Runkel: Vorgetäuschter Nazi-Anschlag führt zu Haftstrafe

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Ein 37-jähriger Mieter hat im April 2025 in seiner Wohnung in Runkel selbst ein Feuer gelegt und anschließend Hakenkreuze an die Wände geschmiert, um den Eindruck eines rechtsextremen Anschlags zu erwecken und damit den Verdacht von sich abzulenken. (mittelhessen.de) Laut Gerichtsurteil handelte der Mann aus Frust über die Kündigung seiner Wohnung und seine erfolglose Suche nach einer neuen Bleibe. Durch das Feuer entstand ein Sachschaden von rund 100.000 Euro. Ein Übergreifen auf die Nachbarhäuser konnte durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr verhindert werden, sodass niemand verletzt wurde.

Im September 2026 wurde der Mann vom Schöffengericht Limburg wegen schwerer Brandstiftung zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Zudem muss er Schadenswiedergutmachung leisten und sich einem Bewährungshelfer unterstellen.

Immer wieder versuchen Kriminelle, unter dem Denkmantel eines angeblichen rechtsextremen Anschlags ihre Urheberschaft zu verschleiern, um somit bei Versicherungen abzukassieren oder mit Spendensammlungen Geld zu sammeln. All zu oft fällt die Systempresse auf diese Masche herein.

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