
Das Verbot soll sowohl klassisches Pipeline-Gas als auch Flüssigerdgas (LNG) treffen, welches zuletzt vermehrt an Umschlagplätzen wie dem Hafen von Rotterdam nach Europa importiert wurde. Mit dem neuen Sanktionspaket der EU, das auch Schiffen der russischen Schattenflotte das Einlaufen in Häfen von EU-Staaten verbietet, werden für Moskau zukünftig auch diese Möglichkeiten wegfallen, weiterhin Geld in die Kriegskasse zur Fortsetzung seines imperialistischen Krieges in der Ukraine zu spülen.
Bisher macht russisches Gas noch 19 Prozent der Gasimporte der EU-Staaten aus. Ein Drittel davon, die aus kurzfristigen Verträgen bestehen, werden wohl dem Gesetzesentwurf nach bereits nächstes Jahr wegfallen. Langfristig gebunden bis Ende 2027 bleiben wohl noch die Slowakei, Ungarn und auch das verstaatlichte deutsche Energieunternehmen Sefe. Nun müssen die EU-Staaten noch mit dem Europaparlament über den Gesetzesentwurf beraten, der voraussichtlich ab Anfang des nächsten Jahres beschlossen werden kann. Nur der politische Wille der europäischen Staaten, Moskaus Kriegstreiberei die finanzielle Grundlage zu entziehen, wird darüber entscheiden, wie lange der Khan am Zarenthron seine Aggressionspolitik gegen Europa noch weiterführen kann.













