
sie blieben zurück umzingelt vom Sterben.
Sie spürten die Hand des Todes an ihrer Kehle,
das Fordern zu folgen nach seinem Befehle.
Doch noch ist der Funken der Deutschen nicht erloschen,
sie blieben unbeugsam gleich wie hart die Alliierten sie droschen.
Fest entschlossen an ein Morgen zu glauben,
begannen die Frauen sich abzustauben.
Ungebrochen macht sie den ersten eisernen Schritt,
und legten die Arbeitsschürze um ihre Mitt‘.
Für nicht möglich hielten die Sieger diesen Drang,
aber die Frauen begannen zu arbeiten so dann.
Verwundert rieben sie sich die Augen,
wollten die Deutschen denn nicht zum Sterben taugen?
Von wegen! Die Frauen banden sich ihre Zöpfe,
und griffen zu Marmeladeneimern, Schachteln und Blumentöpfe.
Sie begannen den Schutt und die Trümmer zu schippen,
zerrten es über die Straßen um es woanders auszukippen.
Es wurden Gefäße gesammelt und mühsam befüllt,
oftmals nur von ihrer letzten Habe umhüllt.
Das Groß der Kleidung war alles verbrannt,
es gab nur selten gute Bedeckung zur Hand.
So zogen sie los, nur spärlich bekleidet,
in das Feld wo Schutt und Asche sich weidet.
Berge aus Trümmern gruben sie beharrlich ab,
kaum noch ersichtlich was es früher hier gab.
Brocken über Brocken und Stein für Stein,
alles wuchteten sie in alte Pferdekarren hinein.
Doch ziehen mussten sie oftmals selber,
zu selten gab es Pferd und Kälber.
Also griffen die sonst zarten Hände die Anze,
und zerrten den Karren über Kuppel und Schanze.
Das war mühselig und schwer,
nur kräftezehrend ging die Arbeit einher.
Die Hände waren zerfurcht und geschunden,
blutverkrustet prangten ihre Wunden.
Schmerz und Entbehrung sind stete Begleiter,
in den Ruinen ging ihre Arbeit eisern weiter.
Um sie nichts als graue steinige Berge,
in welchem Menschen wirken wie Zwerge.
Doch entschlossen griffen sie immer wieder zum Kübel,
trugen ab den Schutt aus all diesem Übel.
Über Menschenketten gaben sie die Eimer der Nächsten,
dann wieder zurück zur wühlenden Ersten.
So kämpften die Frauen gegen die steinernen Massen,
während ihre Finger immer weitere Trümmer umfassen.
Müdigkeit, Erschöpfung und Hunger verfolgten sie,
inmitten dieser Weltuntergangsszenerie.
Sie klopften auf die Trümmer und lösten die Steine,
damit man sie später zu einem neuen Haus vereine.
Das war Material für die Zukunft, für ein neues Leben,
jenes wollten sie sich und dem Volk wiedergegeben.
Die Unmengen an Steinen die grau sie anhäufeln,
die Tristheit und Leere ließ sie oft verzweifeln.
Den Alliierten entgeht dieser eiserne Wille nicht,
und vielleicht erging deshalb an den Alliierten Kontrollrat ein Bericht.
Jedenfalls erlaubte der Kontrollrat am 10.07.1945,
über das Kontrollratsgesetz Nummer 32,
die Beschäftigung von Frauen zur Trümmerbeseitigung,
für etwas Essen und Pfennige als Besoldung.
60 bis 70 Pfennig auf die Stunde,
und kleine Essensportionen für den Munde.
Viele die vom Hunger geplagt,
haben diesem Unrecht zugesagt.
Oft damit auch ihre Kinder nicht mehr hungern,
die geschwächt in den Ruinen lungern.
Zum Nachlesen: Kapitel 1















Noch keine Kommentare.