Erneuter Korruptionsskandal in Ukraine: Verdächtige nach Israel geflüchtet

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Erneut erschüttert ein Korruptionsskandal die Ukraine, erneut handelt es sich bei den Hauptverdächtigen um enge Vertraute von Präsident Wolodymyr Selenskyj. Diesmal geht es um Bestechungsgelder, die im Energiesektor geflossen sein sollen. Die Hauptverdächtigen Tymur Minditsch und Olexander Zukerman haben sich bereits nach Israel abgesetzt. Erst im Mai dieses Jahres hatte es einen großen Korruptionsskandal im Rüstungssystem gegeben, in den Selenskyjs Parteigenosse Olexij Kusnezow verwickelt war. Während ukrainische Männer ihre Familien und ihre Heimat an der Front vor dem nicht abreißenden Mongolensturm aus dem Osten verteidigen, bereichert sich eine bestimmte wurzellose, volksfremde Clique schamlos an der Notlage der Nation.

 

Filmreif: Verdächtige laufen mit Millionen Dollar durch Kyjiw

Das Nationale Anti-Korruptions-Büro (NABU) der Ukraine hat erneut gute Arbeit abgeliefert: Wieder ist ein Korruptionsskandal aufgedeckt worden. Tiefe Einblicke gewähren rund 1.000 Minuten lange Gesprächsmitschnitte von Verdächtigen. Im Kern geht es um Bestechungsgeld, das beim Bau von Schutzvorrichtungen um Energieanlagen gegen russische Luftangriffe geflossen sein soll. Das Anti-Korruptions-Büro spricht von einer „hochrangig kriminellen Vereinigung“, die etwa 100 Millionen US-Dollar (86,4 Millionen Euro) an Schmiergeld gewaschen haben soll. Bilder zeigen einen Berg an noch eingeschweißten Dollarscheinen. Auf den Aufnahmen ist zu hören, wie sich die Verdächtigen ausschließlich auf russisch unterhalten. In einem Mitschnitt beklagt sich ein Verdächtiger, wie schwer es doch sei, 1,6 Millionen Dollar zu schleppen. In dem Video ist ein Mann mit zwei vollgepackten Taschen zu sehen, die er am Tage durch Kyjiw trägt.

Bei dem Hauptbeschuldigten handelt es sich um Tymur Minditsch. Er gilt als sehr enger Vertrauter Selenskyjs. Selenskyj und er waren vor dem Krieg Geschäftspartner und gemeinsame Eigentümer eines Produktionsstudios namens Kwartal 95. Im Wahlkampf stellte Minditsch Selenskyj ein gepanzertes Auto zur Verfügung. 2021 feierte Selenskyj seinen Geburtstag in Minditschs Wohnung. In einer der Aufnahmen taucht Selenskyj ebenfalls auf. Nach einer Kurznachricht von Minditsch ruft Selenskyj darin Herman Haluschtschenko an und bestellt ihn ein. Minditsch soll erheblichen Einfluss auf Personalentscheidungen in der Regierung gehabt haben, etwa bei der Ernennung von Haluschtschenko zum Energieminister. Ihm wird vorgeworfen, systematisch 10 bis 15 Prozent des Vertragswerts von Auftragnehmern des staatlichen Atomkonzerns Energoatom erpresst zu haben. Mit dem Bargeld soll Minditsch für rund sechs Millionen Dollar ein Haus in der Schweiz gekauft sowie Geldübergaben in Wien, in Israel und Überweisungen nach Mauritius und die Seychellen geplant haben. Nachdem Minditsch einen Hinweis auf eine drohende Hausdurchsuchung erhielt, setzte er sich offenbar nach Israel ab. Ebenfalls nach Israel abgesetzt hat sich Olexander Zukerman, der ebenfalls Millionen Dollar verschoben haben soll. Minditsch und Zukerman sind beide israelische Staatsbürger.

Es handelt sich nicht um den ersten Korruptionsskandal in der Ukraine: Erst im Mai wurde ein Korruptionssystem in der Rüstung offengelegt. Maßgeblich beteiligt war damals Olexij Kusnezow, Mitglied der Partei „Diener des Volkes“ des Präsidenten Wolodymyr Selenskij. Die Häufung von Korruptionsskandalen hochrangiger Politiker wirft Fragen auf. Insbesondere angesichts der Nähe zahlreicher Verdächtiger zum ukrainischen Präsidenten muss man sich fragen, inwieweit es sich hier stets um Zufälle handelt. Besonders auffällig ist auch, dass Selenskij im Mai vor Bekanntwerden des Skandals in der Rüstungsindustrie versucht hatte, die Unabhängigkeit der Anti-Korruptions-Behörden zu beschneiden. Dass die oftmals einer bestimmten Ethnie zugehörigen Gauner anschließend Zuflucht in Israel suchen, ist ebenfalls bezeichnend und zeigt, dass auch in der Ukraine dringend eine neue nationale Revolution und ein Austausch der alten herrschenden Eliten notwendig ist, um das Land aus dem Klammergriff des inneren Feindes zu lösen.

Der III. Weg unterstützt den Freiheitskampf des ukrainischen Volkes gegen den putinistischen Terrorstaat und seinem neobolschewistischen Imperialismus. Dem ukrainischen Volk muss aber klar sein, dass Korruption im Inneren der Landesverteidigung erheblich schadet. Wenn der Fisch vom Kopfe her stinkt, dann muss genau dort gehandelt werden! Das ukrainische Volk muss sich nicht nur gegen den äußeren Feind zur Wehr setzen, sondern auch und gerade in Zeiten schwerer nationaler Prüfungen auch die inneren Reihen sauber halten von Verrat und Korruption.