
Bei den Soldaten handelt es sich um zwei Briten und einen Marokkaner. Die beiden Briten haben früher für die kurdische YPG in Syrien gegen den Islamischen Staat gekämpft. In der Ukraine haben sie schon vor dem Krieg gelebt und auch dort geheiratet. Sie und der Marokkaner kämpften in der Heldenstadt Mariupol in den Reihen der 36. ukrainischen Marinebrigade. Somit sind sie selbstverständlich Kombattanten und von der Genfer Konvention geschützt. Als Kriegsgefangene haben sie Anspruch auf Immunität und dürfen nicht wegen der Teilnahme an Kampfhandlungen strafrechtlich verfolgt werden.
Laut Medienberichten sollen die Soldaten zum Teil zu den Vorwürfen geständig gewesen sein, was über die Methoden dieses obskuren Pseudostaates viel aussagt. Wie es heißt, werden die Verteidiger der Soldaten Berufung gegen das Todesurteil einlegen. Beobachter sind sich nicht sicher, ob die Urteile zur Erpressung Großbritanniens dienen sollen. Immerhin ist Großbritannien einer der wesentlichen Waffenlieferanten der Ukraine im gegenwärtigen Abwehrkampf gegen die Russische Föderation. Möglicherweise werden die Gefangenen als Verhandlungsmasse missbraucht.
Die Urteile lassen jedenfalls nichts Gutes für die anderen Verteidiger Mariupols erahnen. Hier vor allem für die vielen Freiwilligen des Regiments Asow, die keine gebürtigen Ukrainer sind. Denn die sogenannte Volksrepublik Donezk und ihre Herren in Moskau behaupten, dass jeder Ausländer in den Reihen der Armee der Ukraine ein Söldner sei und somit die Todesstrafe verdiene.
Die Prozesse, die von Moskau gegen die heldenhaften Verteidiger Mariupols geführt werden, stehen den stalinistischen Schauprozessen kurz nach Ende des zweiten Weltkriegs in nichts nach. Genau wie damals sind es Europas Kämpfer und Idealisten, die im Dienste einer besseren Idee den Weg zum Schafott der moskowitischen Henker antreten müssen.














Einfach nur Irre!
Man wird nach der Gefangennahme von den Invasoren zuerst in deren besetztes Gebiet verschleppt und danach via Schauprozess zum Tode verurteilt.
Und das letztendlich nur, weil man eine angegriffene Stadt verteidigt hat.
Aber was will man von einem multiethn. sowie kulturell sonderbaren Land wie Russland schon großes erwarten. Da haben Rechtsunsicherheit und Korruption schon von je her eine große Tradition.
Unfassbar!