
In der Regel basieren politische Systeme auf bestimmten ideologischen Grundannahmen, die als ihr tragendes Fundament gelten. Eine Ideologie ist ein intellektuelles Gedankengebilde, ein zusammenhängendes System von Vorstellungen, Ideen und Werten, das die Sichtweise auf Gesellschaft, Politik, Wirtschaft oder andere Bereiche des Zusammenlebens prägt. Sie zielt darauf ab, die Frage zu beantworten, wie die Welt organisiert sein sollte, welche Ziele angestrebt werden und welche Mittel dafür gerechtfertigt sind.
Spekulatives Denken und Ideologien
Liberal-kapitalistische Systeme der heutigen Zeit knüpfen vor allem an Grundprinzipien an, die aus der Zeit der französischen Aufklärung stammen. Ideen, die in dieser Epoche von Schriftstellern und Philosophen entwickelt wurden, sind der Bezugspunkt zahlreicher politischer Ideologien, auf denen politische Systeme fußen. Entworfen wurden diese Gedankengebilde durch spekulatives Nachdenken über die Zusammenhänge der Welt, das sich mit utopischen Zielsetzungen verband. Spekulatives Denken ist eine Methode, um zu Erkenntnissen zu gelangen, die über die gewöhnliche Erfahrung hinausgehen. Es richtet sich auf das Wesen der Dinge und ihre ersten Prinzipien, unabhängig von einem praktischen Bezug. Spekulatives Denken steht in einem Gegensatz zu empirischem Denken, das sich auf die Beobachtung und Erfahrung stützt.
Offensichtlich ist, dass ein Staatsgebilde, das auf unzutreffenden Grundprinzipien beruht, auf einem äußerst instabilen Fundament errichtet ist. Ein politisches System, das auf falschen Grundprinzipien errichtet wurde, wird früher oder später zwangsläufig zusammenbrechen. Die empirischen Erkenntnisse, die von den Wissenschaften bis zum heutigen Tag gewonnen wurden, haben eine solche Genauigkeit erreicht, dass spekulatives Denken bei vielen Fragestellungen über die Welt überholt ist. Tatsächlich hat die Wissenschaft die Grundpfeiler vieler Ideologien widerlegt.
Doch statt anzuerkennen, dass sich die eigenen Grundpfeiler durch wissenschaftliche Erkenntnisse als obsolet erwiesen haben, reagiert das bestehende politische System der BRD mit Tabuisierungen, Zensur, Meinungsdiktatur und Dogmatismus. Unser heutiges politisches System folgt lieber seinen spekulativen Ideologien als der modernen Wissenschaft, die auf nachweisbaren Erkenntnissen beruht. Statt die Wissenschaft als Grundlage zur Wahrheitsfindung zu nutzen, verharrt es in seinen Dogmen. Doch dieser Dogmatismus wird letztlich an der Realität scheitern. Bis dahin kann er jedoch erhebliche Schäden anrichten.
Politische Programme basieren stets auf bestimmten Wertsystemen – seien es philosophische Lehren, Religionen, Ideologien oder Weltanschauungen. Jedes dieser Systeme entwickelt ein umfassendes Bild vom Menschen, von der Gesellschaft und der Welt. Dieses Bild bildet das Fundament, von dem aus das politische Handeln abgeleitet wird.
Kennzeichnend für Ideologien ist, dass sie die wahre Natur des Menschen und die natürliche Ordnung der Welt in ihren Entscheidungen nicht ausreichend berücksichtigen. Ihre Leitbilder und Vorstellungen einer besseren Gesellschaft stammen aus einer Zeit, in der die Welt noch nicht so umfassend erforscht war wie heute. Diese veralteten und fremden Ideologien, geprägt von spekulativen Wunschvorstellungen, können vor dem aktuellen Stand der Wissenschaft nicht mehr bestehen. Die neuen Erkenntnisse der Natur- und Geisteswissenschaften über die kosmischen und irdischen Zusammenhänge müssen systematisch geordnet und vom jeweiligen Volk aufgearbeitet werden.
Weltanschauung auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse
Unser Ziel ist es, ein System zu schaffen, das die menschliche Natur und die natürliche Ordnung der Welt berücksichtigt und dem Wesen unseres Volkes entspricht. Unsere nationalrevolutionäre Bewegung vertritt eine ganzheitlich-weltanschauliche Basis für eine neue politische Ordnung. Für eine nachhaltige Politik ist es unerlässlich, eine Weltanschauung zu entwickeln, die im Einklang mit den wichtigsten wissenschaftlichen Erkenntnissen steht. Eine Weltanschauung beschreibt die Wahrnehmung der inneren und äußeren Zusammenhänge des Lebens, die es dem Menschen ermöglicht, Dinge nach Rang und Wert zu ordnen und sich in sinnvoller Weise zu ihnen zu verhalten.
Anders gesagt: Der Mensch betrachtet die Welt, erkennt ihre Zusammenhänge – meist mithilfe der Wissenschaften –, ordnet und bewertet sie für sich und handelt erst auf dieser Grundlage. Entscheidend ist, den Menschen so anzunehmen, wie er aufgrund seiner Naturveranlagung ist, und nicht so, wie man ihn gerne hätte. Für uns ist es unverzichtbar, auf Basis eines wissenschaftlich fundierten Welt- und Menschenbildes sowohl die menschliche Natur, als auch die natürliche Ordnung der Welt in politische Entscheidungen einzubeziehen.
Eine Weltanschauung bedeutet wörtlich das „Anschauen der Welt“; sie ist zugleich eine geistige Haltung, in der sich der Mensch Gedanken über Sinn und Zweck des Lebens macht. Es ist der Blick der Volksseele auf das Ganze: Das Volk erkennt die Zusammenhänge der Welt, ordnet und bewertet sie aus seiner eigenen Perspektive – und richtet sein Leben entsprechend aus.
Jedes Volk kann daher eine eigene, gewachsene Weltanschauung entwickeln; sie ist Ausdruck kollektiver Erfahrung und kultureller Identität. Eine Weltanschauung ist keine Importware, sondern muss aus dem Inneren eines Volkes hervorgehen. Das besondere, ursprüngliche Wesen des deutschen Volkes bildet den Kern seiner Weltanschauung. Wer zu diesem inneren Wesenskern zurückfinden will, muss sich von fremden Vorstellungen und Einflüssen innerlich lösen. Die deutsche Weltanschauung ist Ausdruck der kulturellen und geistigen Eigenart des deutschen Volkes. Sie ist weder an eine bestimmte Zeit, noch an eine Regierungsform gebunden und auch keine politische Ideologie im herkömmlichen Sinne. Würde ein anderes Volk diese Weltanschauung übernehmen, so wäre sie für dieses nicht Ausdruck eigener Überzeugung, sondern lediglich eine übernommene, fremde Ideologie – da sie nicht aus dessen eigenem völkischen Empfinden oder Selbstverständnis hervorgegangen ist.
Die deutsche Weltanschauung basiert auf der Vorstellung, dass Völker zentrale Träger des weltpolitischen Geschehens sind; ihr Wille prägt den Verlauf der Geschichte. Entsprechend rückt sie das Volk in den Mittelpunkt des politischen Denkens und Handelns. Diese Ausrichtung auf das Volk als gestaltende Kraft eröffnet die Möglichkeit einer umfassenden Erneuerung aller Bereiche des völkischen Lebens.













