AWO in Aken (Elbe) insolvent und die Frage von Verstaatlichung

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Als die Stadt Aken (Elbe) am 3. Dezember 2025 über die Presse erfuhr, dass der AWO-Kreisverband Köthen/Anhalt Insolvenz angemeldet hat, kam das einer Ohrfeige gleich. Keine Vorabinformation, keine Abstimmung, keine Vorbereitung; und das, obwohl zwei Kindertageseinrichtungen im Stadtgebiet direkt betroffen sind. Familien, Erzieherinnen und Erzieher sowie die Verwaltung stehen nun vor einer unklaren Zukunft, weil ein privater Träger seine Strukturen nicht im Griff hatte.

Dieser Fall zeigt einmal mehr, wie riskant es ist, zentrale Aufgaben der Daseinsvorsorge privaten oder halbprivaten Vereinen zu überlassen. Wenn Träger wirtschaftlich wanken, geraten nicht irgendein Angebot oder irgendein Projekt ins Schlingern, sondern fundamentale Infrastruktur, die für das Funktionieren einer Kommune unverzichtbar ist: Bildung, Betreuung, soziale Sicherheit. Das System versagt hier komplett und wieder zum Nachteil unserer Kinder.

Unsere nationalrevolutionäre Partei Der III. Weg vertritt den politischen Standpunkt, dass Kindergärten keine Geschäftsmodelle sind und außschließlich in öffentliche Verantwortung gehören. Deshalb muss die Daseinsvorsorge – von Kitas über Pflege bis hin zu sozialer Betreuung – in öffentliche Hand, verlässlich finanziert, kontrolliert und frei von Insolvenzrisiken. Nur so lässt sich verhindern, dass Städte wie Aken von heute auf morgen in eine Versorgungskrise gestürzt werden, weil ein Träger überraschend die Reißleine zieht.

Die Lehre aus dem AWO-Debakel ist klar:

Was für alle lebenswichtig ist, darf nicht von der Finanzlage einzelner Vereine abhängig sein – es muss verstaatlicht und stabil organisiert werden.

 

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