. August 1945, drei Monate nach dem Kriegsende in Europa, begannen die Sowjets erneut den sowjetisch-japanischen Krieg. Im Schatten der angloamerikanischen Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki besetzte die Rote Armee die Kurileninseln sowie die Habomai-Inseln, Shikotan, Kunashiri und Etorofu.
Das kommunistische System ist zusammengebrochen, doch die russischen Okkupanten sind geblieben. Die besetzten Gebiete werden heute von Russland als Teil der Oblast Sachalin verwaltet. Doch während die Herrschenden in der BRD jegliche Ansprüche auf deutschen Heimatboden unter fremder Verwaltung aufgegeben haben, ist das Nationalbewusstsein in Japan stark. Von staatlichen Stellen wird der Anspruch auf die Gebiete, die Tokio im Vertrag von Shimoda 1855 von Moskau zugestanden wurden, aufrechterhalten. So findet jährlich der „Tag der nördlichen Territorien“ statt, an dem an die besetzten Gebiete erinnert wird. Aus eigener Betroffenheit heraus kritisiert Japan auch den russischen Imperialismus, der heute nach der Ukraine greift.
Die herrschenden Moskowiter sehen sich selbst in der Tradition der stalinistischen Sowjetunion und attackieren Japan daher aus einer historischen Perspektive heraus. So reagierte nun die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa auf einer Pressekonferenz in Moskau auf den „Tag der nördlichen Territorien“: „Russlands Souveränität über die Kurilen wurde durch die Ergebnisse des Zweiten Weltkriegs bestimmt, ist in der russischen Verfassung verankert und nicht Gegenstand einer Revision“. Die japanischen Veranstaltungen seien „offen antirussisch“ . Japan habe im Zweiten Weltkrieg „auf der falschen Seite der Geschichte“ gestanden und sei ein „Aggressor und militaristischer Staat“ gewesen. Japan solle sich daher seiner Geschichte stellen und „tiefgreifend reflektieren“. Die Geschichte dürfe „nicht verzerrt“ werden. Man befinde sich in dieser Frage auch mit dem kommunistischen China auf einer Linie. „Japan muss die Lehren ziehen, damit künftige Generationen die gleichen Fehler nicht wiederholen“.
Damit verhöhnt Russland die Opfer des sowjetischen Imperialismus und blendet die eigenen Aggressionen, die sich sowohl gegen Europa, als auch gegen Japan richteten, völlig aus. Die Partei DER III. WEG stellt sich sowohl gegen den amerikanischen, als auch den russischen Imperialismus. Die heutige Russische Föderation stellt ein multikulturelles Riesenreich dar, das sich sämtliche angrenzenden Völker unabhängig ihrer unterschiedlichen Abstammung und Kultur einzuverleiben bestrebt ist. Die offensichtlich japanischen Inselgebiete müssen daher auch wieder unter die Verwaltung Tokios gestellt werden, so wie auch Ostpreußen wieder deutsch werden muss!













